Urlaub auf Madeira – eine (weitere) Reise auf die Blumeninsel

Hotel Vila Vicencia in Funchal, Madeira - der wunderbare Garten

Ein Urlaub auf Madeira verbindet spektakuläre Natur, mildes Klima und entspannte Lebensart – perfekt für alle, die Meer, Berge und Genuss kombinieren möchten. In diesem Reisebericht nehmen wir euch mit auf unsere Madeira-Reise: mit persönlichen Erlebnissen, Tipps zu Levada-Wanderungen, Restaurants und Ausflügen rund um Funchal. So war unser Urlaub 2025 auf Madeira.

Reisezeitraum: 23.06.2025 – 30.06.2025

DasHotel:
Vila Vicencia, Funchal

Text: Harald
Fotos: Petra und Harald

Immer wieder Madeira

Madeira ist mit Abstand das Reiseziel, das wir in den letzten 30 Jahren am häufigsten besucht haben. Seit 1998 waren wir regelmäßig auf der „Blumeninsel“. Ich glaube, wir bekommen bald die goldene Anstecknadel für 20 Aufenthalte (ungefähr – die genaue Zahl könnten wir sicher herausfinden, aber so wichtig ist das auch wieder nicht).
Wir (na gut – hauptsächlich ich) kommen von dieser Insel einfach nicht los. Warum das so ist, kann ich rational gar nicht erklären. Muss man vielleicht auch gar nicht. In diesem Artikel geht es vor allem um unseren Madeira-Urlaub 2025 – wobei es gut sein kann, dass Madeira bald noch einen eigenen, ausführlicheren Beitrag bekommt.
Obwohl wir – bis auf eine Ausnahme – immer im gleichen Hotel (Vila Vicencia) wohnen und mittlerweile einen richtig guten Draht zu Gina (Inhaberin) und Susanna (Geschäftsführerin) haben, buchen wir nie direkt, sondern über einen Reiseveranstalter. (Ganz ehrlich: pure Bequemlichkeit. Theoretisch könnten wir alles selbst organisieren. Praktisch ist es einfach angenehm, wenn sich jemand darum kümmert.)
Unser Flug ging diesmal verhältnismäßig spät, sodass wir erst gegen 19:00 Uhr Ortszeit im Hotel ankamen (Madeira ist das ganze Jahr über eine Stunde hinter uns). Entsprechend haben wir keine Zeit verloren und sind direkt zur ersten, absolut notwendigen Urlaubsdisziplin übergegangen: Essen.

Unser liebstes Hotel in Funchal: Vila Vicencia

Die Vila Vicencia liegt im westlichen Teil von Funchal, mitten in der sogenannten Hotelzone. Klingt erstmal nach Touristen-Hochburg – und ja, das ist es auch. Aber eben nicht nur.
Die Anlage besteht aus drei älteren Häusern – das Haupthaus war vermutlich tatsächlich einmal eine klassische Villa – sowie einem neueren Gebäude. Dort befinden sich zusätzliche Zimmer, ein Hallenbad, ein Aufenthaltsraum und eine Dachterrasse.
Und obwohl rundherum größere Hotels, hohe Gebäude und jede Menge Restaurants stehen: Sobald man durch das kleine, grüne Tor tritt, ist das alles plötzlich weit weg. Die Vila liegt in einer richtigen Garten-Oase – üppig, grün, fast ein bisschen verwunschen. Spätestens hier versteht man, warum Madeira „Blumeninsel“ genannt wird.

Tipp des Tages: Bolo do Caco beim „Bolo-Mann“

Ein großer Vorteil der Lage: Die gastronomische Auswahl direkt vor der Haustür ist riesig. Klar, vieles ist auf Touristen ausgelegt – aber das muss ja nicht automatisch schlecht sein. Und mit ein bisschen Gespür findet man auch die Läden, in denen man willkommen ist, ohne dass gleich die „Touristen-Sonderkarte“ gezückt wird.
Unser persönlicher Klassiker: der „Bolo-Mann“.
Ein kleiner Imbiss, der verschiedene Varianten von Bolo do Caco anbietet – einem traditionellen, leicht süßlichen Fladenbrot aus Süßkartoffeln. Wir kannten ihn schon aus früheren Urlauben, deshalb war klar: erster Abend, erster Weg, erstes Bolo.
Von der Vila aus sind es keine fünf Minuten zu Fuß. Der Laden hat ein paar Tische, die an diesem Abend größtenteils belegt waren. Wir hatten Glück und erwischten einen Platz auf der Rückseite – direkt gegenüber der Küchentür. Vorteil: Man wird sofort als hungriger Gast erkannt und kann ohne Umwege bestellen.
Die Bestellung:
 Petra: klassisches Bolo do Caco mit Knoblauchbutter und Wasser
Harald: Bolo als Thunfisch-Sandwich mit Thunfisch, Mais, Tomate, Käse und Mayo – dazu ein großes Coral
Coral ist das lokale Lagerbier auf Madeira – angenehm leicht, schön kalt, genau richtig nach der Anreise. Wer Bier mag: klare Empfehlung.
Und auch der Bolo-Mann selbst. Neben den Klassikern gibt’s dort übrigens auch Burger, Pommes, Toasties und diverse süße Sachen – also alles, was man im Urlaub (und manchmal auch danach) braucht.
Wer es ausprobieren möchte:
 Lido’s Tavern, Edifício Lido View II, Estrada Monumental, São Martinho, 9000-100 Funchal

