Städtereise nach Leipzig
Ein Tag in Leipzig. Auf dem Weg nach Berlin machte Petra mit unseren beiden Söhnen Zwischenstation in Leipzig. Neben klassischen Sightseeing gab es auch einen Besuch in einem bemerkenswertem Café.
Fazit: Leipzig ist eine Reise wert.
Reisezeitraum: 1. Mai 2026
Hotel: Voyage Penison Leipzig, gebucht beiBooking.com
Text: Petra
Fotos: Petra
Formel E statt Formel 1
„Mum, hast du Lust, am 2. Mai mit zum Formel-E-Rennen nach Berlin zu fahren? Ich habe noch einen Gutschein von meinem Bruder.“
Diese Frage stellte mir unser Großer. Zur Erklärung: Wir beide waren bereits einige Male gemeinsam beim Formel-1-Rennen in Ungarn. Da musste ich natürlich nicht lange überlegen.
„Willst du dann nicht lieber mit deinem Bruder fahren? Oder wollen wir vielleicht zu dritt fahren?“, fragte ich zurück. Schließlich verbringe ich sehr gerne Zeit mit meinen Söhnen.
„Den Kleinen können wir ja mal fragen.“
Unser Kleiner war sofort begeistert. Damit stand fest: Wir machen einen Söhne-Mama-Ausflug.
Auf der Suche nach einer bezahlbaren Unterkunft
Nun musste nur noch eine Unterkunft her. Drei Einzelzimmer sollten es sein – und zwar zu einem Preis, bei dem man nicht erst einen Kredit aufnehmen muss. Ich war jedenfalls nicht bereit, für eine Nacht ein halbes Vermögen auf den Tisch zu legen.
„Was hältst du von Leipzig? Dann hätten wir schon die halbe Strecke geschafft und könnten außerdem noch etwas Sightseeing machen.“
Den Vorschlag fand ich hervorragend, denn ich war noch nie in Leipzig gewesen.
Zwischenstopp in Leipzig
So machten wir uns am 1. Mai nach dem Frühstück zu dritt auf den Weg. Wir nahmen die A72, die etwas kürzer und auch weniger befahren war, und erreichten Leipzig in knapp zwei Stunden.
Da wir mit einem Elektroauto unterwegs waren, steuerten wir zunächst den Augustusplatz an. Direkt gegenüber vom Gewandhaus fanden wir eine freie Ladesäule. Während unser Auto Strom tankte, beschlossen wir, die Zeit für einen ersten Spaziergang durch die Stadt zu nutzen.
Der Mendebrunnen begrüßt uns
Wir überquerten die Straße und gingen am Mendebrunnen vorbei Richtung Innenstadt. Rund um einen imposanten, 18 Meter hohen Granit-Obelisken gruppieren sich mehrere Bronzefiguren, von denen einige munter Wasser in das Becken speien. Ein schöner Anblick – und an warmen Tagen sicherlich eine Versuchung für so manchen erhitzten Touristen.
Gestiftet wurde der Brunnen von Marianne Mende (1807–1881), die ihrer Heimatstadt Leipzig damit etwas Gutes tun und sie verschönern wollte. Das ist ihr zweifellos gelungen.
Hinter dem Brunnen ragt das markante MDR-Gebäude in die Höhe und bildet einen interessanten Kontrast zwischen historischer Pracht und moderner Architektur.
Ein Paradies für Fotografen
Bevor wir weitergingen, fand ich natürlich noch ein Motive. Das Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli – zog mich sofort in seinen Bann. Für Fotobegeisterte wie mich ein absolutes Muss. Meine Söhne kennen diese spontanen Stopps inzwischen und nehmen sie mit stoischer Gelassenheit hin. Zumindest beschwert sich lieber keiner.
