Flusskreuzfahrt auf der Donau – Wien, Bratislava und Linz entdecken

Mit der A-Rosa Bella auf Flusskreuzfahrt von Passau nach Wien, Bratislava und Linz
Reisezeitraum: 16.11. 2024 – 20.11.2024
Unterkunft: A-Rosa Bella
Text: Petra
Fotos: Petra und Harald
Flusskreuzfahrt auf der Donau – Wien, Bratislava und Linz entdecken
Anreise per Bahn, Treffen mit Freunden und ein alter Bekannter
Samstag, 16.11.2024.
Heute geht es mit der Bahn nach Passau und von dort weiter per Bus nach Engelhartszell zur A-Rosa Bella. Ende September hatten wir dieses Schnäppchen entdeckt: fünf Tage All-inclusive inklusive Transfer von Passau nach Engelhartszell und zurück sowie Treibstoffzuschlag – und das für 398 Euro pro Person. Da mussten wir natürlich sofort zuschlagen.
Für die Anreise entschieden wir uns entspannt für die Bahn. Wobei „entspannt“ bei der Deutschen Bahn ja immer so eine Sache ist. Unser Vertrauen hatte in der Vergangenheit schon die eine oder andere Delle bekommen. Deshalb gingen wir auf Nummer sicher und nahmen vorsichtshalber einen Zug früher. Lieber zu früh in Passau als irgendwo zwischen zwei Bahnhöfen philosophierend auf den Anschluss warten.
Im Juli waren wir bereits mit der A-Rosa Riva von Paris in die Normandie unterwegs gewesen und rundum zufrieden. Die Vorfreude auf diese Reise war also entsprechend groß.
Kuchenalarm in Passau
Da bis zur Abfahrt unseres Transfers noch rund eineinhalb Stunden Zeit blieben, trafen wir uns mit Freunden im Galeriecafé Simon. Dort gab es Kaffee und einen ausgesprochen leckeren Kuchen.
Die Auswahl war allerdings eine echte Herausforderung. Sämtliche Kuchen und Teilchen sahen derart verführerisch aus, dass ich das Gefühl hatte, sie würden mir zuflüstern: „Nimm mich! Nein, mich!“ Für Leckermäulchen definitiv eine Adresse zum Vormerken.
Wiedersehen mit einem alten Bekannten
Auf dem Rückweg entdeckten wir bereits unseren Bus – und gleich noch ein bekanntes Gesicht dazu. Olaf stand mit seiner Liste bereit und hakte die ankommenden Gäste ab. Er war bereits auf unserer Normandie-Reise als Unterhalter mit dabei gewesen. Die Welt ist eben manchmal doch erstaunlich klein – besonders auf Flusskreuzfahrten.
Mit Rose an Bord
Die Fahrt nach Engelhartszell dauerte etwa 45 Minuten. Um das Gepäck mussten wir uns nicht kümmern; das wurde direkt zur Kabine gebracht.
Eine nette Geste erwartete uns gleich beim Einsteigen: Jede Dame erhielt eine rote Rose. Das fand ich wirklich schön – ein kleiner Empfang mit Charme und ein gelungener Start in die Reise.



Unser Zuhause für die nächsten Tage
Die Kabine 242 war bereits bezugsfertig und wartete schon auf uns. Sie war angenehm geräumig und verfügte über einen französischen Balkon – perfekt, um später gemütlich vorbeiziehende Landschaften zu beobachten.
Lange hielten wir uns allerdings nicht in der Kabine auf. Schließlich lockte die Bar: Dort standen bereits kleine Häppchen mit Schinken und Brownies bereit. Mit einem Glas Sekt stießen wir erst einmal auf unsere Reise an. So lässt sich ein Urlaub doch wunderbar beginnen.
Pflichtprogramm mit wichtigem Hintergrund
Für 17.45 Uhr war die Sicherheitseinweisung angesetzt. Die Teilnahme ist obligatorisch – und das natürlich aus gutem Grund. Schließlich sollte jeder wissen, was im Ernstfall zu tun ist und wo man hinmuss.
Bis dahin blieb noch genügend Zeit, den Koffer auszupacken und kurz durchzuatmen. Pünktlich machten wir uns dann auf den Weg zur Einweisung.