Lidos Tavern. Hier isst man ganz ausgezeichnet Bolo do Caco.

Eigentlich wollten wir nur Wasser kaufen …

Direkt gegenüber von Lido’s Tavern liegt ein kleiner Supermarkt (Pingo Doce), den wir nach dem Essen noch schnell ansteuerten – Ziel: Wasser kaufen.
Ergebnis: Wasser, Saft, Tee, Wein und Aprikosen.
Man kennt das.
Hätte ich mal den Rucksack mitgenommen …
Auf dem Rückweg haben wir noch zwei Anbieter für Levada-Wanderungen genauer unter die Lupe genommen und uns zu passenden Touren beraten lassen. Vieles steht zwar in den Beschreibungen – aber was bei dem einen „leicht und einfach“ ist, kann beim anderen schon eine „mittelschwere Wanderung“ sein. Es lohnt sich also, kurz nachzufragen. Absolute Sicherheit bekommt man trotzdem nicht – das haben wir vor ein paar Jahren gelernt.
Zurück im Hotel haben wir schließlich eine Tour herausgesucht, die vielversprechend klang: Levada do Rei. Rund 10 Kilometer, landschaftlich reizvoll und genau unser Ding.
Geplant ist die Wanderung für Sonntag – unseren letzten Tag auf Madeira.
Gebucht wird morgen. Und zwar hier: www.lido-tours.com

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Madeira-Wein - den muss man probiert haben

Madeira-Wein muss man probiert haben.

Wenn Ihr auf Madeira seid, kommt ihr am Madeira-Wein nicht vorbei. Angeboten wird er in allen möglichen Qualitäts-Stufen von süß bis sehr trocken.
Dank eines speziellen Herstellungsverfahrens (wird bei jeder Verkostung erklärt) bringt Madeira-Wein eine große Aromen-Vielfalt und einen ganz eigenen Geschmack mit.
Wer sich von zuhause aus Nachschub bestellen möchte – Hier gäbe es eine mögliche Quelle.

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Frühstück wie immer, der Atlantik, ein Spaziergang und halbe Portionen

Frühstück wie immer – und trotzdem jedes Mal gut

Für unsere Verhältnisse waren wir heute eher spät beim Frühstück. Der Aufbau ist seit 1998 praktisch unverändert – und genau das macht ihn so gut. Es gibt alles, was man für einen gelungenen Start in den Tag braucht, aber eben kein 20-Meter-Buffet wie in großen Hotelanlagen.

Zur Auswahl stehen verschiedene lokale Brote und Brötchen, täglich ein frisch gebackener (wechselnder) Kuchen, mehrere Wurst- und Käsesorten, Obst, Müsli, Joghurt, Marmeladen, Honig, zwei Sorten Butter, Säfte, Toast sowie warme Komponenten wie Rührei, Speck oder Würstchen. Eier – auch als Spiegelei – kann man sich jederzeit bestellen. Kaffee oder Tee wird serviert.

Ich habe es ja schon erwähnt: Wir waren nicht zum ersten Mal hier. Entsprechend herzlich fiel die Begrüßung auf der Frühstücksterrasse aus. Und die ist wirklich ein Traum – je nach Uhrzeit schiebt sich die Sonne langsam über die umliegenden Häuser oder ist schon voll da, wenn man es gemütlicher angehen lässt und ein bisschen später kommt.

Während des Frühstücks haben wir unseren Tagesplan festgezurrt. Wobei „festgezurrt“ vielleicht ein zu großes Wort ist. Unsere bewährte Reihenfolge lautet: erst schwimmen im Atlantik, dann Kaffee – und danach: schau mer mal.
Das „schau mer mal“ führte uns heute zu einem Spaziergang in die Stadt.

Schwimmen im Atlantik bei Funchal – erfrischend wie immer

Wenn das Meer schon direkt vor der Tür liegt, dann wollen wir auch rein. Früher sind wir dafür oft ins Lido gegangen – ein Freibad mit Meerwasser und direktem Atlantikzugang. Nach dem schweren Unwetter 2010 wurde die Anlage komplett neu aufgebaut.