Das multifunktionale Gebäude der Universität Leipzig wurde nach den Plänen des niederländischen Architekten Erick van Egeraat errichtet und nach zehnjähriger Bauzeit im Jahr 2017 eingeweiht. Unter seinem Dach vereint es wissenschaftliche Institute, die Aula und die Universitätskirche St. Pauli. Besonders beeindruckend: Kirche und Aula können durch eine Glaswand voneinander getrennt werden – eine gelungene Verbindung von Tradition und Moderne.
Glockenmänner mit Arbeitsmoral
Ein weiteres Gebäude, das sofort meine Aufmerksamkeit auf sich zog, war das Kroch-Hochhaus. Es war das erste Bürohochhaus und zugleich das erste Hochhaus Leipzigs.
Besonders ins Auge fallen die beiden 3,30 Meter großen kupfernen Glockenmänner hoch oben auf dem Dach. Zu jeder vollen Stunde schlagen sie auf drei Glocken – ein Schauspiel, das wir leider verpasst haben. Schade eigentlich, denn das hätten wir uns gerne angesehen.
Unterhalb der Uhr befindet sich noch eine weitere Besonderheit: eine Mondphasenanzeige, flankiert von zwei goldenen Löwen. Darunter steht die lateinische Inschrift „Omnia vincit labor“ – „Arbeit besiegt alles“.
Von Säulen, Erkern und großen Dichtern
Nun ging es aber endlich weiter. Auf dem Nikolai Kirchhof bewunderten wir die 16,5 Meter hohe, klassizistische weiße Nikolai-Säule, die von einer Krone aus grünen Palmblättern geschmückt wird. Sie erinnert an die Friedliche Revolution von 1989 und ist wirklich ein beeindruckender Blickfang.
Wenig später entdeckte ich einen wunderschönen Erker. Und wer mich kennt, weiß: Bei Erkern werde ich schwach. Ich hätte ja selbst liebend gerne einen. Natürlich musste sofort ein Foto her. Während ich auf den Auslöser drückte, richtete ich den Erker gedanklich bereits ein: eine schöne Leselampe, ein bequemer Sessel mit Fußhocker, ein kleines Tischchen für die Teetasse und natürlich ein Regal voller Bücher. Wahrscheinlich wäre ich dort erst wieder aufgestanden, wenn der Tee alle und das Buch ausgelesen gewesen wäre.
Wir schlenderten weiter und standen plötzlich vor der Mädler-Passage.
Luxus, Geschichte und Goethes Spuren
Die prachtvolle Einkaufspassage mit ihrer luxuriösen Architektur zählt zu den bekanntesten Ladenstraßen Leipzigs. Zwischen eleganten Geschäften und kunstvollen Verzierungen fühlt man sich fast ein wenig in eine andere Zeit versetzt.
Hier befindet sich auch der berühmte Auerbachs Keller – jenes traditionsreiche Restaurant, das durch Goethes Faust weltberühmt wurde. Selbst, wer das Werk nie gelesen hat, kennt meist den Namen. Und wer Faust in der Schule lesen musste, erinnert sich möglicherweise sogar noch daran – wenn auch nicht unbedingt mit Begeisterung.
Menschenmassen und Renaissanceflair
Unser Weg führte uns weiter zum Marktplatz. Dort drängten sich allerdings so viele Menschen, dass uns ein Blick aus sicherer Entfernung völlig ausreichte.
Nur wenige Schritte weiter standen wir vor dem Alten Rathaus. Es gilt als einer der bedeutendsten Profanbauten der Renaissance in Deutschland und beeindruckte uns sofort mit seiner prächtigen Fassade.
Süßer Name, schönes Ambiente
An der Rückseite des Alten Rathauses liegt der Naschmarkt – ein kleiner, charmanter Platz mit historischem Flair. Seinen verführerischen Namen verdankt er dem früheren Handel mit Obst und Zuckerwaren. Schon damals wusste man offenbar, was gut ist.
