Auszeit in Bad Griesbach
Die Hurtigruten-Reise lag inzwischen schon eine ganze Weile zurück, und die sommerliche Hitze machte mir ordentlich zu schaffen. Ich brauchte dringend eine kleine Auszeit – am besten ein Wellnesswochenende. Aber wohin so kurzfristig? Im schönen Bad Griesbach, wo wir schon mehrfach waren, ergab es sich.
Hotel: Hartls Parkhotel Bad Griesbach
Reisezeitraum: 01.08.2026 bis 03.08.2026
Gebucht bei: Secret Escapes
Text: Petra
Fotos: Petra und Harald
Spontan ins Wellnessglück
Plötzlich fiel mir etwas auf: Von Secret Escapes hatte ich schon ewig keine Angebote mehr bekommen. Das konnte doch nicht sein! Schließlich hatten wir bereits mehrere Reisen dort gebucht und waren jedes Mal begeistert von den Hotels. Also stellte sich die Frage: Wo waren die ganzen Schnäppchen geblieben?
Mein erster Verdacht: der Spam-Ordner. Und tatsächlich – dort herrschte reger Reiseverkehr. Es wimmelte nur so von verlockenden Angeboten. Na bitte! Also begann die Schnäppchenjagd.
Lange suchen mussten ich nicht. Schon bald stach mir das Hartls Park-Hotel in Bad Griesbach ins Auge: vier Sterne, Halbpension, Therme, Fitnessraum, Außenpool und ein wunderschöner Garten zum Entspannen. Genau das, was wir brauchten. Das Beste daran: von Samstag bis Montag mit satten 42 Prozent Rabatt.
Da gab es nicht mehr viel zu überlegen. Spontane Entscheidungen sind oft die besten Entscheidungen. Also klickten wir kurzerhand auf „Buchen“ – und die Vorfreude konnte beginnen.
Und am 1. August war es endlich so weit. Die Koffer waren gepackt, alles im Auto verstaut, und wir machten uns auf den Weg nach Bad Griesbach.
Da in Bayern gerade die Sommerferien begonnen hatten, verzichteten wir lieber auf die Autobahn und fuhren entspannt über die B85 und B20. Die Entscheidung erwies sich als goldrichtig. Rund zweieinhalb Stunden später standen wir bereits vor dem Hartls Park-Hotel.
Ein herzlicher Empfang mit Prosecco
An der Rezeption wurden wir herzlich empfangen. Die freundliche Mitarbeiterin erklärte uns alles Wichtige, überreichte einen Lageplan, der uns die Orientierung im weitläufigen Hotel erleichtern sollte, und händigte uns die Zimmerschlüssel aus. Dann verabschiedete sie uns mit einem Lächeln:
„Schauen Sie sich erst einmal in Ruhe Ihr Zimmer an. Sollte irgendetwas nicht zu Ihrer Zufriedenheit sein, kommen Sie einfach zu mir. Und danach lade ich Sie auf einen gut gekühlten Prosecco ein.“
Das klang ganz nach unserem Geschmack. Gegen ein kaltes, prickelndes Begrüßungsgetränk hatten wir nun wirklich nichts einzuwenden.
Maisonette mit Wow-Effekt
Also ging es hinauf in den vierten Stock zu unserem Maisonette-Zimmer. Ich nahm sportlich die Treppe, während Harald den bequemeren Weg wählte und samt Gepäck den Aufzug nahm.
Fast gleichzeitig kamen wir vor Zimmer 412 an. Nun stieg die Spannung: Würde das Hotel halten, was die Fotos versprochen hatten?
Wir schlossen die Tür auf, traten ein, sahen uns an und brachten beide nur ein Wort heraus: „Wow!“
Das Zimmer war wirklich ein Volltreffer. Im unteren Bereich befanden sich eine gemütliche Couch mit Tisch und Sessel, ein Schreibtisch mit Stuhl, ein Fernseher und jede Menge Stauraum für unser Gepäck. Da musste niemand aus dem Koffer leben.
Besonders gut gefiel uns der Balkon. Zwei Stühle, ein kleiner Tisch, leuchtend rote Geranien und der Blick ins satte Grün – genau der richtige Ort, um einfach einmal die Seele baumeln zu lassen.
Über eine recht steile Treppe mit 16 Stufen gelangte man in den Schlafbereich. Auch dort stand ein Fernseher. Falls also einmal Uneinigkeit über das Abendprogramm aufgekommen wäre, hätte jeder sein eigenes Reich gehabt.