Seit einigen Jahren gehen wir aber ein Stück weiter – zu einer kleinen, kostenlosen Badestelle. „Bad“ ist eigentlich übertrieben: Es handelt sich um eine terrassenartige Anlage mit Treppen und Leitern ins Meer, dazu Duschen, Umkleiden und WCs. Mehr braucht es für unsere morgendliche Schwimmrunde auch nicht.

Man findet die Stelle, wenn man am Lido vorbei Richtung Westen läuft – nach einem Café und kurz vor dem großen, runden Platz mit dem Kompass-Muster im Boden (der mittlerweile ein paar „blinde Flecken“ hat, weil einzelne Fliesen fehlen) geht’s links durch ein Tor ein paar Stufen hinunter.

Der Atlantik zeigt sich hier gern von zwei Seiten: glasklar – aber frisch. Offiziell hatte das Wasser heute 20 Grad, angefühlt hat es sich eher nach 18. Aber: Hat man sich einmal überwunden, ist es herrlich.

Geöffnet ist die Badestelle ab 9:00 Uhr – außer bei starkem Seegang. Dann bleibt das Tor zu. Und das ist auch gut so. Madeira liegt mitten im Atlantik, und selbst auf der Südseite können die Wellen ordentlich Druck entwickeln. Einen Meter haben wir schon erlebt – das reicht völlig. Vor allem, weil man hier nicht gemütlich an einen Strand auslaufen kann, sondern die Leiter treffen muss. Mit Wellen im Rücken wird das schnell sportlich.

Heute war es dagegen perfekt. Wir waren etwa eine halbe Stunde im Wasser und sind danach – wie es sich gehört – zum Kaffee weitergezogen.

Unser aktuelles Stammcafé liegt oberhalb des Parkplatzes, den sich das Lido und ein (natürlich) Pingo Doce teilen. Für zwei „Chinesa“ (Kaffee mit Milch) zahlt man hier 2,60 Euro – absolut in Ordnung.

Das Café heißt Barracuda Bar und befindet sich im Centro Comercial Eden Mar, R. do Gorgulho loja 7, São Martinho, 9000-107 Funchal.

Spaziergang durch Funchal – die Hauptstadt Madeiras entdecken

Funchal hat einfach Charme. Die Stadt ist mit rund 100.000 Einwohnern überschaubar – Regensburg ist deutlich größer. Aber: Madeira hat insgesamt nur etwa 260.000 Einwohner. Funchal ist also ganz klar das Zentrum der Insel.

Und man merkt: Hier ist Geschichte. Unterschiedliche Einflüsse und Kulturen haben ihre Spuren hinterlassen.

Von der Hotelzone rund ums Lido läuft man – je nach Tempo – etwa 35 bis 40 Minuten bis ins Zentrum, ein paar Minuten länger bis in die Altstadt. Alternativ fahren die gelben Stadtbusse zuverlässig in Richtung „Centro“. Entlang der Estrada Monumental ist die Linie 02 besonders praktisch.

Wir gehen jedoch meistens zu Fuß. Der Weg selbst ist schon sehenswert: vorbei am Casino, am Reid’s Palace, am Parque de Santa Catarina oder an der Sissi-Statue.

Unser ursprünglicher Plan: vielleicht ein Paar Schuhe kaufen.
Das Ergebnis: zwei Tupperdosen von einer älteren Dame, die irgendwo im hintersten Winkel eines Gebäudekomplexes einen kleinen Stand betreibt.

Man kann nicht sagen, dass Funchal keine Überraschungen bereithält.

Unser Fazit: Die Stadt entdeckt man am besten zu Fuß. Klar hilft ein Reiseführer für Orientierungspunkte – aber oft sind es gerade die unscheinbaren Gassen, die sich lohnen.

Und eigentlich hatten wir ohnehin ein anderes Ziel: ein Restaurant, das uns noch vom letzten Aufenthalt in Erinnerung war.

Tipp des Tages: Halbe Portionen im Restaurant „Sirius“

Vor zwei Jahren sind wir eher zufällig auf das Restaurant Sirius in der Rua das Hortas gestoßen – eine Straße, in die man sich als Tourist eher selten verirrt.

Das Besondere: Dort werden halbe Portionen der Tagesgerichte angeboten.
Die halben Portionen sind allerdings so bemessen, dass man davon locker satt wird. Zur Not legt man noch mit einem der hausgemachten Kuchen hach. 

Kurz gesagt: hervorragend, authentisch und preislich absolut fair.