In den wärmeren Monaten laden hier zahlreiche Cafés zu einer mehr oder weniger langen Pause ein – je nachdem, wie müde die Füße und wie groß der Appetit auf Kaffee und Kuchen sind.
Am Nordende des Platzes steht die barocke Alte Börse, ein prachtvolles Gebäude aus dem 17. Jahrhundert. Einst trafen sich hier Kaufleute, um Geschäfte abzuschließen, heute finden in den historischen Räumen unter anderem Konzerte statt.
Direkt davor, auf einer kleinen Grünfläche, entdeckten wir das Denkmal des jungen Wolfgang von Goethe. Der Dichter blickte gelassen über den Platz – vermutlich deutlich entspannter, als er es während seiner Studienzeit gewesen war.
Eis geht immer
Da meine Jungs so geduldig mit mir durch Leipzig geschlendert waren und immer wieder warten mussten, während ich fotografierte oder mir irgendein Gebäude genauer ansah, beschloss ich, sie auf ein Eis einzuladen. Man muss sich seine Begleitpersonen schließlich bei Laune halten – besonders, wenn man als Mutter zu spontanen Fotostopps neigt.
Auf dem Weg zum Bahnhof
Langsam machten wir uns auf den Weg Richtung Bahnhof. Am Richard-Wagner-Platz entdeckten wir die Pusteblumen-Brunnen, charakteristische Edelstahlbrunnen des Leipziger Bildhauers Harry Müller. Besonders in den Abend- und Nachtstunden sollen sie stimmungsvoll beleuchtet werden und ein beeindruckendes Licht- und Wasserspiel erzeugen.
Leider waren wir auch diesmal nicht „just in time“. Irgendwie schafften wir es auf dieser Reise erstaunlich zuverlässig, alle besonderen Vorführungen knapp zu verpassen. Vielleicht sollten wir künftig unter dem Motto reisen: „Wir waren da – nur leider zur falschen Zeit.“
Tapfer bis zum Ziel
Auf unserem weiteren Weg durch einen Park fiel unser Blick auf die gegenüberliegende Seite, wo die Evangelisch-reformierte Kirche mit ihrem 67 Meter hohen Turm emporragt. Der imposante Bau im neobarocken Stil ist schon von Weitem nicht zu übersehen.
Langsam machten sich die vielen gelaufenen Kilometer bemerkbar. Meine Beine wurden zunehmend schwer – ganz im Gegensatz zu den Beinen meiner Söhne, die offenbar mit eingebautem „Ich-werde-nicht-müde-Modus“ unterwegs waren. Aber nachdem keiner von ihnen gemeckert hatte, wenn er mal wieder an einem meiner unzähligen Fotostopps warten musste, hielt auch ich tapfer durch.
Ein Paradies für Japan-Fans
Schließlich kam der Bahnhof in Sicht. Wir überquerten die Straße, stiegen die Treppen hinauf und betraten die Bahnhofshalle.
Meine Jungs entdeckten sehr schnell den „Ramenlover“, einen japanischen Supermarkt. Während sie begeistert durch die Regale stöberten und sich mit allerlei japanischen Spezialitäten eindeckten, gönnte ich mir eine wohlverdiente Pause auf einer Bank vor dem Geschäft. Meine Füße hatten sich die Ruhe mehr als verdient.
Mit vollen Taschen zum nächsten Ziel
Bepackt, aber glücklich verließen meine Söhne den Laden. Unser nächstes Ziel hieß: Auto. Schließlich wollten wir noch zum Völkerschlacht Denkmal fahren. Außerdem hatte unser Großer für 17 Uhr einen Tisch im Katzen-Tempel reserviert. Darauf war ich schon sehr gespannt und freute mich riesig. Bis dahin blieb jedoch noch genügend Zeit.
