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Mecklenburgische Seenplatte – Urlaub in Röbel an der Müritz

Mecklenburgische Seenplatte – Urlaub in Röbel an der Müritz.

Blick über private Bootsschuppen auf der Müritz Richtung Röbel
Petra und Harald Graf

Mecklenburgische Seenplatte: Vier Tage Röbel an der Müritz – mit viel Wasser, Fischbrötchen, kleinen Umwegen und ziemlich vielen schönen Momenten. Wir bummeln durch die Altstadt, besuchen den Bärenwald, wandern im Müritz-Nationalpark, scheitern halbwegs würdevoll an einer Fahrradtour nach Mirow und stellen fest, dass man für einen gelungenen Kurzurlaub gar nicht viel braucht: gutes Essen, ein bisschen Natur, ein paar Überraschungen – und am Abend ein Glas Spritzer im Garten.

Reisezeitraum: 05.08. bis 10.08.2026

Das Hotel: Ferienresidenz Müritzpark

Text: Petra
Bildtexte: Harald
Fotos: Petra und Harald

Gebucht bei: Secret Escapes

Das erwartet Dich unter anderem in diesem Bericht:

    • Unser Cafè-Tipp: Hofcafè am Ziegenmarkt
    • Echte Bären in „Meck-Pom“ – und warum uns der Eintritt plötzlich gar nicht mehr teuer vorkam
    • Natur pur – vielleicht ein bisschen zu pur: Diese Wanderung würden wir heute anders planen
  • Mit dem Fahrrad nach Mirow … oder auch nicht: Warum nach 16 Kilometern Schluss war
  • 146 Stufen über Mirow: Glocken, Turmfalken und eine grandiose Aussicht
  • Drei Königinnen und eine rätselhafte Liebesinsel – Mirows überraschend royale Geschichte

Auf dem Weg nach Röbel an der Müritz

Stau statt Seebrise

Endlich war es so weit: Unsere lange gebuchte Reise an die Müritz konnte beginnen. Gebucht hatten wir – wie schon öfter – über Secret Escapes. Irgendwie schaffen die es immer wieder, uns mit ihren Angeboten zu verführen. 🙂

Um die Anreise etwas entspannter zu gestalten, quartierten wir uns kurzerhand als Übernachtungsgäste bei unserem Großen in Sachsen ein. So sparten wir uns am nächsten Tag fast zwei Stunden Fahrzeit – ein Plan, der zunächst hervorragend aufging.

Zwischen 9.00 und 9.30 Uhr machten wir uns auf den Weg. Bis Leipzig lief alles wie am Schnürchen. Doch dann: Stau. Da sich in etwa 300 Metern eine Ausfahrt befand, fassten wir einen spontanen Entschluss und verließen die Autobahn. Leider hatten gefühlt sämtliche anderen Autofahrer dieselbe brillante Idee. Also rollten wir im gemütlichen Kolonnentempo bis zur nächsten Auffahrt und fuhren dort wieder auf die Autobahn.

Etwa 60 Kilometer später wurde es erneut spannend. Ein Polizeiwagen überholte uns, setzte sich an die Spitze des Verkehrs und fuhr mit konstanten 70 km/h voraus. In diesem Moment wusste ich endlich, wie sich Formel-1-Fahrer hinter dem Safety Car fühlen müssen. Den Grund für die Aktion konnten wir allerdings nicht erkennen. Zwei Ausfahrten später verließ das Polizeiauto die Autobahn wieder – und wir durften endlich weiterfahren.

Wer jetzt denkt, das Abenteuer sei beendet, irrt gewaltig. Zwei weitere Staus warteten noch geduldig auf uns. Aus geplanten vier Stunden wurden schließlich sechs. Immerhin konnten wir unterwegs gleich fünf Bundesländer abhaken: Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und schließlich Mecklenburg-Vorpommern, indem wir uns gerade befanden.

Das nächste Mal vielleicht mit Zug und Mietwagen.

Wir haben durchaus auch überlegt, mit dem Zug zu fahren. Da wir aber mal wieder einen schönen „Elektro-Roadtripp“ und Zwischenstation bei unserem Sohn machen wollten, haben wir uns fürs Auto entschieden. Beim nächsten Mal nehmen wir vielleicht den Zug. Da man rund um die Müritz aber auf jeden Fall beweglich sein sollte, wäre unser Plan: Mit dem Zug bis Waren und dort einen Mietwagen übernehmen.

Gerade wenn man nur wenige Tage Zeit hat und Ziele wie Röbel, Mirow, den Bärenwald oder verschiedene Ecken des Müritz-Nationalparks besuchen möchte, spart das einiges an Zeit und macht die Planung deutlich entspannter.

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Endlich angekommen

Als wir endlich Röbel erreichten, war die Erleichterung groß. Unsere Suite in der Ferienresidenz Müritzpark entschädigte sofort für die nervenaufreibende Anreise. 