Nachdem wir das Zimmer ausgiebig bestaunt hatten – einschließlich des Badezimmers mit erfreulich viel Ablagefläche (ein Detail, das man erst zu schätzen weiß, wenn man schon in Hotels mit gefühlt einer einzigen Zahnputzbecher-Ablage übernachtet hat) – fiel uns plötzlich der versprochene Prosecco wieder ein.
Prickelnder Start in den Urlaub
Also ging es noch einmal hinunter zur netten Rezeptionistin. Das Auspacken der Koffer konnte schließlich warten. Man muss schließlich Prioritäten setzen.
Mit dem gut gekühlten Prosecco in der Hand ließen wir uns in den bequemen Sesseln vor der Bar nieder. Während mein Mann interessiert die Getränkekarte studierte, merkte ich, wie meine müden Lebensgeister langsam wieder erwachten.
Außerdem hatten wir die „Löwenpost“ erhalten – die tägliche Hotelzeitung mit Informationen zum Abendessen, der Wettervorhersage und allerlei nützlichen Tipps für den Tag. Besonders eine Ankündigung sprang uns sofort ins Auge: Heute fand die „Lange Nacht der Therme“ statt – stimmungsvolle Beleuchtung bei Kerzenschein inklusive.
Da waren wir uns sofort einig: Das wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen.
Mein Blick fiel auf die Uhr. Es war bereits nach 16 Uhr. Kein Wunder – wir waren schließlich erst gegen Mittag losgefahren.
Nach dem leckeren Begrüßungs-Prosecco ließen wir uns zunächst unseren Tisch im Restaurant zeigen. So wussten wir später gleich, wohin wir mussten. Wir hatten die erste Essenszeit um 18 Uhr bekommen, was mich ausgesprochen glücklich machte. Ich esse lieber etwas früher und muss nicht bis zum späten Abend mit knurrendem Magen durchhalten.
Anschließend machten wir uns mithilfe unseres Lageplans auf den Weg zur Therme. Die war ganz schön groß und durch die Fensterfront fiel unser Blick auf das Außenbecken. Uns war klar: Hier würden wir später noch einige entspannte Stunden verbringen.
Vorher mussten wir allerdings doch noch unsere Koffer auspacken und uns für das Abendessen umziehen. Also ging es noch einmal hinauf aufs Zimmer. Zum Glück war das schnell erledigt, und wenig später machten wir uns aufgehübscht auf den Weg ins Restaurant.
Schlemmen ausdrücklich erwünscht
Ein freundlicher Ober begrüßte uns, erkundigte sich nach unseren Getränkewünschen, und schon wenig später standen zwei kühle Biere auf dem Tisch – für Harald eines mit Alkohol, für mich eines ohne.
Vorspeisen, Salate und die Suppe durften wir uns am Buffet selbst aussuchen. Wir langten ordentlich zu, denn alles sah nicht nur appetitlich aus, sondern schmeckte auch hervorragend.
Anschließend wurden die Hauptgerichte serviert. Für mich gab es ein zart gedämpftes Rotzungenfilet, Harald entschied sich für geschmorte Rinderbacken. Beide Gerichte waren ausgezeichnet, und obwohl wir eigentlich schon mehr als satt waren, konnten wir dem Dessert und der Käseauswahl beim besten Willen nicht widerstehen. Mit angenehm gefüllten Bäuchen und rundum zufrieden verließen wir schließlich den Speisesaal. Jetzt konnte der entspannte Teil des Abends beginnen.
Wellness bei Kerzenschein
Zurück auf dem Zimmer schlüpften wir in unsere Badesachen, warfen die Bademäntel über und machten uns voller Vorfreude auf den Weg zur Therme.
Es sind drei Quellen, aus denen das natürliche Thermal-Mineralwasser gewonnen wird. Das Thermal-Mineral-Wasser bietet nicht nur reine Wärme – sondern auch wertvolle Mineralien, ein sogenanntes örtlich gebundenes, jahrzehntelang erprobtes Heilmittel. Es ist bei richtiger Anwendung und Dosierung ein Energietraining der besonderen Art. Die Bad Griesbacher Quellen wärmen, entspannen, lindern, können aber auch vergnüglich und vitalisierend sein.
Das hörte sich ja gut an.
Es war erstaunlich wenig los. Kein Wunder – die meisten Hotelgäste saßen vermutlich noch gemütlich beim Abendessen.