Also verließen wir den Bahnhof, überquerten erneut die Straße und spazierten durch den Park in Richtung Augustusplatz. Unser Weg führte an einem Teich entlang. Dabei grüßten wir respektvoll Richard Wagner, der von seinem Sockel aus ernst und leicht gelangweilt auf die vorbeiziehenden Menschen herabblickte. Vielleicht hatte er an diesem Tag einfach schon zu viele Touristen gesehen.
Auf zum Völkerschlacht Denkmal
Schon bald hatten wir unser Auto erreicht. Da wir inzwischen eine ganze Weile zu Fuß unterwegs gewesen waren, freuten sich vor allem meine Beine über die Aussicht, die nächsten Kilometer sitzend zurücklegen zu dürfen.
Gut zwanzig Minuten später standen wir vor dem beeindruckenden Denkmal.
Unser Tipp: Leipzig mit einem guten Reiseführer entdecken
Gerade wenn man nur ein oder zwei Tage Zeit hat, hilft ein guter Reiseführer dabei, die Highlights der Stadt zu finden und den Aufenthalt besser zu planen. Gerade wenn man – wie wir – Städte gerne zu Fuß erkundet, leistet der hier (gibt es auch für andere Städte) gute Dienste.
Natürlich entdeckt man unterwegs auch viele Orte ganz spontan. Trotzdem hilft so ein Buch ungemein, um sich seine Route zumindest grob zurecht zu legen.
Wenn Ihr Leipzig ebenfalls auf eigene Faust entdecken möchtet, können wir Euch diesen Reiseführer guten Gewissens empfehlen.
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Ein Monument der Geschichte
Das monumentale Bauwerk gehört zu den größten Denkmälern Europas. Es erinnert an die legendäre Völkerschlacht von 1813, in der Napoleon von den verbündeten Heeren Russlands, Preußens, Österreichs und Schwedens besiegt wurde.
Das 91 Meter hohe Völkerschlacht Denkmal wirkt mit seiner massiven Bauweise fast wie eine mittelalterliche Festung. Mehr als 500 Stufen führen hinauf zur Aussichtsplattform. Im Inneren befinden sich eine Ruhmeshalle und eine Krypta. Heute gilt das Denkmal als Symbol für Frieden und Versöhnung.
Besonders eindrucksvoll ist auch das vorgelagerte Wasserbecken. Es soll die Tränen der Hinterbliebenen der mehr als 120.000 Gefallenen symbolisieren – ein bewegender Gedanke, der dem ohnehin schon imposanten Ort eine nachdenkliche Note verleiht.
Hoch hinaus – zumindest teilweise
Wir gingen um das Becken herum zum Denkmal und stiegen die Stufen zur mittleren Plattform auf
57 m Höhe hinauf. Diese ist sowohl über Treppen – immerhin 364 Stufen ab der Krypta – als auch bequem mit zwei Aufzügen erreichbar.
Da wir bekanntlich fit wie Turnschuhe sind, ignorierten wir den Aufzug natürlich konsequent.
Oben angekommen bot sich bereits ein weiter Blick über Leipzig. Ehrlich gesagt reichte mir diese Aussicht vollkommen aus. Meine Söhne sahen das naturgemäß anders. Junge Beine kennen schließlich weder Müdigkeit noch Gnade und nahmen die verbleibenden 136 Stufen bis ganz nach oben locker in Angriff.
Während die beiden noch höher hinaus wollten, genoss ich die Aussicht und gönnte meinen Beinen eine kleine Verschnaufpause.
Nachdem wir wieder vereint waren, umrundeten wir das Denkmal und spazierten durch eine von Bäumen gesäumte Allee zurück zum Auto.
Auf zum Katzen-Tempel
Unser nächstes Ziel war der Katzen-Tempel in der Nürnberger Straße 1.
Mittlerweile hatten wir alle ordentlich Hunger und freuten uns nicht nur auf das Essen, sondern natürlich auch auf die Katzen. Nachdem wir in der Nähe erneut eine Ladesäule für unser Auto gefunden hatten, machten wir uns auf den Weg.