Erste Eindrücke und das ersehnte Fischbrötchen

An der Rezeption bekamen wir unsere Schlüssel, die Gästekarten – mit denen man hier und da ein paar Euro sparen kann – sowie einen Stadtplan von Röbel. Das Gepäck stellten wir nur schnell in der Suite ab, bestaunten kurz unser neues Urlaubsdomizil g, das wirklich schön ist. Und: Der Parkplatz lag direkt vor unserem Fenster. Bequemer geht’s kaum. und machten uns dann mit dem Stadtplan bewaffnet auf den Weg zum Hafen. Unser Ziel war glasklar: Der Hunger verlangte nach einem Fischbrötchen.

Unsere Suite mit Blick Richtung Küche.
Unsere Suite mit Blick Richtung Küche.
Unsere Suite – mit Couch und Liegesessel.
Unsere Suite – mit Couch und Liegesessel.
Die Gartenseite der Ferienresidenz am Müritzpark.
Die Gartenseite der Ferienresidenz am Müritzpark.
Die Gartenseite der Ferienresidenz am Müritzpark.
Die Gartenseite der Ferienresidenz am Müritzpark.
Sieht gar nicht wie ein typisches Hotel aus – ist aber zum Glück von der Straße aus gut beschriftet. So kann man nicht so leicht vorbeifahren.
Sieht gar nicht wie ein typisches Hotel aus – ist aber zum Glück von der Straße aus gut beschriftet. So kann man nicht so leicht vorbeifahren.

Vorbei an der MüritzTherme und dem Mönchteich erreichten wir die Binnenmüritz. Dort entdeckten wir sofort den „Fischkutter“. Doch dann der Schreck: Die Auslage war leer!

Etwas zaghaft fragte ich: „Haben Sie keine Fischbrötchen mehr?“ Habe extra „Brötchen“ gesagt, damit sie mich auch versteht.

Die Antwort zauberte mir sofort wieder ein Lächeln ins Gesicht:
„Wir machen alle frisch. Schauen Sie sich einfach die Bilder an und sagen mir, welches sie möchten.“

Na, das klang doch viel besser als ein Fischbrötchen, das schon seit Stunden auf seinen großen Auftritt wartete.

Wir entschieden uns beide für den Kräuter-Müritzer – ein Hechtfilet mit Kräutern im knusprigen Brötchen. Es war unglaublich lecker. Aber leider war ich danach erst einmal pappsatt.

Der Fischkutter in Röbel. Hier gibt es frisch belegte Fischbrötchen (sagt bloß nicht „Semmel“).
Der Fischkutter in Röbel. Hier gibt es frisch belegte Fischbrötchen (sagt bloß nicht „Semmel“).

Abkühlung mit Hindernissen

Während Harald zurückging, um das Auto zu holen, kaufte ich bei Aldi ein. Getränke, Wein und Wasser, etwas Obst und ein paar Knabbereien – schließlich muss man  für den kleinen Urlaubsgelüstezwischendurch gerüstet sein.

Da ich inzwischen ordentlich verschwitzt war, wollte ich unbedingt noch in der Müritz baden. Also holten wir unsere Badesachen und fuhren zum Strandbad.

Die Abkühlung war herrlich – allerdings nur von kurzer Dauer. Am Himmel zogen bedrohlich schwarze Wolken auf, die uns unmissverständlich signalisierten, dass unser Badevergnügen besser ein Ende finden sollte. Also machten wir uns lieber rechtzeitig auf den Rückweg.

Ausgeschlafen in den neuen Urlaubstag

Wieder in unserer Unterkunft merkten wir erst, wie anstrengend die Anreise gewesen war. Ich nahm zwar noch mein Buch zur Hand, doch nach wenigen Seiten fielen mir die Augen zu. Harald ging es nicht besser. So schliefen wir beide tief und fest und wachten am nächsten Morgen wunderbar erholt auf.

Heute stand zunächst die Besichtigung von Röbel auf dem Programm. Für den Nachmittag hatten wir noch den Bärenwald in Stuer eingeplant. Aber wie immer galt: Erst einmal frühstücken!

Der Frühstücksraum befand sich in einem separaten Gebäude. Also spazierten wir zunächst durch den liebevoll angelegten Garten, in dem gemütliche Liegen zum Entspannen einluden. Wer wollte, konnte auch auf der Terrasse frühstücken. Ein kleiner Zweiertisch wartete bereits auf uns und wurde sofort eingedeckt.

Währenddessen inspizierten wir das Frühstücksbuffet – und das konnte sich wirklich sehen lassen: hart und weich gekochte Eier, Rührei, Bratwürstchen, verschiedene Wurst- und Käsesorten, frischer Obstsalat, Joghurt, frisches Obst, Cerealien, unterschiedliche Brötchen, drei verschiedene Milchsorten – sogar Hafermilch –, sechs Marmeladensorten, drei Säfte sowie stilles und sprudelndes Wasser. Dazu gab es noch süße Teilchen, und den Kaffee servierte man ganz entspannt in der Kanne.