Am Eingang wurden wir von einem ausgesprochen freundlichen Mitarbeiter begrüßt. Ich hatte fast den Eindruck, er freute sich, endlich jemanden zum Plaudern zu haben. Geduldig erklärte er uns alles Wissenswerte über die Therme, gab den einen oder anderen Tipp mit auf den Weg und verabschiedete uns schließlich mit den besten Wünschen für einen entspannten Abend.
Gesagt, getan. Wir glitten in das angenehm warme Thermal-Mineral-Heilwasser. Draußen setzte langsam die Dämmerung ein, und nach und nach begannen die Laternen zu leuchten. Schade nur, dass die Kerzen darin elektrisch waren – echtes Kerzenlicht hätte die Stimmung perfekt gemacht.
Besser als jede Schlaftablette
Wir schnappten uns jeder eine Schwimmnudel und ließen uns ganz gemütlich durchs Becken treiben. Zwischendurch machten wir immer wieder Halt an den Massagedüsen, die Rücken und Schultern ordentlich durchkneteten. Herrlich!
Schon nach kurzer Zeit breitete sich dieses wunderbare Gefühl aus, das man nur nach einem Thermalbad kennt: Der ganze Körper wurde angenehm warm, jede Verspannung schien sich in Luft aufzulösen und der Alltag war plötzlich ganz weit weg.
Irgendwann merkte ich, wie mir langsam die Augen schwer wurden. Kein Wunder – wir trieben inzwischen schon über eine Stunde im warmen Wasser. Die Therme wirkte offenbar besser als jede Schlaftablette.
Die „Lange Nacht der Therme“ hätte zwar offiziell erst um 22 Uhr geendet, doch wir beschlossen, uns schon etwas früher zurückzuziehen. Nach dem leckeren Essen und der guten Stunde im warmen Thermalwasser waren wir herrlich entspannt – und entsprechend müde.
Also machten wir uns auf den Rückweg zu unserem Zimmer. Unterwegs stellte sich allerdings eine wichtige Frage: Waren auf dem Hinweg eigentlich auch schon so viele Treppen gewesen? Oder hatten wir uns in den verwinkelten Gängen des Hotels schlicht verlaufen? Für einen kurzen Moment waren wir uns da nicht ganz sicher.
Nach ein paar Abbiegungen und einer kleinen Orientierungsrunde fanden wir Zimmer 412 dann doch noch.
Es folgte nur noch die übliche Abendtoilette, dann kuschelten wir uns in die bequemen Betten. Kaum hatte mein müdes Haupt das Kissen berührt, war ich auch schon eingeschlafen – tief und fest. Erst am nächsten Morgen öffnete ich die Augen wieder. Besser kann ein erster Wellnesstag wohl kaum enden.
Am nächsten Morgen wachte ich herrlich erholt auf. Mein erster Gedanke? Was wird es wohl zum Frühstück geben?
Ja, ich weiß – nach dem opulenten Abendessen vom Vorabend schon wieder ans Essen zu denken, ist vielleicht etwas übertrieben. Aber ich gebe es ganz offen zu: Ich bin ein absoluter Frühstücksfan.
Feines Frühstück und süßes Nichtstun
Frühstück wie im Paradies
Gut gelaunt machten wir uns fertig und gingen in den Speisesaal. Einmal rund ums Buffet genügte, und wir wussten gar nicht, wo wir anfangen sollten. Es sah einfach alles unglaublich lecker aus.
Zuerst beschlossen wir allerdings, etwas für den Kreislauf zu tun. Ein Gläschen Sekt am Morgen soll ja bekanntlich anregend wirken. Es war also rein medizinisch.
Danach offenbarte sich das reinste Frühstücksparadies: verschiedene Brot- und Semmelsorten, Wurst und Käse in allen Variationen, Kuchen und süße Teilchen, zahlreiche Honig- und Marmeladensorten, Cerealien, frisches Obst, Eier, verschiedene Milchsorten, knusprig gebratener Speck und sogar eine Live-Cooking-Station.
Das absolute Highlight war jedoch die Saftpresse. Dort konnte man sich seinen Saft aus Karotten, Sellerie, Äpfeln und Ingwer ganz frisch selbst pressen.
Ich war im siebten Frühstückshimmel.
Mein Mann sieht das Ganze deutlich pragmatischer. Während ich noch überlegte: „Womit fange ich bloß an?“, hatte Harald seinen ersten Teller längst gefüllt. Manchmal ist eine schnelle Entscheidung eben doch die bessere.