Kampf um die besten Plätze? Nicht mit uns!
Nach der Sicherheitseinweisung kümmerten wir uns gleich um die Sitzplätze im Restaurant. Für die gesamte Reise buchten wir feste Plätze in der Nähe des Büffets – Kostenpunkt 20 Euro.
Das Schiff war fast ausgebucht und wir hatten wenig Lust, jeden Abend erst einmal auf die große „Suche nach dem perfekten Tisch“ zu gehen. Außerdem lagen unsere Plätze strategisch günstig – kurze Wege zum Büfett können schließlich im Urlaub nicht schaden. 😉
Damit war unser Tisch offiziell eingeweiht und wir konnten uns dem ersten Abendessen widmen. Auf dem Büfett wartete Folgendes auf uns:…

Das Büfett hat gewonnen – wir nicht
Natürlich mussten wir „nur mal kurz“ fast alles probieren. Und wie so oft endete dieses Vorhaben mit der Erkenntnis: Es war wieder einmal deutlich zu viel. Aber Urlaub und Selbstdisziplin sind ja manchmal ohnehin zwei verschiedene Dinge.
Nach dem Essen gingen wir noch in die Lounge. Dort wurden bereits verschiedene Ausflüge für den nächsten Tag in Wien vorgestellt. Anschließend machten wir noch einen kleinen Verdauungsspaziergang über das Sonnendeck, bevor wir uns in die Kabine zurückzogen.
Zwischen den Unterlagen lag übrigens auch ein Gewinnspiel. Natürlich musste ich das gleich ausfüllen – man weiß ja nie.
Wien ruft – und das Glück auch
Am nächsten Morgen warfen wir auf dem Weg zum Frühstücksraum das ausgefüllte Gewinnspiel in die bereitstehende Box. Danach stärkten wir uns erst einmal am Frühstücksbüfett – wieder sehr lecker und mit der bekannten Gefahr, mehr auf den Teller zu laden als eigentlich geplant.
Anschließend wurde in der Lounge der Gewinner gezogen.
And the winner is: ME!
Ich hatte tatsächlich eine klassische Massage gewonnen. Da ich allerdings etwas Husten hatte, überließ ich den Gewinn meinem Mann. Schlechte Entscheidung war das offenbar nicht – als er zurückkam, war er völlig begeistert.
Währenddessen: Wien-Wissen statt Wellness
Während mein Mann entspannte, ging ich in die Lounge und hörte mir die Informationen über Wien an. Dabei kristallisierten sich schnell zwei Ziele heraus, die unbedingt auf unsere Liste mussten:
☕ Das Café AIDA in der Nähe des Stephansdoms – empfohlen wegen der berühmten Malakoff-Törtchen und Punschkrapferl. Allein die Namen klangen schon nach Kalorien mit Tradition.
🎄 Den Weihnachtsmarkt „Am Hof“, der besonders schön sein sollte.
Damit stand unser Wien-Programm im Groben fest: ein bisschen Kultur, ein bisschen Weihnachtsstimmung und – natürlich – etwas Süßes. Vielleicht auch etwas mehr Süßes. Wir wollten schließlich gründlich recherchieren

Grad, wenn man wenig Zeit hat, ist ein guter Reiseführer Gold wert. Wir nehmen meistens die von Marco Polo und stellen uns damit unsere individuellen Stadt-Touren zusammen. Gemeinsam mit Tipps vom Reiseleiter waren wir auch auf dieser Fahrt bestens gerüstet.
Hier geht’s zum Wien-Reiseführer von Marco Polo.
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Anlegeplatz mit Geschichte
Unsere Anlegestelle hatte die Nummer 8 und lag direkt bei der Franz-von-Assisi-Kirche, die auch als Jubiläumskirchebekannt ist.
Diesen Beinamen trägt sie vermutlich deshalb, weil sie dem 50-jährigen Regierungsjubiläum von Franz Joseph I. von Österreich gewidmet wurde. Dem Bau ging am 19. März 1898 die Gründung eines Komitees voraus, das sich um den Bau einer großen und repräsentativen Kirche kümmern sollte. Wer tiefer eintauchen möchte, findet die ganze Geschichte bei Wikipedia.