Obwohl wir etwas zu früh eintrafen, bekamen wir sofort unseren Tisch. Kaum saß ich, hielt ich auch schon Ausschau nach den vierbeinigen Bewohnern. Doch die lagen in Körbchen oder Höhlen und hielten Siesta.
Schnurrende Bewohner mit Geschichte
Was ich bis dahin noch nicht wusste: Die Tempelkatzen haben hier ein dauerhaftes Zuhause gefunden. Jede Katze und jeder Kater bringt seine ganz eigene Geschichte mit. Eines haben jedoch alle gemeinsam – sie stammen aus dem Tierschutz. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Hilfsorganisationen konnten die Samtpfoten aufgenommen werden und fanden hier eine neue Familie.
Eine ausgesprochen freundliche Servicekraft brachte uns die Speisekarten. Ich studierte das Angebot eingehend. Von Frühstück über Sandwiches, Burger und Bowls bis hin zu verführerischen Nachspeisen war alles vertreten. Auch an kreativen alkoholfreien Getränken mangelte es nicht.
Kurz gesagt: Die Auswahl war groß – und die Entscheidung entsprechend schwierig.
Kulinarische Qual der Wahl
Doch der Hunger zwang uns schließlich zu einer Entscheidung. Nach einigem Überlegen gaben wir unsere Bestellung auf. Lange warten mussten wir nicht. Schon kurze Zeit später servierte uns die freundliche Bedienung unsere Gerichte.
Burger, Bowl und Sandwich sahen nicht nur hervorragend aus, sondern ließen uns auch sofort das Wasser im Mund zusammenlaufen. Und was soll ich sagen? Unsere Augen leuchteten.
Wenn Katzen erwachen
Während wir genussvoll aßen, wurden auch die kleinen Tempelbewohner langsam munter. Allerdings stand zunächst Fellpflege auf dem Programm. Und wie jeder Katzenbesitzer weiß: Während der Körperpflege gilt absolutes „bitte nicht stören“.
Als wir uns gerade gemütlich unterhielten, beobachteten wir, wie eine Servicekraft mit den Katzen spielte. Da sie aber vermutlich nicht ausschließlich zur Unterhaltung der Samtpfoten angestellt worden war, übernahmen wir diese Aufgabe gerne.
Wir durften mit den Katzen spielen – streicheln oder gar eine Katze auf den Schoß nehmen? Keine Chance. Trotz ihres neuen und liebevollen Zuhauses hatten die Tiere ihre natürliche Scheu behalten. Aber gerade das machte sie irgendwie besonders. Schließlich sollen Katzen ja ihren eigenen Kopf haben. Und diese hier hatten offenbar beschlossen, dass wir zwar als Spielkameraden geeignet waren, als Kuschelpartner jedoch eindeutig durchfielen. Ein bisschen traurig war ich schon darüber, denn Katzen kamen immer gerne zu mir.
Abschied von den Samtpfoten
Viel zu schnell verging die Zeit. Schließlich verabschiedeten wir uns von den schnurrenden Bewohnern und machten uns auf den Weg zu unserer Pension – satt, gut gelaunt und um eine schöne Begegnung reicher.
Ein gemütliches Quartier für die Nacht
Die Voyage Pension in der Erikenstraße 8 in Hartmannsdorf-Knautnaundorf war keine halbe Stunde vom Katzen-Tempel entfernt.
Über Booking.com hatte ich drei Einzelzimmer gebucht. Bekommen haben wir ein Doppelzimmer mit Bad und kleiner Küche inklusive Herdplatte, Wasserkocher und Kühlschrank, ein weiteres Doppelzimmer mit Bad sowie ein Einzelzimmer ohne eigenes Bad. Das lag allerdings direkt neben dem Zimmer und stellte daher überhaupt kein Problem dar.