Auf den Spuren der Prominenz
Nach dem Frühstück beschlossen wir zunächst, ein paar Fotos für unseren Blog zu machen. Wir wollten dabei jeder erst einmal auf eigene Faust losziehen – schließlich fotografiert jeder ein bisschen anders.
Ich schlenderte durch die Bar und kam an der Beauty- und Spa-Kosmetik vorbei. Dahinter entdeckte ich einen lang gestreckten Raum, dessen Wände voller Fotografien hingen. Und plötzlich wurde es interessant.
Nicht nur die Eigentümer mit ihren Kindern waren hier abgelichtet, sondern auch jede Menge Prominenz aus Film und Sport. Unter anderem Uschi Glas, Elmar Wepper, Boris Becker, Franz Beckenbauer, Sepp Maier, Bastian Schweinsteiger und Oliver Kahn hatten hier schon Station gemacht.
Und jetzt – wir!
Welch illustre Gesellschaft, in der wir uns befanden!
Nach einiger Zeit trafen Harald und ich uns wieder vor dem Hotel. Auch er war fleißig gewesen, während ich draußen meine Motive gesucht hatte. Unter anderem hatte ich ein kleines Türmchen mit einem Glockenspiel entdeckt..
Die Melodie kam mir bekannt vor. Aber so sehr ich auch überlegte – der Titel wollte mir einfach nicht einfallen. Vielleicht würde es mir später noch einfallen – oder auch nicht. Eines wussten wir allerdings ganz sicher: Inzwischen war es schon wieder richtig heiß geworden.
Ein Tag für das süße Nichtstun
Deshalb beschlossen wir, es heute ganz gemütlich angehen zu lassen. Schließlich wollten wir die 3.600 m² große Thermal-Wellness-Landschaft nicht nur anschauen, sondern auch ausgiebig genießen.
Wir schoben uns zwei Liegen unter einen Sonnenschirm, schnappten uns unsere Bücher und machten es uns bequem. Der Plan war perfekt: lesen, entspannen und einfach mal gar nichts tun.
Allerdings hatte die Sonne andere Pläne mit mir. Selbst im Schatten stand mir schon bald der Schweiß auf der Stirn. Also nichts wie rein in den Außenpool und abkühlen!
Harald hatte es inzwischen in die Sauna gezogen. Als er wiederkam, erzählte er, dass er es immerhin ungefähr eine Minute im Tauchbecken ausgehalten hatte.
Ach so! Daher also die Kälte, die er anschließend ausstrahlte.
Entspannung auf höchstem Niveau
So verbrachten wir tatsächlich fast den ganzen Tag mit süßem Nichtstun. Mal im Liegestuhl, mal im Pool, zwischendurch ein bisschen lesen und das eine oder andere kühle Getränk – und vor allem keine Termine, kein Programm und kein schlechtes Gewissen.
Und wir fanden es einfach herrlich.
Irgendwann meldete sich allerdings unser Magen. Er erinnerte uns dezent daran, dass es langsam Zeit fürs Abendessen wurde.
Also machten wir uns ein bisschen fein und marschierten Richtung Restaurant.
Der Magen bestimmt das Programm
Auf der Speisekarte stand als Hauptgericht: „Klassisch gefüllter Kalbsrollbraten mit Rahmsoße, Saisongemüse und Salzkartoffeln.“
Harald musste darüber vermutlich nicht lange nachdenken.
Ich entschied mich für „gebratenes Welsfilet auf rahmigem Kartoffelkraut“. Zugegeben, bei dieser Kombination war ich zunächst etwas skeptisch. Kartoffelkraut zum Wels? Das klang für mich erst einmal nach einer etwas ungewöhnlichen Kreation.
Aber ich war angenehm überrascht: Es schmeckte tatsächlich richtig gut.
Und natürlich war das Abendessen damit noch lange nicht beendet. Schließlich warteten noch die verschiedenen Mehlspeisen auf uns. Und auch am Käsebuffet konnten wir nicht einfach vorbeigehen. Käse schließt bekanntlich den Magen. Ein kleiner Verdauungsspaziergang
Pappsatt, wie wir inzwischen waren, mussten wir uns dann doch noch ein wenig bewegen. Schließlich konnten wir nicht einfach vom Restaurant direkt ins Bett rollen. Also beschlossen wir, noch einen Spaziergang zu machen – allerdings ganz gemütlich. Es war schließlich immer noch richtig heiß.