Erst einmal ins Grüne
Bevor es aber Richtung Innenstadt und Weihnachtsmarkt gehen sollte, hatten wir ein anderes Ziel: den Donaupark. Laut Google Maps sollten es gemütliche 34 Minuten Fußweg sein. Also machten wir uns gut gelaunt auf den Weg.
Nach dem Verlassen des Schiffes hielten wir uns rechts und liefen bis zur Reichsbrücke.
Die Brücke überspannt auch die Donauinsel. Wir folgten dem einzigen Weg, der zunächst Isidro-Fabela-Promenadeund später Carl-Auböck-Promenade hieß und direkt zum Park führte.
Der Donauturm grüßt schon von Weitem
Schon aus der Ferne konnten wir den Donauturm sehen. Der 1964 errichtete Turm ragt stolze 252 Meter in die Höhe und ist bis heute das höchste Bauwerk Österreichs.
Und wie würde unser ehemaliger Ministerpräsident wohl sagen?
„In nur 35 Sekunden zur Aussichtsplattform auf 150 Meter!“ 😉
Beeindruckend ist das jedenfalls allemal.
Begegnung mit dem Papstkreuz
Nach einigen Minuten erreichten wir die Papstwiese mit dem weithin sichtbaren Papstkreuz.
Das Kreuz besteht aus Stahl, ist 40 Meter hoch und bringt 56 Tonnen auf die Waage – also definitiv nichts für den heimischen Garten. Errichtet wurde es 1983 anlässlich des Besuchs von Johannes Paul II..
Auf der rund 20 Hektar großen Wiese feierten am 11. September 1983 rund 300.000 Gläubige gemeinsam mit dem Papst die Heilige Messe. Ein Ort mit Geschichte – und gleichzeitig eine schöne grüne Oase mitten in Wien.
Mit Volldampf durch den Donaupark
Wer den Park lieber gemütlich erkunden möchte, kann mit der Donauparkbahn eine etwa 20-minütige Rundfahrtmachen und dabei entspannt die vorbeiziehenden Blumenbeete und Wiesen genießen. Eine schöne Möglichkeit – besonders wenn die Beine irgendwann anderer Meinung sind als die eigene Entdeckungslust.
Natur, Spiel und Erholung für alle
Im Park liegt auch der rund 25.000 Quadratmeter große Irissee. Er wurde 1993 vertieft und mit Wasserpflanzen bepflanzt, die als biologische Kläranlage dienen.
Das frühere Seerestaurant am Irissee erhielt ebenfalls eine neue Aufgabe: Es wurde 2011 zum Korea Kulturhausumgebaut.
Für Familien ist der Park ohnehin ein kleines Paradies. Es gibt Spielplätze für Kinder, Fitnessbereiche, Basketball- und Fußballplätze sowie Tischtennisanlagen.
Besonders angenehm fanden wir das barrierefreie Wegenetz. Mit anderen Worten: Hier ist wirklich für alle etwas dabei – egal ob Spaziergänger, Familien, Sportler oder einfach Menschen, die nur die Ruhe genießen möchten.
Selbst im November wunderschön
Der Park gefiel uns ausgesprochen gut – sogar im November. Trotz der Jahreszeit hatte er seinen besonderen Charme und wir hätten locker noch mehrere Stunden dort verbringen können.
Aber unser Tagesprogramm war noch nicht beendet. Schließlich wartete ja noch der Weihnachtsmarkt.
Also ging es zurück zur U-Bahn-Station Kaisermühlen-VIC und mit der Wiener U-Bahn (Linie U1) weiter zum Stephansdom.
Am Stephansplatz angekommen, schlenderten wir erst einmal gemütlich über den Weihnachtsmarkt. Und wie das auf Weihnachtsmärkten so ist: Eigentlich will man nur kurz schauen – und plötzlich bleibt man doch überall stehen.

Weihnachtsmarkt am Stephansplatz – klein, fein und nicht gerade günstig
Unser Fazit zum Weihnachtsmarkt am Stephansplatz: nicht besonders groß, dafür aber durchaus hochpreisig. Also beschlossen wir, uns lieber auf die Suche nach dem angekündigten süßen Highlight zu machen – dem Café AIDA.
In der Singerstraße 1, nur etwa zwei Minuten vom Stephansdom entfernt, wurden wir fündig.