Also stand heute ein spätes Mittagessen auf dem Plan. Wir entschieden uns beide für einen Eintopf aus Fleisch, Kartoffeln, Oliven und Knoblauch, abgeschmeckt mit Wein und serviert mit Salat. Dazu ein Bolo do Caco mit Knoblauchbutter vorweg.

Getränketechnisch teilten wir uns eine Flasche Wasser, und ich gönnte mir eine halbe Flasche roten Hauswein. „halbe Flasche“ (0,375 l, also die Hälfte von 0,75 l) ist hier tatsächlich eine eigene Größe die man so auch z.B. im Pingo Doce bekommt – im Sirius kommt der Wein allerdings offen im Krug. Und sagen wir so: Es war vermutlich ein bisschen mehr als eine „halbe Flasche“. Lucky me.

Rückweg mit Umweg – und einem kleinen Aha-Moment

Nach dem Essen machten wir uns auf den Rückweg. Erste Station: der Jardim Municipal do Funchal in der Av. Arriaga. Ein kleiner, schöner Park mitten in der Stadt – manchmal mit Markt oder Flohmarkt, heute einfach nur ruhig und grün.

Auf dem Weg dorthin konnten wir einer Eisdiele nicht widerstehen. Mit 2,10 bis 2,20 Euro pro Kugel ist Eis auf Madeira kein Schnäppchen – aber die Portionen sind ordentlich und geschmacklich absolut in Ordnung.

Vom Park aus ging es weiter Richtung Hafen. Perfektes Timing: Wir konnten gerade noch die Fähre aus Porto Santo einlaufen sehen.

Am Ende der Hafenanlage liegen einige Souvenirshops, Cafés und Bars. Dort hatte ich vor zwei Jahren ein weißes Hemd aus Naturbaumwolle gekauft – und siehe da: Es gab es noch. Und ich trug es sogar gerade. Also habe ich es einfach nochmal gekauft. Jetzt habe ich zwei. Finde ich gut.

Beim Bezahlen dann der Klassiker:
„Und plötzlich fiel mir siedendheiß ein …“

Als die Verkäuferin nach einer Tüte griff, wollte ich gerade ablehnen – wir hatten ja eine Tasche dabei. Dachte ich.
Problem: Ich hatte beide Hände frei. Petra auch.
Schlussfolgerung: Die Tasche hängt noch im Sirius über der Stuhllehne.

Also trennten sich unsere Wege: Petra direkt Richtung Hotel, ich mit einem „kleinen“ Umweg zurück ins Restaurant. Die Tasche lag schon bereit – womöglich war ich ja nicht der erste, dem das passiert ist.

Treffpunkt war ein kleines Café mit angeschlossenem Supermarkt. Ich war so fokussiert auf Tempo, dass ich Petra im Bushäuschen fast übersehen hätte – und beinahe auch am Café vorbeigelaufen wäre.

Am Ende hat’s geklappt: Kaffee, Pastel de Nata, zwei große Flaschen Wasser – und dann zurück ins Hotel.

Nicht, ohne vorher noch unsere geführte Wanderung für Sonntag zu buchen.

Zurück in der Vila haben wir beschlossen: Für heute reicht’s.

Shopping, Essen und Pläne am Pool

Shopping im Forum Madeira – entspannt bummeln mit Meerblick

Heute stand ein kleiner Spaziergang Richtung Westen auf dem Programm – Ziel: das Forum Madeira, ein angenehm überschaubares Einkaufszentrum in Funchal.

Nach unserer bewährten Morgenroutine (Frühstück, Schwimmen, Kaffee – Reihenfolge unverhandelbar) machten wir uns auf den Weg. Der Fußmarsch dauert etwa 30 Minuten und führt vorbei an Hotels, Restaurants, Apartmentanlagen und Wohnhäusern. Man merkt: Hier wurde auch an flanierende Urlauber gedacht. Der Weg ist angenehm, abwechslungsreich und absolut lauffreundlich.

Das Forum Madeira ist eines von mehreren Einkaufszentren in Funchal – aber unser persönlicher Favorit. Es wirkt deutlich entspannter als die größeren Malls in der Stadt. Eingebettet zwischen Wohnhäusern, offen gestaltet und mit einem großzügigen Innenhof, um den sich die Geschäfte auf drei Ebenen gruppieren.

Ganz oben findet man zahlreiche Restaurants und Cafés. Unser Geheimtipp liegt allerdings ganz unten.

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Tipp des Tages: Günstig essen im Pingo Doce (Forum Madeira)

Im Untergeschoss befindet sich ein Pingo Doce – inklusive Kantine. Und die hat es in sich.

Hier gibt es madeirensische Hausmannskost zu sehr fairen Preisen, dazu Getränke, bei denen man sich ebenfalls nicht ärgern muss. Perfekt für ein unkompliziertes Mittagessen.