Kurz gesagt: Es blieb kein Frühstückswunsch offen. Da mussten wir natürlich kräftig zugreifen – schließlich brauchten wir genügend Energie für unseren Stadtbummel. Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg in die historische Altstadt von Röbel.

Röbel ist ein staatlich anerkannter Erholungsort am westlichen Ufer der Müritz. Schon von weitem begrüßen die beiden frühgotischen Kirchtürme die Besucher und prägen das Stadtbild. 

Zum Frühstücksgebäude läuft man einmal durch den Garten. Im Sommer und bei gutem Wetter kein Ding – wenn es stürmt und schneit, hat man am Ende wenigstens das Gefühl, sein Frühstück verdient zu haben.
Zum Frühstücksgebäude läuft man einmal durch den Garten. Im Sommer und bei gutem Wetter kein Ding – wenn es stürmt und schneit, hat man am Ende wenigstens das Gefühl, sein Frühstück verdient zu haben.
Kaffee gab’s in der Kanne – alles andere am Buffet. Wirklich gefehlt hat uns nichts – besonders fein waren die kleinen Salate im Glas.
Kaffee gab’s in der Kanne – alles andere am Buffet. Wirklich gefehlt hat uns nichts – besonders fein waren die kleinen Salate im Glas.
Die Terrasse lädt förmlich dazu ein, im Freien zu frühstücken. Wir haben die Einladung an der Hälfte der Tage gerne angenommen – an den anderen war es uns ein bisschen zu schattig.
Die Terrasse lädt förmlich dazu ein, im Freien zu frühstücken. Wir haben die Einladung an der Hälfte der Tage gerne angenommen – an den anderen war es uns ein bisschen zu schattig.
Unser Frühstücksplatz im Freien mit Blick in den herrlichen Garten.
Unser Frühstücksplatz im Freien mit Blick in den herrlichen Garten.
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Reiseführer Mecklenburgische Seenplatte - Müritz. Sehr zu empfehlen.

Für die Reiseplanung: Mecklenburgische Seenplatte

Wer nicht nur Röbel, sondern auch die Umgebung rund um die Müritz erkunden möchte, findet in einem Reiseführer viele zusätzliche Ideen für Ausflüge, Orte und Sehenswürdigkeiten.

Wir schauen vor Reisen gerne schon einmal nach, was sich rund um unser eigentliches Ziel noch entdecken lässt – schließlich entstehen gerade daraus manchmal die schönsten spontanen Abstecher. Und Petras Recherchen zum Reiseziel sind eh legendär. Ohne die wären unsere Reisen lang nicht so erlebnisreich.

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Ein Spaziergang durch Röbel und ein bäriger Nachmittag

Bummel durch Röbels Altstadt

Entlang der wunderschönen, lang gezogenen Uferpromenade reiht sich eine Anlegestelle an die nächste. Hier starten die Fahrgastschiffe zu ihren Rundfahrten, und natürlich gibt es auch den bekannten Fisch-Kutter mit seinen leckeren Fischbrötchen. Da wir diese Köstlichkeit bereits am Vortag getestet hatten, konnten wir heute ganz entspannt weiterziehen.

Die historische Altstadt mit ihren liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern lädt zum Bummeln ein. Kleine Geschäfte, gemütliche Restaurants und einladende Eisdielen wechseln sich ab – genau nach meinem Geschmack.

Auf dem Wochenmarkt hatte ich dann auch noch Glück und fand zwei Pullover zum absoluten Schnäppchenpreis. Da musste ich natürlich zugreifen. 

Röbel ist einfach eine bezaubernde Stadt mit allgegenwärtigem Fachwerk.
Röbel ist einfach eine bezaubernde Stadt mit allgegenwärtigem Fachwerk.
Zum Rad- oder Rollschuhfahren ist Kopfsteinpflaster eher suboptimal – aber es sieht halt einfach schön aus.
Zum Rad- oder Rollschuhfahren ist Kopfsteinpflaster eher suboptimal – aber es sieht halt einfach schön aus.
Zum Glück ist man in Röbel nicht auf die Idee gekommen, das historische Stadtbild großflächig durch moderne Architektur zu ersetzen.
Zum Glück ist man in Röbel nicht auf die Idee gekommen, das historische Stadtbild großflächig durch moderne Architektur zu ersetzen.
Röbel wirkt auf den Bildern vielleicht ein bisschen verschlafen. Aber wir mussten durchaus einen Augenblick warten, bis wir diese Straße ohne Autos fotografieren konnten.
Röbel wirkt auf den Bildern vielleicht ein bisschen verschlafen. Aber wir mussten durchaus einen Augenblick warten, bis wir diese Straße ohne Autos fotografieren konnten.
Das ist der Ziegenmarkt. Dieser Platz – genauer gesagt eines der Häuser dort – kommt nachher noch einmal vor.
Das ist der Ziegenmarkt. Dieser Platz – genauer gesagt eines der Häuser dort – kommt nachher noch einmal vor.
Beispiel.
Beispiel.
Kleines Fachwerkhäuschen. Man möchte fast einziehen – aber nur fast.
Kleines Fachwerkhäuschen. Man möchte fast einziehen – aber nur fast.
Der Wochenmarkt – zwei Stände. An beiden wurden wir fündig. Zwei Pullover für Petra, ein Glas eingelegte Gurken für uns beide. Was braucht man mehr?
Der Wochenmarkt – zwei Stände. An beiden wurden wir fündig. Zwei Pullover für Petra, ein Glas eingelegte Gurken für uns beide. Was braucht man mehr?