Mission Törtchen erfolgreich
Das Café war allerdings proppenvoll. Kein einziger Platz frei. Offenbar waren wir nicht die Einzigen mit dieser Idee.
Zum Glück lagen unsere Wunschkandidaten noch in der Auslage: Malakoff-Törtchen und Punschkrapferl. Für schlappe 9 Euro wechselten beide den Besitzer und wanderten in unsere Tasche.
Also wieder hinaus und zurück Richtung Stephansdom.
Mittlerweile war ein ziemlich kalter Wind aufgekommen. Deshalb suchten wir uns kurzerhand den Windschatten einer Bude und machten uns dort über unseren Einkauf her.
Beide Teilchen waren wirklich lecker – allerdings ohne Kaffee auch eine ziemlich mächtige Angelegenheit.
Der Glühwein-Sparfuchs schlägt zu
Da es immer kälter wurde und die Sehnsucht nach etwas Heißem wuchs, ließen wir uns von Google Maps zum Weihnachtsmarkt Am Hof führen.
Vom Stephansplatz ging es über den Graben, weiter bis zum Kohlmarkt, dann rechts und gleich wieder links in die Bognergasse – und schon standen wir mitten am Weihnachtsmarkt.
Unser erstes Ziel?
Natürlich der Glühweinstand.
Und dort wartete die Sensation des Tages: Der Glühwein war tatsächlich 40 Cent günstiger!
Also bestellten wir sofort zwei Glühweine und hatten damit auf einen Schlag 80 Cent gespart.
Ist das nichts? Man muss die kleinen Erfolge schließlich feiern.
- Fiaker in Wien
Glühwein in der Hand, Weihnachtsstimmung im Gepäck
Mit dem heißen Glühwein in der Hand schlenderten wir gemütlich über den Weihnachtsmarkt. Es gab zahlreiche Essensbuden, die wir allerdings konsequent ignorierten – schließlich wartete auf der A-Rosa noch ein leckeres Abendessen auf uns. Man muss Prioritäten setzen.
Dazwischen fanden sich Stände mit Kunsthandwerk und Weihnachtsdekoration. Nett anzusehen, aber nichts sprang uns direkt an oder rief laut „Nimm mich mit!“.
Langsam kroch die Kälte jedoch durch Jacke, Schal bis auf die Knochen. Also machten wir uns leicht durchgefroren auf den Rückweg zum Schiff.
Rettung durch Sauna
Am Stephansdom ging es wieder in die Wiener U-Bahn (U1), Ausstieg an der U-Bahn-Station Donauinsel und die letzten Meter legten wir im flotten Eilschritt zurück.
Rauf aufs Schiff, direkt in die Sauna – Auftauprogramm aktiviert.
Herrlich.
Opernabend? Na ja … dachten wir zumindest
Nach einem erneut sehr leckeren Abendessen waren wir gespannt auf die Abendveranstaltung. Angekündigt wurde der Opernsänger Thomas Weinhappel.
Opernsänger? Naja … dachten wir zunächst und überlegten kurz, ob wir heute Abend wirklich bereit für Arien waren.
Zum Glück war unsere Neugier größer.
Und das haben wir keine Sekunde bereut.
Er eröffnete den Abend mit der Arie des Papageno aus Die Zauberflöte. Danach folgte aus Carmen „Auf in den Kampf, Torero“.
Es ging weiter mit „Sterne“ aus Les Misérables und „Maria“ aus West Side Story.
Den Abschluss bildete „My Way“ – auf Deutsch gesungen und mit so viel Gefühl vorgetragen, dass ich tatsächlich Gänsehaut bekam.
Er hat eine großartige Stimme. Der Applaus war entsprechend lang, mit standing Ovation.
Ein gelungener Abschluss – und ein kurzer Blick auf morgen
Schade, dass der Abend schon vorbei war. Es war wirklich ein tolles Konzert und ein rundum gelungener Tag.
Danach gab es noch einen kleinen Absacker, bevor wir uns in die Kabine verabschiedeten.
Denn morgen wartet schon das nächste Ziel: Bratislava.
Da wir bereits um 12 Uhr wieder an Bord sein mussten, würde die Nacht wohl etwas kürzer ausfallen.