Der kleine Haken: Zur Stoßzeit kann es voll werden. Und „voll“ bedeutet hier: Schlange am Buffet, Schlange an der Kasse – und irgendwann ist das Essen eher lauwarm als heiß.

Unser erprobter Pro-Tipp:
Außerhalb der Stoßzeiten essen gehen – und beim Aussuchen der Speisen keine wissenschaftliche Grundsatzentscheidung daraus machen. Schnelligkeit ist hier ein Qualitätsmerkmal.

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Erfolgreicher Einkaufsbummel – diesmal mit Plan (und ohne)

Natürlich kann man im Forum Madeira auch ganz klassisch shoppen – und das machen wir tatsächlich jedes Mal ein bisschen.

Unsere heutige Ausbeute:

  • Regenponchos für Sonntag (Stichwort: Wasserfall auf der geplanten Levada-Wanderung – Nähe garantiert)
  • neue Schuhe für mich (gefunden von Petra, nachdem ich innerlich schon abgeschlossen hatte)
  • eine kurze Trainingshose als Mitbringsel für unseren jüngeren Sohn

Also: erfolgreicher Einsatz.

Nach dem Mittagessen im Pingo Doce gab es noch einen Kaffee – das geht hier auf praktisch jeder Ebene an kleinen Ständen. Unkompliziert, schnell und genau das Richtige für eine kurze Pause zwischendurch.

Für alle, die selbst einmal vorbeischauen möchten:
Forum Madeira, Estrada Monumental 390, São Martinho, 9004-568 Funchal

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Zurück in der Vila – Pool, Sonne und Pläne

Zurück im Hotel haben wir uns erstmal eine kleine Runde „Augenpflege“ gegönnt – man will ja nichts übertreiben. Später ging es dann an den Pool: unser erstes Sonnenbad in diesem Urlaub.

Und wir haben direkt beschlossen, das morgen zu wiederholen.

Für den Nachmittag steht außerdem ein Ausflug in die Stadt an – inklusive Besuch in einem Restaurant, das für uns etwas ganz Besonderes ist.

Aber dazu dann morgen mehr …

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Buch-Tipp: 24 Menüs-aus-Madeira

Buch-Tipp: Kochen und Essen wie die Einheimischen

Wir erwähnen ja immer mal wieder die Küche Madeiras. Hier haben wir einen Buch-Tipp für Euch, wenn ihr sie selbst nachkochen und ein Stück Inselgefühl mit nach Hause holen möchtet.
Das Buch nimmt Euch mit auf eine kulinarische Reise über Madeira und stellt typische Gerichte aus verschiedenen Orten vor – von herzhaft bis süß, von einfach bis raffiniert. Zu jedem Menü gibt es passende Rezepte, die sich auch zu Hause gut umsetzen lassen und Lust machen, Neues auszuprobieren. Eine schöne Mischung aus Genuss, Inspiration und ein bisschen Madeira-Urlaubsgefühl für die eigene Küche.

Das Buch könnt Ihr hier bestellen

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Ein Umzug, ein vergeblicher Weg und ein Degenfisch

Der Weg war umsonst – und dann doch nicht

Für heute hatten wir uns ganz bewusst einen faulen Tag vorgenommen. Wobei „faul“ relativ ist: Schwimmen im Atlantik und Kaffee danach gehören bei uns inzwischen zur Grundversorgung – ganz egal, was sonst noch passiert.

Eine kleine Überraschung gab es trotzdem: Wir sind umgezogen.

Ana – eine der guten Seelen und absoluten Konstanten im Service der Vila Vicencia – fragte uns, ob wir in ein anderes Zimmer wechseln möchten. Größer, schöner, gerade frei geworden. Ob wir wollen?
Wir wollten.

Und genau das ist einer der großen Vorteile eines kleinen, familiengeführten Hotels, in das man über Jahre immer wieder kommt: Man kennt sich, man schätzt sich – und manchmal wird man einfach ein kleines bisschen verwöhnt.

Also haben wir nach dem Schwimmen erstmal unsere Sachen gepackt, ein Stockwerk tiefer getragen und uns neu eingerichtet. Danach ging’s mit Büchern und Getränken auf den Balkon – bis es Zeit wurde, zum Abendessen in die Stadt aufzubrechen.

Altstadt von Funchal – und ein besonderer Klassiker

Unser Ziel war das Restaurante Embaixador Madeirense in der Rua Santa Maria, mitten in der Altstadt von Funchal.

Die Straße ist heute bekannt für ihre bunt bemalten Türen und reiht ein Restaurant ans nächste. Als wir vor vielen Jahren das erste Mal hier waren, gab es genau zwei Restaurants. Beide gut, beide günstig – und wir sind beim „Botschafter“ hängen geblieben.