Die alte Windmühle auf dem Burgberg

Anschließend ging es hinauf auf den Burgberg zur restaurierten Windmühle.

Der letzte Müller, Bonneval, stellte den Mahlbetrieb 1928 ein und verkaufte anschließend die technische Ausstattung der Mühle. Eigentlich war das Gebäude schon zum Abriss freigegeben. Zum Glück kam es anders: Von 1930 bis 1990 diente die Mühle als Jugendherberge.

Anfangs gab es vier Schlafräume mit insgesamt 30 Betten. Wegen der großen Beliebtheit wurden später zwei weitere Schlafräume mit 20 Betten sowie ein Fernseh- und Sportraum angebaut. Auch einfache Sanitäranlagen entstanden. Viele Jahre führten die Eheleute Suderow die Jugendherberge, die ab 1952 den Namen „Philipp Müller“ trug.

Im Inneren der Mühle erwartete uns eine kleine Bilderausstellung. Je höher wir die Stockwerke erklommen, desto gemütlicher wurde die Atmosphäre. Im dritten Stock entdeckten wir ein altes Schulpult (siehe Foto), und direkt unter dem Dach befand sich ein liebevoll eingerichteter Leseraum (siehe Foto). Er lud ein, sich mit einem guten Buch niederzulassen.

Nicht der erste Blick auf die Mühle – aber der erste aus relativer Nähe.
Nicht der erste Blick auf die Mühle – aber der erste aus relativer Nähe.
Man könnte ja fast meinen, man wäre in den Niederlanden. Aber dazu ist der Burgberg etwas zu bergig und zu wenig nieder.
Man könnte ja fast meinen, man wäre in den Niederlanden. Aber dazu ist der Burgberg etwas zu bergig und zu wenig nieder.
Im Inneren gibt es eine Art Dauerausstellung zur Geschichte der Mühle, zum Müllerhandwerk und zu einigem mehr.
Im Inneren gibt es eine Art Dauerausstellung zur Geschichte der Mühle, zum Müllerhandwerk und zu einigem mehr.
Unter anderem gibt es auch eine kleine Galerie. Vermutlich kann man die Bilder sogar kaufen – wir haben leider vergessen zu fragen.
Unter anderem gibt es auch eine kleine Galerie. Vermutlich kann man die Bilder sogar kaufen – wir haben leider vergessen zu fragen.
Komm herein und lass Dich nieder. Und lies ein Buch, wie es Großmutter schon tat – im Sessel und im Schein einer Lampe. Nur einen Kamin gab’s in der Mühle nicht.
Komm herein und lass Dich nieder. Und lies ein Buch, wie es Großmutter schon tat – im Sessel und im Schein einer Lampe. Nur einen Kamin gab’s in der Mühle nicht.
Kinder müssen lernen! Lernen, lernen, lernen!
Kinder müssen lernen! Lernen, lernen, lernen!
Allein deshalb lohnt sich ein Besuch der Mühle. Vom Umgang aus hat man einen wirklich schönen Blick über Röbel.
Allein deshalb lohnt sich ein Besuch der Mühle. Vom Umgang aus hat man einen wirklich schönen Blick über Röbel.
Der hölzerne Umgang – wie überhaupt die ganze Mühle aus Holz gebaut ist – bietet tolle Ausblicke in alle Richtungen.
Der hölzerne Umgang – wie überhaupt die ganze Mühle aus Holz gebaut ist – bietet tolle Ausblicke in alle Richtungen.

Zwei Kirchen und ein kleines Rätsel

Natürlich besichtigten wir auch beide Kirchen. Kirchen üben auf mich eine besondere Faszination aus – vor allem dann, wenn sie so ruhig und leer sind, dass man die besondere Atmosphäre richtig genießen kann.