Guten Morgen Bratislava!
Frühstück, Jacke an und los – heute stand Bratislava auf dem Programm.
Am Vorabend hatten wir vor dem Konzert noch eine kleine Einführung zur Stadt bekommen und die Route stand praktisch schon fest: Ufo-Brücke, Altstadt, der berühmte „Man at Work“ und natürlich die Pressburg. Also: volles Programm und wenig Zeit.
In der Nacht war ich kurz aufgewacht. Wir lagen bereits an unserer Anlegestelle und direkt vor mir thronte die Most SNP, besser bekannt als Ufo-Brücke.
Natürlich musste sofort ein Foto her.

Eine Brücke wie aus einem Science-Fiction-Film
Wenn man die Brücke sieht, versteht man sofort, warum die Einheimischen ihr den Namen Ufo-Brücke gegeben haben.
Oben auf dem Pylon sitzt tatsächlich etwas, das aussieht, als könnte jeden Moment ein Raumschiff starten. Zur Aussichtsplattform gelangt man entweder per Aufzug oder über Treppen in den Pfeilern – beides allerdings kostenpflichtig.
Oben warten eine Aussichtsplattform sowie Bar und Restaurant. Der Blick über Bratislava soll fantastisch sein.
Flusskreuzfahrt deluxe: mitten hinein statt weit draußen
Ein großer Vorteil von Flusskreuzfahrten ist für uns immer wieder die Lage der Anlegestellen: Man liegt oft direkt mitten in der Stadt.
So auch hier.
Wir mussten lediglich eine Straße überqueren und waren wenige Minuten später schon in der historischen Altstadt von Bratislava.
Bequemer geht es kaum.
Begegnung mit dem berühmtesten Kanalarbeiter der Stadt
Wir schlenderten gemütlich durch die „Old Town“ und erreichten schließlich die berühmte Bronzestatue Čumil.
Er wird meist „Man at Work“ genannt, offiziell heißt er aber Čumil und lugt seit Jahren aus einem Kanaldeckel heraus.
Zu dieser Figur gibt es nicht nur eine Legende, sondern auch eine ziemlich lustige Geschichte – und die mussten wir uns natürlich genauer anschauen
Zuerst die Legende:
Streichelt man dem Kanalarbeiter über den Kopf und wünscht sich etwas, geht der Wunsch in Erfüllung. Viele Leute glauben an die Legende und streicheln den Kopf.
- Statue des arbeitenden Mannes in Bratislava, auch „Čumil“ genannt
Und jetzt zur versprochenen lustigen Geschichte:
Ein älterer Herr stand mit seinem Hund in der Nähe des Čumil und beobachtete schmunzelnd die Touristen. Reihum gingen sie zu der Statue, streichelten den Kopf oder machten Fotos.
Der Mann lächelte die ganze Zeit vor sich hin.
Als ihn jemand fragte, warum er so schmunzeln müsse, antwortete er trocken:
„Mein Hund liebt den Man at Work auch sehr. Deshalb markiert er ihn jeden Tag.“

Bratislava – klein, charmant und absolut sehenswert
Bratislava hat uns wirklich überrascht. Die Stadt ist überschaubar, aber gleichzeitig faszinierend – und vor allem hat sie Charme.
Unser Tipp: Wer hier anlegt, sollte sich vorher ein paar Informationen oder Sehenswürdigkeiten heraussuchen. Dann lässt sich aus dem Aufenthalt deutlich mehr machen. Ein Reiseführer mit Stadtplan kann dabei durchaus hilfreich sein. Käuflich zu erwerben gäb’s den hier.
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Durch die Altstadt zum Hauptplatz
Weiter ging es durch kleine Gassen bis zum Hlavné námestie, dem Hauptplatz der Altstadt.
Dort stehen das Altes Rathaus Bratislava und der Maximiliansbrunnen.
Das Rathaus ist ein gotischer Bau und fiel uns sofort durch sein farbenfrohes Ziegeldach ins Auge. Solche Dächer haben einfach immer etwas Besonderes.
Direkt daneben befindet sich das Primatialpalais.
In diesem klassizistischen Palais aus dem 18. Jahrhundert wurde nach der Schlacht bei Austerlitz – der berühmten Drei-Kaiser-Schlacht – der Friede von Pressburg unterzeichnet.