Seitdem gehört ein Besuch dort zu jedem Madeira-Aufenthalt. Mal häufiger, mal nur ein- oder zweimal – aber immer mit Vorfreude.

Die Küche ist schnörkellos, ehrlich und nah an dem, was man wohl als authentisch bezeichnen würde. Die Portionen: zuverlässig sättigend. Meist gibt es zum Hauptgericht eine Garnitur aus Salat und/oder Obst, dazu wechselnde Beilagen.

Und ganz ehrlich: Ein Teil der Freude liegt auch daran, dass wir die Leute dort einfach mögen – und das Gefühl haben, dass das auf Gegenseitigkeit beruht.

Geschlossen – und gute Wünsche für Ramon

Diesmal allerdings: Pech gehabt.

Als wir ankamen, war Manuel, der Inhaber, gerade dabei, den Laden zu schließen.
Der Grund: Ramon, der Koch, ist krank.

Ich habe nicht jedes Wort verstanden, aber so viel war klar: Heute wird nicht mehr gekocht – und vielleicht auch morgen nicht.

Also mussten wir unseren Plan kurzfristig ändern. Das Schwärmen von Ramons Küche verschieben wir einfach – entweder auf einen anderen Tag oder in einen eigenen Madeira-Spezial-Beitrag.

Und in Gedanken wünschen wir ihm: gute Besserung.

Plan B: Espada im „Sirius“ – und ein überraschend guter Umweg

Unser Plan B war schnell gefunden: das Sirius mit seinen legendären „halben Portionen“.

Diesmal allerdings ohne Tagesgericht. Wir hatten beide nur ein Ziel vor Augen:
Espada – schwarzer Degenfisch mit weißem Fleisch, traditionell serviert mit gegrillter Banane.

Falls Sie das noch nie probiert haben: Vertrauen Sie uns – das klingt vielleicht ungewöhnlich, ist aber wirklich richtig gut.

Auf dem Weg vom „Botschafter“ zum Sirius entdeckten wir noch ein Café mit einem unschlagbaren Angebot:
1 Pastel de Nata + 1 Kaffee für 1,50 €.

Das haben wir uns natürlich gemerkt – und nach dem Essen direkt getestet. Ergebnis: absolut empfehlenswert.

Rückweg mit Bus – und Balkon-Ausklang

Für den Rückweg haben wir diesmal den Bus genommen – man muss ja nicht jeden Kilometer zu Fuß gehen.

Zurück im Hotel ging es direkt wieder auf den Balkon. Bücher, Getränke, milde Abendluft.

Fauler Tag?
Wenn das die Definition ist, nehmen wir mehr davon.

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Souvenir-Tipp: Original Poncha

Am Poncha kommt man auf Madeira nicht vorbei. Traditionell wird er frisch gemacht – aber man bekommt ihn auch im Supermarkt. Das ist ein optimales Mitbringsel.
Diese Poncha bringt eine der bekanntesten Spezialitäten Madeiras direkt ins Glas – eine Mischung aus Zuckerrohrbrand, Honig und Zitrusfrüchten, die auf der Insel Kultstatus hat.
Wenn ihr den, den ihr mitgebracht habt, schon ausgetrunken oder verschenkt habt, habt Ihr zwei Möglichkeiten: Entweder selber machen (siehe Buchtipp weiter oben) oder ihr bestellt einfach nach. Hier geht’s zur Bestellung

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Wir machen hauptsächlich – nichts.

Für unseren fünften Tag hatten wir uns bewusst nichts vorgenommen – und das haben wir erstaunlich konsequent durchgezogen.

Der Start verlief wie gewohnt: Frühstück, ein Sprung in den Atlantik, danach Kaffee. Und anschließend die große Kunst des Urlaubs: gepflegtes Nichtstun am Pool.

Mittagessen im Chalet Vicente – und eine kleine Lektion

Gegen Mittag zog es uns dann doch ein paar Häuser weiter zum Essen. Ziel war das Chalet Vicente (238 Estrada Monumental) – eine schöne Location mit Garten, in dem man wirklich angenehm sitzt. Dazu gibt es ein feines und vergleichsweise preiswertes Mittagsmenü.

Bei dieser Gelegenheit wurde uns wieder einmal eine wichtige Urlaubsregel vor Augen geführt:
Wenn du etwas nicht verstehst – frag nach.

Zur Auswahl standen zwei Gerichte. Beim einen habe ich die Erklärung der Kellnerin akustisch nicht ganz verstanden. Also habe ich – ganz pragmatisch – einfach das bestellt, was Petra auch nahm: Fischsuppe.