In der Nikolaikirche wurden wir auf den freigelegten Kopf einer spätgotischen Wandmalerei aufmerksam gemacht, der sich in etwa zwölf Metern Höhe befindet (siehe Foto). Außerdem entdeckten wir in allen vier Säulen kreisrunde Öffnungen mit einem Durchmesser von etwa 35 Zentimetern. Man vermutet, dass sie einst der Luftzirkulation dienten. 

Backsteintor vor der St.-Nicolai-Kirche.
Backsteintor vor der St.-Nicolai-Kirche.
Auch die Orgel in der St.-Nicolai-Kirche hat schon eine kleine Reise hinter sich. Gebaut wurde sie 1894 von Wilhelm Sauer in Frankfurt (Oder) – allerdings für die Johanniskirche in Neubrandenburg. Als man dort eine neue Orgel bekam, schlugen die Röbeler zu und kauften 1987 die „Gebrauchtorgel“. Ein bisschen Geduld brauchten sie dann allerdings noch: Eingebaut wurde sie erst 1993.
Auch die Orgel in der St.-Nicolai-Kirche hat schon eine kleine Reise hinter sich. Gebaut wurde sie 1894 von Wilhelm Sauer in Frankfurt (Oder) – allerdings für die Johanniskirche in Neubrandenburg. Als man dort eine neue Orgel bekam, schlugen die Röbeler zu und kauften 1987 die „Gebrauchtorgel“. Ein bisschen Geduld brauchten sie dann allerdings noch: Eingebaut wurde sie erst 1993.
Die St.-Nikolai-Kirche in Röbel. Wenn Kirchen da und die Türen offen sind, schauen wir sie uns an.
Die St.-Nikolai-Kirche in Röbel. Wenn Kirchen da und die Türen offen sind, schauen wir sie uns an.
Um die St.-Marien-Kirche führt ein Weg mit Seeblick.
Um die St.-Marien-Kirche führt ein Weg mit Seeblick.
Der Altar. Der Innenraum der Kirche ist eher schlicht gehalten – was uns sehr entgegenkommt.
Der Altar. Der Innenraum der Kirche ist eher schlicht gehalten – was uns sehr entgegenkommt.
Hier ist die Wandmalerei zu erkennen. Das Loch diente der Belüftung – und vielleicht tut es das sogar heute noch. Zumindest wurde es uns so erklärt.
Hier ist die Wandmalerei zu erkennen. Das Loch diente der Belüftung – und vielleicht tut es das sogar heute noch. Zumindest wurde es uns so erklärt.
Die Bögen sind auch ziemlich typisch für die gotische Bauweise.
Die Bögen sind auch ziemlich typisch für die gotische Bauweise.

Das liebevoll eingerichtete Hofcafé

Unsere Mittagspause verbrachten wir im Hofcafé am Ziegenmarkt. Das Café ist mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Wir gönnten uns einen Toast mit Ziegenkäse und Krautsalat. Und auch  dem selbst gebackenen Zwetschgenkuchen konnten wir nicht widerstehen. Besonders positiv überrascht haben mich die Preise. Ganz ehrlich: Zu Hause zahle ich oft mehr. Was man wissen muss: Das Café öffnete erst um 12.30 Uhr.

Man muss sich schon die Mühe machen, einen Blick ums Eck zu riskieren, um zum Eingang des Hofcafés zu gelangen. Aber der Blick und auch der Besuch danach lohnen sich.
Man muss sich schon die Mühe machen, einen Blick ums Eck zu riskieren, um zum Eingang des Hofcafés zu gelangen. Aber der Blick und auch der Besuch danach lohnen sich.
Schon am Eingang sieht man: Das ist kein Café von der Stange. Aber um zu sehen, was dieses Juwel wirklich zu bieten hat, muss man schon reinkommen.
Schon am Eingang sieht man: Das ist kein Café von der Stange. Aber um zu sehen, was dieses Juwel wirklich zu bieten hat, muss man schon reinkommen.
Wohin man schaut: Das Hofcafé – das so heißt, weil es in einen Hof hineingebaut wurde – bietet jede Menge Schönes, Ausgefallenes und Ungewöhnliches.
Wohin man schaut: Das Hofcafé – das so heißt, weil es in einen Hof hineingebaut wurde – bietet jede Menge Schönes, Ausgefallenes und Ungewöhnliches.
Der Blick von unserem Platz in Richtung Eingangstür.
Der Blick von unserem Platz in Richtung Eingangstür.
Kein Tisch ist wie der andere und überall sitzt es sich sehr gemütlich.
Kein Tisch ist wie der andere und überall sitzt es sich sehr gemütlich.
Wer da wohl wohnt?
Wer da wohl wohnt?
Ein Blick auf die Speisekarte zeigt: Hier gibt es nicht nur feine Sachen – es ist auch recht preiswert. Und – das können wir nach einem Besuch bestätigen – es schmeckt ausgesprochen gut.
Ein Blick auf die Speisekarte zeigt: Hier gibt es nicht nur feine Sachen – es ist auch recht preiswert. Und – das können wir nach einem Besuch bestätigen – es schmeckt ausgesprochen gut.