Das Schöne am Hotel war, dass man nur vor die Tür gehen musste und schon mitten in der Natur stand. Viel angenehmer konnte ein Abendspaziergang kaum sein.
Besonders lockte uns der Barfußweg. Also Schuhe aus und los! Teilweise war es richtig angenehm, über Holz oder weichen Sand zu laufen. Bei den Steinen änderte sich meine Begeisterung allerdings schlagartig. Vor allem die spitzen Exemplare waren weniger Wellness für die Füße.
Anschließend ging es noch ins Kneippbecken. Das kalte Wasser war bei den Temperaturen eine herrliche Erfrischung und brachte unsere Füße wieder auf Betriebstemperatur. Danach schlenderten wir noch ein kleines Stück weiter und genossen die wunderschöne Aussicht über die Umgebung.
Auch Nichtstun macht müde.
Langsam machte sich allerdings die Müdigkeit bemerkbar. Ja, auch Faulsein macht müde .Also machten wir uns wieder auf den Weg zu unserem Zimmer. Dort ließen wir den Tag ganz entspannt ausklingen, lasen noch ein bisschen und löschten schließlich das Licht.
Morgen wartete noch einmal das leckere Frühstück auf uns. Danach hieß es leider: Koffer packen und Abschied nehmen.
Ein rundum gelungenes Wellnesswochenende neigte sich dem Ende entgegen – und wir waren wunderbar erholt.
Die Geschichte hinter dem Thermalwasser
Während wir so durch das Hotel schlenderten, stießen wir immer wieder auf Hinweise auf die Geschichte des Hauses. Und die ist tatsächlich ziemlich interessant.
Alles begann mit Alois Hartl, einem Mann mit Visionen. In den 1970er-Jahren ließ er mit seiner Firma Probebohrungen durchführen. Was zunächst vielleicht ein ziemlich gewagtes Unterfangen war, sollte sich als Glücksfall für die ganze Region erweisen: Man stieß auf drei Thermal-Mineral-Heilwasserquellen.
Damit war der Grundstein für das heutige Bad Griesbach-Therme gelegt. Alois Hartl gilt deshalb als einer der entscheidenden Wegbereiter des Thermalortes.
Am 1. Juli 1984 eröffnete er das Hartl’s Parkhotel Bad Griesbach. Das Hotel befindet sich bis heute in Familienhand und wird von Alois Hartl und seiner Tochter Victoria geführt.
Doch damit nicht genug. Auch der Golfsport spielte in seiner Vision eine wichtige Rolle. Sein langjähriger Freund Franz Beckenbauer brachte ihn auf die Idee, in Bad Griesbach Golfplätze zu bauen. Viele hielten das vermutlich für eine ziemlich verrückte Idee. Doch Alois Hartl ließ sich nicht beirren und setzte 1988 den ersten Spatenstich.
Was daraus entstand, kann sich sehen lassen: das Quellness Golf Resort mit fünf 18-Loch-Plätzen und einem riesigen Trainingszentrum. Es entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Golfresorts Europas.
Alois Hartl hatte damit etwas geschaffen, das Bad Griesbach bis heute prägt: Gesundheit, Thermalwasser, Erholung und Sport unter einem Dach.
Und wenn man dann selbst im warmen Thermalwasser liegt, denkt man schon: Der Mann hatte damals offenbar eine ziemlich gute Idee.
Unser Fazit: Gerne wieder!
Unser Kurzurlaub in Bad Griesbach hat uns rundum gefallen. Wir haben die Tage im Hartl’s Park-Hotel sehr genossen und konnten wunderbar entspannen.
Das ausgesprochen freundliche und hilfsbereite Personal, das leckere Essen, die schöne Anlage und natürlich die Therme haben dafür gesorgt, dass wir uns von der ersten bis zur letzten Stunde wohlgefühlt haben.
Für uns steht deshalb fest: Das war bestimmt nicht unser letzter Besuch im Hartls Parkhotel.
Wir können das Hotel daher guten Gewissens weiterempfehlen. Wer ein paar Tage Erholung sucht, ist hier unserer Meinung nach bestens aufgehoben.
Viele (aber nicht alle) unserer Fotos machen wir mit der EOS R10 von Canon. Wir verwenden Sie im Moment mit dem mitgelieferten RF-S 18-45mm F4.5-6.3 is STM Zoomobjektiv.
Und wir lernen die Möglichkeiten dieser tollen Kamera gerade erst kennen. Gekauft haben wir sie hier.
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Petra und Harald Graf