Da spaziert man gemütlich durch die Altstadt – und steht plötzlich mitten in europäischer Geschichte.
Durch das Michaelertor hinauf zur Pressburg
Ein paar Meter weiter entdeckten wir die Jesuitenkirche Bratislava.
Auf unserem Weg Richtung Burg durchquerten wir anschließend das Michaelertor – das einzige erhaltene Stadttor der mittelalterlichen Befestigungsanlage.
Dort bogen wir links ab und machten uns an den Aufstieg zur Burg Bratislava, die von vielen auch noch Pressburg genannt wird.
Unterwegs kamen wir an einer Kirche vorbei, die optisch eher nach Südeuropa gepasst hätte. Mit ihrer hellen Fassade wirkte sie fast ein wenig mediterran – als hätte sie sich versehentlich nach Bratislava verirrt.
Der Aufstieg lohnt sich
Die Burg liegt auf einem rund 85 Meter hohen Hügel.
Der Weg nach oben war stellenweise durchaus steil und etwas schweißtreibend, aber spätestens oben war jede Mühe vergessen.
Der Ausblick war einfach großartig.
Unter uns lag Bratislava mit der markanten Most SNP und dem langen blauen Band der Donau.
Dazu ein strahlend blauer Himmel über uns – Postkartenwetter inklusive.
Burg, Museum und ein Garten im Winterschlaf
Wir umrundeten die Burg, in der sich heute das Historische Museum befindet, und warfen auch einen Blick in den Barockgarten.
Im November wirkte er natürlich etwas ruhiger, aber man konnte sich gut vorstellen, wie wunderschön er im Sommer aussehen muss.
Leider drängte langsam die Zeit und wir mussten uns auf den Rückweg machen.
Abschied von Bratislava – und vom Kanalarbeiter
Diesmal wählten wir den direkten Weg zurück in die Stadt: durch einen Teil des Gartens, über einige Treppen und anschließend auf einem schönen Weg bergab.
Wieder ging es durch die romantischen Gassen der Altstadt vorbei an hübschen Cafés und kleinen Kneipen.
Und natürlich kamen wir auch noch einmal an unserem alten Bekannten vorbei: dem Čumil.
Gerade wurde er von mehreren Asiatinnen liebevoll gestreichelt und fotografiert. Offenbar hatte er nichts von seiner Anziehungskraft verloren.
Ob sein vierbeiniger Verehrer später auch noch vorbeischaute, konnten wir allerdings nicht mehr überprüfen.
Kurs auf Linz
Pünktlich um 12 Uhr hieß es: Leinen los und Abschied von Bratislava. Unser nächstes Ziel: Linz.
Knobelpech und musikalische Herausforderungen
Nach dem Abendessen begann wieder das Abendprogramm.
Zuerst wurde die Lösung des täglichen Kopfnuss-Rätsels aufgelöst. Wir hatten tatsächlich die richtige Antwort – wurden aber leider nicht gezogen. Pech gehabt.
Für den Abend hatte sich Olaf dann noch etwas Besonderes ausgedacht: ein Musikquiz mit 20 Fragen.
Wir schlugen uns tapfer und kamen auf 17 richtige Antworten. Der Sieger hatte allerdings 18 Treffer.
Knapp daneben – aber es hat richtig Spaß gemacht.
Wien bei Nacht
Obwohl es schon spät war, gingen wir noch einmal aufs Sonnendeck.
Die Nacht war sternenklar und in der Ferne konnten wir bereits Wien erkennen.
Ganz automatisch summten wir beide:
„Haben Sie Wien schon bei Nacht geseh’n …“
Romantischer Moment inklusive.
Nur leider gewann am Ende die Kälte. Also Rückzug in die warme Kabine.
Flussfahrt mit Hindernissen und Linz am Abend
Schleusen statt Stadtbesichtigung
Am nächsten Morgen – nachdem wir die ganze Nacht gefahren waren – stand eigentlich Linz auf dem Programm.
Geplante Anlegezeit: 14 Uhr.
Es war kalt, aber sonnig. Also machten wir es uns gemütlich und beobachteten die vorbeiziehende Landschaft. Zu sehen gab es Burgen, Burgruinen, viel Natur und sogar eine Burg der Habsburger.