Die war wirklich gut. Keine Frage.

Aber: Das andere Gericht, das ich aus Bequemlichkeit ignoriert habe, entpuppte sich als Teller mit gegrillten Rippchen. Und zwar solche, bei denen man schon vom Anschauen weiß, dass sie hervorragend sind.

Ich weiß das so genau, weil die Kellnerin gleich zwei dieser Teller direkt an uns vorbei zum Nachbartisch getragen hat.

Timing ist alles.

Nun ja – beim nächsten Mal.

Zurücklehnen, abschalten, Kräfte sammeln

Nach dem Essen haben wir exakt das gemacht, was wir schon am Vormittag perfektioniert hatten: nichts.

Der Garten der Vila Vicencia ist dafür übrigens ein ziemlich idealer Ort. Ruhig, grün, entspannt – genau richtig, um einfach mal den Gang rauszunehmen.

Und ganz ehrlich: Für den nächsten Tag war unsere Levada-Wanderung geplant. Da schadet es nicht, vorher ein bisschen Energie zu sammeln.

Man könnte auch sagen: Wir haben uns professionell ausgeruht.

Wir gehen wandern: Levada do Rei

Wenn man auf Madeira ist und halbwegs gut zu Fuß, dann gibt es eigentlich kein Vorbeikommen: Eine Levada-Wanderung gehört einfach dazu.
Wir machen bei jedem Aufenthalt mindestens eine – eher mehr.

Die sogenannten Levadas sind ein zentraler Bestandteil der madeirensischen Wasserversorgung. Entlang dieser Wasserkanäle verlaufen schmale Wege, ursprünglich für Wartungsarbeiten angelegt. Heute sind sie ein Paradies für Wanderer – oft spektakulär, manchmal abenteuerlich und fast immer landschaftlich beeindruckend.

Levada-Wanderung auf Madeira: Neues Ticketsystem seit 2026

Früher konnte man viele Levadas noch relativ spontan und auf eigene Faust erkunden. Seit 2026 hat sich das geändert:

Man muss vorab ein Ticket kaufen und ein Zeitfenster reservieren. Der Zugang erfolgt dann innerhalb eines 30-Minuten-Slots.

Die Idee dahinter ist absolut nachvollziehbar: Madeira will die teils massiven Besucherströme in der Hauptsaison besser steuern – zum Schutz der Natur, aber auch, damit das Wandererlebnis nicht zur Massenveranstaltung wird.

Die Tickets kosten aktuell 4,50 Euro pro Person (ab 12 Jahren) und können online über visitmadeira.com gebucht werden.

Kleiner, aber wichtiger Hinweis:
Das Ticket einfach „zu sparen“, ist keine gute Idee. Es wird kontrolliert – und wer ohne erwischt wird, zahlt schnell mal 50 Euro.

Geführte Levada-Tour oder auf eigene Faust?

Der bequemste Weg ist aus unserer Sicht nach wie vor: eine geführte Tour buchen.

Das haben wir in der Vergangenheit meistens gemacht – aus zwei Gründen:

  1. Man muss sich nicht um die Anreise kümmern.
  2. Man hat einen ortskundigen Guide dabei, der mehr weiß als jeder Reiseführer.

Unser persönlicher Tipp ist hier Lido Tours (lido-tours.com), deren Büro sich ganz in der Nähe der Vila Vicencia in der Estrada Monumental 284 befindet.

Alternativ kann man viele Touren auch bequem von zuhause aus über Plattformen wie booking.com buchen. Gerade in der Hauptsaison ist das empfehlenswert – beliebte Routen sind oft schon bis zu zwei Wochen im Voraus ausgebucht.

Und für uns stand fest:
Heute geht’s auf die Levada do Rei.

Levada do Rei Madeira – unsere Erfahrungen auf einer der schönsten Wanderungen

Die Levada do Rei stand bei uns ganz oben auf der Liste – und rückblickend völlig zu Recht. Die Strecke ist mit rund 5,3 Kilometern pro Richtung gut machbar (also insgesamt etwa 10,6 km), auch wenn man die angegebenen 3,5 Stunden ruhig ernst nehmen sollte. Es ist keine Hetz-Wanderung, sondern eine, bei der man ständig stehen bleibt, schaut, staunt – und fotografiert.

Start der Levada do Rei Wanderung bei São Jorge auf Madeira

Los geht’s an der Wasseraufbereitungsanlage von Quebradas bei São Jorge. Schon hier merkt man: Das hier ist nicht mehr das sonnige Funchal. Auf der Nordseite der Insel ist das Wetter oft ganz anders – bei uns war es deutlich kühler, neblig und immer so ein bisschen „gleich regnet’s gleich richtig“. Genau das hat aber auch seinen Reiz, weil die Landschaft dadurch noch mystischer wirkt.