Eine Gurkenempfehlung zum Schluss

Langsam machten wir uns wieder auf den Rückweg zur Residenz. Vorher legten wir allerdings noch einen kurzen Stopp am Wochenmarkt ein. Ein freundlicher Mann, den wir in der Windmühle kennengelernt hatten, hatte uns den Stand eines polnischen Händlers wärmstens empfohlen.

Also kauften wir ein Glas eingelegte Gurken. Jetzt sind wir natürlich gespannt, ob sie tatsächlich so gut schmecken, wie er versprochen hat..

Zu Besuch im Bärenwald

Nach einem kühlen Getränk und einem kurzen Blick auf Googles Wegbeschreibung machten wir uns auf den Weg zum Bärenwald in Stuer.

Dort angekommen fiel uns sofort auf: Die Parkplätze sind kostenlos. Das gibt schon mal Pluspunkte.

Der Eintritt kostet 12 Euro pro Person. Im ersten Moment fand ich das nicht gerade günstig. Doch sobald man erfährt, was die Organisation Vier Pfoten hier geschaffen hat, sieht man den Preis mit ganz anderen Augen.

Vier Pfoten ist eine internationale Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien. Sie rettet Tiere aus schlechter Haltung und setzt sich weltweit für ihren Schutz ein. Ihre Vision ist eine Welt, in der Tieren mit Mitgefühl und Verständnis begegnet wird. Eigentlich sollte das selbstverständlich sein.

Die Geschichten der Bären, die hier ein neues Zuhause gefunden haben, gingen uns sehr nahe. Was manche von ihnen zuvor erleiden mussten, ist kaum vorstellbar. Einer der Bären war sogar invalid– ihm fehlte die rechte Pranke.

Die großzügigen Gehege sind wunderschön in die natürliche Landschaft eingebettet. Hohe, stromgesicherte Zäune sorgen für die Sicherheit der Besucher, ohne den Eindruck eines klassischen Zoos zu vermitteln.

Es gibt eine kleine und eine große Runde. Natürlich entschieden wir uns für die große – schließlich wollten wir möglichst viele Bären entdecken. Entlang des Weges informieren zahlreiche Schautafeln über die Tiere und ihre Schicksale. Einige Informationen sind sogar als Quiz gestaltet. Die Wege führen mal durch sonnige Abschnitte, mal angenehm durch den Schatten, sodass sich der Rundgang auch an warmen Tagen gut laufen lässt.