Alles sehr idyllisch.
Wir freuten uns schon auf Linz und hatten unsere Pläne im Kopf bereits fertig.
- Mit dem Schiff auf der Donau.
Der Gegner des Tages: die Schleusen
Was wir allerdings nicht eingeplant hatten:
Stau vor den Schleusen.
Und zwar nicht nur vor einer.
Vor jeder.
Und davon gab es reichlich.
Die Zeit verging. Es wurde 15 Uhr – und von Linz war noch immer nichts zu sehen.
Dafür aber viele Schiffe.
Sehr viele Schiffe.
Eine regelrechte Warteschlange vor den Schleusen.
Gedämpfte Stimmung in der Panorama-Lounge
Irgendwann wurde es uns draußen zu kalt und wir zogen uns leicht verstimmt in die Panorama-Lounge zurück.
Dort stellten wir fest: Wir waren nicht die Einzigen mit leicht eingetrübter Laune.
Natürlich war allen klar, dass niemand an Bord etwas für die Verzögerung konnte. Trotzdem hätten wir den Nachmittag lieber in Linz verbracht als in einem schwimmenden Stau vor einer Schleuse.
Flusskreuzfahrt kann eben auch mal Verkehrsprobleme auf dem Wasser bedeuten.
Olaf gegen schlechte Stimmung – Runde eins: Bingo
Olaf merkte ziemlich schnell, dass die Stimmung an Bord etwas gelitten hatte. Also trat er – wie immer gut gelaunt – auf den Plan und lud uns strahlend zu Bingo ein.
Zwei Scheine für 10 Euro.
Wir hatten bis dahin noch nie Bingo gespielt und ehrlich gesagt auch nicht wirklich Lust darauf.
Aber irgendwie ließen wir uns doch überreden.
Also kauften wir zwei Scheine.
Und was sollen wir sagen? Es machte tatsächlich Spaß.
Leider fehlte uns das berühmte Quäntchen Glück. Immer fehlte genau eine Zahl. Wirklich immer. Gefühlt stand der Gewinn ständig direkt vor uns und bog dann im letzten Moment doch noch falsch ab.
Endlich Linz in Sicht!
Mittlerweile war es nach 17 Uhr geworden und draußen bereits dunkel, als plötzlich die gut gelaunte Stimme des Kapitäns durch das Schiff hallte:
„Wir nähern uns Linz. Anlegezeit 18 Uhr.“
Unsere spontane Reaktion:
Na super … und was soll man um 18 Uhr noch groß anfangen?
Die ursprünglich geplante Besichtigung konnten wir damit natürlich abhaken.
Aber ganz wollten wir Linz dann doch nicht kampflos aufgeben.
Abendspaziergang statt Stadtprogramm
Also beschlossen wir zumindest noch einen kleinen Spaziergang zu machen.
Unser Schiff legte direkt bei der Nibelungenbrücke an.
Immerhin ein guter Ausgangspunkt – und besser ein kleiner Abendbummel als gar kein Linz.
Außerdem hat eine Stadt bei Dunkelheit ja manchmal ihren ganz eigenen Charme.


Zugegeben, wir wären gerne länger in Linz geblieben. Aber unser kurzer Aufenthalt hat Lust auf mehr gemacht. Wenn wir das nächste Mal da sind, bereiten wir uns richtig vor und schauen uns die Stadt dann mit ganz anderen Augen an. Eine gute Städte-Info über Linz inkl. Stadtplan gibt es hier.
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Abendspaziergang durch Linz – mit Wiedersehensfreude
Von der Ernst-Koref-Promenade schlenderten wir gemütlich zum Hauptplatz Linz und weiter Richtung Schmidtorstraße, die schließlich in die Landstraße mündet.
Rechts von uns ließen wir den Stiegl-Klosterhof mit seinem Weihnachtsmarkt liegen.
Nicht etwa, weil er uns nicht interessierte – ganz im Gegenteil.
Wir waren letztes Jahr bereits dort und waren damals richtig begeistert. Besonders die kleinen Nischen, die gemütliche Atmosphäre und natürlich der leckere Glühwein sind uns in Erinnerung geblieben.