Die Zimmer waren zwar ohne großen Schnickschnack eingerichtet, aber es war alles vorhanden, was man für eine Übernachtung braucht. Die Allergiker freundliche Unterkunft verfügte zudem über WLAN und einen Flachbild Fernseher. Ein kostenloser Parkplatz und ein schöner Biergarten rundeten das Ganze ab.
Auf ein Frühstück hatte ich Beim Buchen bewusst verzichtet, da wir am nächsten Morgen bereits um 6 Uhr wieder aufbrechen mussten. Eigentlich sehr schade, denn die Umgebung hätte durchaus zu einem längeren Aufenthalt eingeladen.
Viel zu entdecken
Nicht weit entfernt liegen gleich drei Seen: der Cospudener See mit seinem Sandstrand, der Zwenkauer See und der Markkleeberger See mit seinen zahlreichen Freizeitmöglichkeiten. Auch das Schloss Knauthain im französisch-klassizistischen Stil ist einen Besuch wert. Und wer mit Kindern unterwegs ist oder Spaß an Freizeitparks hat, findet mit Belantis ebenfalls ein attraktives Ausflugsziel in unmittelbarer Nähe.
Man kann also durchaus sagen, dass die Voyage Pension äußerst günstig liegt und auch günstig im Preis ist– egal, ob man allein, zu zweit oder mit der Familie unterwegs ist und aktiv sein möchte.
Skib-Bo statt Fernsehabend
Wir wurden sehr freundlich begrüßt, bekamen unsere Schlüssel und checkten ein. Anschließend wurde unser Auto erneut an eine Ladesäule gehängt. Diese lag zwar etwas entfernt, aber da unser Großer gerne joggt, war das für ihn eher ein Bonusprogramm als ein Problem.
Später trafen wir uns noch im Biergarten und spielten eine Runde Skib-Bo. Ein schöner Abschluss für einen erlebnisreichen Tag.
Allzu spät durfte es allerdings nicht werden, denn am nächsten Morgen klingelte der Wecker bereits um 5.30 Uhr. Oder anders gesagt: Zu dieser Uhrzeit endet die Nacht eigentlich gerade erst.
Fazit: Leipzig – wir kommen wieder
Leipzig hat uns sehr positiv überrascht. Die Stadt ist abwechslungsreich, lebendig und voller interessanter Sehenswürdigkeiten. Leider haben wir bei unserem kurzen Aufenthalt nur einen kleinen Bruchteil dessen gesehen, was Leipzig zu bieten hat. Auch der Zoo soll absolut sehenswert sein und steht deshalb bereits auf unserer Liste für einen zukünftigen Besuch.
Ebenso positiv überrascht hat mich die Voyage Pension. Vielleicht lag das ja schon am Namen. Warum? Ganz einfach: Ich bin bekennender ABBA-Fan, und das nach 40 Jahren erschienene Comeback-Album trägt schließlich den Titel Voyage. Nomen est omen, könnte man also sagen.
Sollten wir Leipzig noch einmal genauer erkunden – und das werden wir ganz bestimmt, dann allerdings gemeinsam mit meinem Mann –, werden wir auf jeden Fall wieder in der Voyage Pension Quartier beziehen. Manche Orte verdienen eben ein Wiedersehen.
Viele (aber nicht alle und bei diesem Städte-Tripp gar keine) unserer Fotos machen wir mit der EOS R10 von Canon. Wir verwenden Sie im Moment mit dem mitgelieferten RF-S 18-45mm F4.5-6.3 is STM Zoomobjektiv.
Und wir lernen die Möglichkeiten dieser tollen Kamera gerade erst kennen. Gekauft haben wir sie hier.
Hinweis: Wenn Ihr über unseren Link bestellt, erhalten wir eine kleine Provision. Für Euch bleibt der Preis selbstverständlich gleich. Damit unterstützt Ihr unseren Reiseblog – vielen Dank!
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Petra und Harald Graf