„3 Minuten oder 30 Jahre“ heißt diese Installation. Drei Minuten lang bekommt man einen kleinen Eindruck davon, was manche Bären jahrzehntelang als Zirkusbären aushalten mussten. Danach ist man wieder draußen. Die Bären waren das oft erst nach Jahrzehnten.
„3 Minuten oder 30 Jahre“ heißt diese Installation. Drei Minuten lang bekommt man einen kleinen Eindruck davon, was manche Bären jahrzehntelang als Zirkusbären aushalten mussten. Danach ist man wieder draußen. Die Bären waren das oft erst nach Jahrzehnten.
Die Bären bewegen sich in den Gehegen frei – das bedeutet auch, dass man schon mal etwas genauer hinschauen muss, um einen zu entdecken. So wie hier den schlafenden Bären.
Die Bären bewegen sich in den Gehegen frei – das bedeutet auch, dass man schon mal etwas genauer hinschauen muss, um einen zu entdecken. So wie hier den schlafenden Bären.
Ehemaliger Zirkuswagen, heute Info-Station: Drinnen laufen Videos zur Geschichte und zum Schicksal der Bären.
Ehemaliger Zirkuswagen, heute Info-Station: Drinnen laufen Videos zur Geschichte und zum Schicksal der Bären.
So werden Besucher und Bären voneinander getrennt. Die Zäune sorgen für Sicherheit – und gleichzeitig dafür, dass die Tiere in ihren Gehegen ihren eigenen Abstand halten können.
So werden Besucher und Bären voneinander getrennt. Die Zäune sorgen für Sicherheit – und gleichzeitig dafür, dass die Tiere in ihren Gehegen ihren eigenen Abstand halten können.
Im ganzen Park gibt es Infotafeln und interaktive Stationen wie diese hier. Man kann sein Wissen testen – und ganz nebenbei noch einiges dazulernen.
Im ganzen Park gibt es Infotafeln und interaktive Stationen wie diese hier. Man kann sein Wissen testen – und ganz nebenbei noch einiges dazulernen.
Mitten im Park gibt es auch einen schönen Spielplatz. Ideal, wenn man mit Kindern unterwegs ist und zwischendurch mal eine kleine Bären-Pause einlegen möchte.
Mitten im Park gibt es auch einen schönen Spielplatz. Ideal, wenn man mit Kindern unterwegs ist und zwischendurch mal eine kleine Bären-Pause einlegen möchte.
So nah – und trotzdem fast im Grün verschwunden. Die Bären können sich in ihren Gehegen erstaunlich gut unsichtbar machen.
So nah – und trotzdem fast im Grün verschwunden. Die Bären können sich in ihren Gehegen erstaunlich gut unsichtbar machen.
Nicht jeder Bär kommt für ein Foto bis an den Zaun. Manchmal bleibt eben ordentlich Abstand – und genau so soll es wohl auch sein.
Nicht jeder Bär kommt für ein Foto bis an den Zaun. Manchmal bleibt eben ordentlich Abstand – und genau so soll es wohl auch sein.
Wenn ein Bär einmal so frei vor einem steht, bekommt man ein ganz gutes Gefühl dafür, was für ein stattliches Tier das eigentlich ist.
Wenn ein Bär einmal so frei vor einem steht, bekommt man ein ganz gutes Gefühl dafür, was für ein stattliches Tier das eigentlich ist.
Auch die Rückzugsbereiche gehören selbstverständlich zum Gehege. Ob der Bär gerade hinein- oder herauswollte, hat er uns allerdings nicht verraten.
Auch die Rückzugsbereiche gehören selbstverständlich zum Gehege. Ob der Bär gerade hinein- oder herauswollte, hat er uns allerdings nicht verraten.
Zwischen Ästen, Stämmen und Waldboden gibt es offenbar jede Menge zu untersuchen. Für uns sieht’s nach Wald aus – für einen Bären steckt da vermutlich deutlich mehr drin.
Zwischen Ästen, Stämmen und Waldboden gibt es offenbar jede Menge zu untersuchen. Für uns sieht’s nach Wald aus – für einen Bären steckt da vermutlich deutlich mehr drin.
Ein paar Sekunden später sieht die gleiche Szene schon wieder ganz anders aus. Bärenbeobachtung hat eben auch ein bisschen mit Geduld zu tun.
Ein paar Sekunden später sieht die gleiche Szene schon wieder ganz anders aus. Bärenbeobachtung hat eben auch ein bisschen mit Geduld zu tun.

Fisch geht einfach immer

Nach knapp zwei Stunden meldete sich langsam der Hunger. Und worauf hatten wir Lust? Natürlich auf Fisch.

Also steuerten wir den Imbiss an – und wurden positiv überrascht. Eine Bismarcksemmel kostete 4,80 Euro, ebenso eine Räucherfischsülze im Brötchen. Beide waren großzügig belegt und wirklich preiswert und ausgesprochen lecker. Nur beim Getränkeangebot wurden wir nicht fündig. Zum Glück hatten wir noch ausreichend Mineralwasser dabei.

Der gemütliche Ausklang

Eigentlich wollten wir den Tag anschließend noch in der Müritz-Therme ausklingen lassen.

Doch kaum waren wir wieder in unserer Unterkunft, überfiel uns eine akute Lustlosigkeit. Ihr wisst schon, diese angenehme Art von Trägheit, bei der man sich fragt, warum man überhaupt noch einmal aufstehen soll.

Also nahmen wir stattdessen im Garten Platz, gönnten uns einen Spritzer und genossen einfach das süße Nichtstun. Mit dem einen oder anderen Glas und ganz ohne schlechtes Gewissen ließen wir den Abend gemütlich ausklingen, bis Morpheus uns schließlich freundlich in seine Arme schloss.

„Unsere“ Terrasse. Die Polster nimmt man sich aus einer Kiste – und verstaut sie nach Gebrauch selbstverständlich auch wieder dort.
„Unsere“ Terrasse. Die Polster nimmt man sich aus einer Kiste – und verstaut sie nach Gebrauch selbstverständlich auch wieder dort.
Wir kämen vermutlich nicht auf die Idee, so einen übergroßen Blumentopf samt Inhalt auf einer Wiese zu platzieren – aber hier im Garten der Ferienresidenz macht er sich richtig gut.
Wir kämen vermutlich nicht auf die Idee, so einen übergroßen Blumentopf samt Inhalt auf einer Wiese zu platzieren – aber hier im Garten der Ferienresidenz macht er sich richtig gut.

Auf der Suche nach dem wilden Leben

Natur pur – vielleicht ein bisschen zu pur

Nach dem Frühstück hieß es heute: Wanderschuhe an und auf in den Müritzer Nationalpark. Er erstreckt sich über rund 32.000 Hektar – eine Menge Platz also für Natur, Tiere und hoffentlich auch für uns.

Wir fuhren bis Boek und stellten dort unser Auto auf dem Parkplatz ab. Nach ein paar hundert Metern endete die Straße und der Nationalpark begann.