Ein wirklich schöner Weihnachtsmarkt und absolut sehenswert.
Der Dom leuchtet in Magenta
Ein Stück weiter, an der Mozartkreuzung, tauchte plötzlich zwischen den Häusern der Mariä-Empfängnis-Dom auf.
Der neugotische, römisch-katholische Kirchenbau wird auch Mariendom oder Neuer Dom genannt.
Besonders beeindruckend wirkte er an diesem Abend, weil er in Magentatönen angestrahlt wurde und förmlich zwischen den Häusern hervorlugte.
Das sah richtig schön aus – fast ein wenig mystisch und definitiv ein Hingucker in der Dunkelheit.
Süße Mitbringsel müssen sein
Dann entdeckten wir endlich eine Bäckerei – und natürlich konnten wir nicht widerstehen.
Wir kauften Linzer Augen und Neukirchner Krapferl. Beides sah ausgesprochen lecker aus.
Und mal ehrlich: Irgendetwas muss man doch aus dem Urlaub mit nach Hause bringen. Wenn es dann auch noch essbar ist – umso besser. 😉
Rückzug ins Warme
Mittlerweile war es allerdings empfindlich kalt geworden.
Also traten wir den schnellsten Rückweg an und steuerten unser angenehm warmes Schiff an. Nach dem langen Tag fühlte sich das fast ein bisschen wie Heimkommen an.
Leuchtender Abschluss an der Donau
Bevor wir an Bord gingen, machten wir noch ein paar Fotos vom Ars Electronica Center, das auf der anderen Donauseite lag.
Das futuristisch wirkende Gebäude gilt als Zentrum der UNESCO Creative Cities Network-Auszeichnung „City of Media Arts“ und leuchtete eindrucksvoll in der Dunkelheit.
Farbenspiel an der Donau
Besonders beeindruckend war das Farbspiel des Ars Electronica Centers. Mal leuchtete es grün, dann blau, anschließend wieder in anderen Farben.
Zusammen mit der spiegelnden Donau sah das wirklich wunderschön aus und bildete einen gelungenen Abschluss unseres Linz-Abends.
Dann meldete sich allerdings ein nicht ganz so kleines Hüngerchen – und wir machten uns zügig auf den Weg in den Speisesaal. 😉
Abschiedsabend in gemütlicher Runde
Nach einem wieder einmal leckeren Abschiedsessen verbrachten wir den restlichen Abend in der Lounge.
Dort kamen wir mit einem Paar ins Gespräch und unterhielten uns angeregt. Die Zeit verging wie im Flug.
Erst als die Kellner langsam begannen aufzuräumen und dezente Signale in Richtung „Feierabend“ sendeten, machten auch wir uns auf den Weg in die Kabine.
Heimreise mit kleiner Überraschung
Am nächsten Morgen hieß es leider schon wieder Abschied nehmen.
Unser Shuttle nach Engelhartszell sollte um 8.30 Uhr starten. Nach einem frühen Frühstück packten wir unsere Sachen zusammen und machten uns auf den Weg.
Die Rückfahrt verlief völlig problemlos und wir kamen pünktlich am Bahnhof an.
Und – kaum zu glauben – wir erreichten tatsächlich unseren Zug.
Die Deutsche Bahn und wir hatten also diesmal Frieden geschlossen. 😄
Fazit: Sicher nicht die letzte A-Rosa-Reise
Auch diese Reise mit A-ROSA Flussschiff GmbH hat uns wieder viel Freude gemacht.
Wir haben viel gesehen, sehr lecker gegessen, nette Menschen kennengelernt und eine Crew erlebt, die jederzeit freundlich und hilfsbereit war.
Für uns steht fest: Das war definitiv nicht unsere letzte A-Rosa-Reise.
Denn auf unserer Wunschliste stehen noch einige Flüsse:
🌊 Rhein – Vater Rhein
🍇 Mosel
🇫🇷 Rhône
Reisepläne gibt es also schon genug

Viele (aber nicht alle) unserer Fotos machen wir mit der EOS R10 von Canon. Wir verwenden Sie im Moment mit dem mitgelieferten RF-S 18-45mm F4.5-6.3 is STM Zoomobjektiv.
Und wir lernen die Möglichkeiten dieser tollen Kamera gerade erst kennen.
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