Levada Wanderung Madeira: Durch Lorbeerwald und grüne Tunnel

Der Weg führt zunächst durch eine unglaublich grüne, fast schon verwunschene Umgebung. Immer wieder öffnen sich Blicke auf die landwirtschaftlichen Flächen rund um São Jorge und Santana. Dazwischen läuft man durch natürliche „Tunnel“ aus dichtem Pflanzenwuchs – wie ein grüner Korridor, der einen immer weiter hineinzieht.

Highlight der Levada do Rei: Wasserfall direkt auf dem Wanderweg

Ein kleines Abenteuer wartet unterwegs auch: eine Stelle, an der man direkt unter einem Wasserfall durch muss. Wir hatten uns extra Regenponchos besorgt – und die waren hier definitiv keine schlechte Idee. Ganz trocken bleibt man trotzdem nicht, aber genau das gehört irgendwie dazu.

Ribeiro Bonito Madeira – das Ziel der Levada do Rei

Unsere Führerin hat uns auf dem Hinweg begleitet und viele interessante Dinge erzählt. Am Ziel, dem Ribeiro Bonito, hat sie uns dann freigestellt, wann wir zurückgehen möchten. Eine schöne Lösung, weil man sich dort wirklich Zeit nehmen will. Der Ort wirkt wie ein kleines, abgeschiedenes Naturheiligtum – umgeben vom dichten Lorbeerwald, ruhig, fast ein bisschen magisch. Für uns war klar: perfekte Stelle für eine Brotzeit.

Rückweg der Levada do Rei Wanderung – entspannt zurück

Zurück am Startpunkt (der ja gleichzeitig auch das Ziel ist), haben wir uns erstmal eine Cola gegönnt. Leider habe ich beim Kauf nicht aufgepasst: zuckerfrei. Und wir beide sind uns einig – das ist einfach nicht unser Ding. Hätte ich genauer hingeschaut, wäre es wahrscheinlich ein Bier geworden. Hinterher ist man immer schlauer.

Tipp bei São Jorge: Alte Wassermühle auf Madeira besichtigen

Wer noch Energie hat, sollte sich unbedingt die alte Wassermühle von São Jorge anschauen. Sie wird tatsächlich noch betrieben und ist über 300 Jahre alt – ein schönes, lebendiges Stück Geschichte, das perfekt zu dieser besonderen Wanderung passt.

Kein Abschied für immer und ein letztes Essen

Unser Rückflug ging erst relativ spät, daher wurden wir auch erst am Nachmittag abgeholt. Genug Zeit also, den letzten Urlaubstag entspannt ausklingen zu lassen.

Natürlich haben wir das gemacht, was wir die ganze Woche über perfektioniert hatten: noch einmal schwimmen gehen, danach in Ruhe packen. Damit das Housekeeping nicht durcheinanderkommt, haben wir das Zimmer pünktlich um 11:00 Uhr geräumt. Unsere Koffer konnten wir problemlos und sicher in der Vila zwischenlagern.

Letztes Mittagessen – direkt nebenan

Für einen großen Ausflug in die Stadt hatten wir keine Lust mehr. Aber eine Kleinigkeit zu essen – die musste schon noch sein.

Unser „Bolo-Mann“ hatte leider geschlossen. Also blieb uns eine Option, die eigentlich schon die ganze Zeit direkt vor unserer Nase lag: das Restaurant gleich neben der Vila.

Dort waren wir in all den Jahren genau einmal. Warum eigentlich?
Gute Frage.

Wahrscheinlich wären wir auch diesmal nicht gegangen, wenn uns nicht eine Tafel mit Mittagsmenü angesprochen hätte. Und die war überzeugend genug.

Der Laden hat übrigens keinen erkennbaren Namen – zumindest keinen, der außen angeschrieben wäre. Auch bei Google Maps taucht er nicht auf. Was man weiß: Hausnummer 43, direkt neben der Vila Vicencia. Reicht ja eigentlich auch.

Petra entschied sich für Espada, ich nahm ein Steak – beides wirklich hervorragend. Ein überraschend gutes Essen und ein schöner, unkomplizierter Abschluss unseres Urlaubs auf Madeira.

Manchmal liegen die besten Entdeckungen eben direkt nebenan.

Bis zum nächsten Mal, Madeira.

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Viele (aber nicht alle) unserer Fotos machen wir mit der EOS R10 von Canon. Wir verwenden Sie im Moment mit dem mitgelieferten RF-S 18-45mm F4.5-6.3 is STM Zoomobjektiv.
Und wir lernen die Möglichkeiten dieser tollen Kamera gerade erst kennen.
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