Bevor wir uns allerdings ins wilde Naturerlebnis stürzten, machten wir noch einen kurzen Abstecher zur Boeker Kirche. Sie ist klein und schlicht gehalten. Auf den Kirchenbänken lagen verschiedene bunte Kissen, die dem Gotteshaus eine gemütliche, fast schon familiäre Atmosphäre verliehen. Man fühlte sich eher willkommen als ehrfürchtig – und genau das gefiel mir.

Nach wenigen Minuten verließen wir die kleine Kirche wieder und machten uns auf den Weg. Etwa 600 Meter weiter begann dann offiziell unser Naturabenteuer.

Bevor es für uns in den Müritz-Nationalpark ging, machten wir noch einen kurzen Abstecher zur kleinen Kirche in Boek.
Bevor es für uns in den Müritz-Nationalpark ging, machten wir noch einen kurzen Abstecher zur kleinen Kirche in Boek.
Innenansicht der St.-Johannis-Kirche in Boek. Die 1847 eingeweihte Kirche wirkt hell und schlicht – und genau diese ruhige, freundliche Atmosphäre hat uns gefallen.
Innenansicht der St.-Johannis-Kirche in Boek. Die 1847 eingeweihte Kirche wirkt hell und schlicht – und genau diese ruhige, freundliche Atmosphäre hat uns gefallen.
Der schlichte Altarraum der St.-Johannis-Kirche in Boek. Der ursprüngliche Altar ist nicht mehr erhalten; heute prägt ein schlichtes Kruzifix an der Chorwand den Raum. Die helle Gestaltung und die farbig verglasten Fenster geben der Kirche ihre freundliche, ruhige Atmosphäre.
Der schlichte Altarraum der St.-Johannis-Kirche in Boek. Der ursprüngliche Altar ist nicht mehr erhalten; heute prägt ein schlichtes Kruzifix an der Chorwand den Raum. Die helle Gestaltung und die farbig verglasten Fenster geben der Kirche ihre freundliche, ruhige Atmosphäre.
Blick zurück in Richtung Eingang und Westempore. Dort befindet sich eine besondere Kostbarkeit der Kirche: eine 1853 von Wilhelm Sauer gebaute Orgel – sein ältestes erhaltenes Instrument und eines seiner frühen Werke.
Blick zurück in Richtung Eingang und Westempore. Dort befindet sich eine besondere Kostbarkeit der Kirche: eine 1853 von Wilhelm Sauer gebaute Orgel – sein ältestes erhaltenes Instrument und eines seiner frühen Werke.
Die St.-Johannis-Kirche von der Seite: ein neugotischer Backsteinbau mit polygonalem Chorschluss und vorgestelltem Westturm. Der heutige Kirchenbau entstand ab 1844 und wurde 1847 eingeweiht.
Die St.-Johannis-Kirche von der Seite: ein neugotischer Backsteinbau mit polygonalem Chorschluss und vorgestelltem Westturm. Der heutige Kirchenbau entstand ab 1844 und wurde 1847 eingeweiht.

Rundweg „Fauler Ort“

Wir entschieden uns für den 7,5 Kilometer langen Rundweg „Fauler Ort“. Der Name klingt ja schon einmal vielversprechend – zumindest für Menschen, die im Urlaub gerne mal faul sind. 😉

Tatsächlich handelt es sich bei „Fauler Ort“ um einen volkstümlichen Begriff. Er bezieht sich auf die nahe gelegenen Seen, bei denen es sich um Verlandungsseen handelt. Diese „faulen“ sprichwörtlich vor sich hin.

Nach 1945 wurde das Gebiet im Zuge der Bodenreform einem Forstbetrieb zugesprochen. Wir wanderten zunächst durch einen angepflanzten Kiefernwald mit hohen, geradlinig in den Himmel ragenden Bäumen. Unter ihrem Schutz haben sich inzwischen verschiedene Laubbäume wie Birken und Eichen entwickelt.

Hätten wir diese Wanderkarte mal früher gehabt.

Gut vorbereitet in den Müritz-Nationalpark

Wir haben uns bei der Wahl unserer Wanderung vor Ort an den öffentlichen Informationstafeln orientiert und uns schließlich für den Rundweg „Fauler Ort“ entschieden. Der war durchaus schön – entsprach aber nicht ganz dem, was wir uns von unserer Tour durch den Nationalpark erhofft hatten.

Hätten wir diese Wanderkarte schon vorher gehabt, hätten wir die verschiedenen Wege und Startpunkte besser miteinander vergleichen können. Vermutlich hätten wir uns dann für eine andere Route entschieden, die noch besser zu unseren Erwartungen gepasst hätte.

Für die Planung zu Hause – und natürlich auch unterwegs – finden wir so eine klassische Wanderkarte deshalb ausgesprochen praktisch.

→ Wanderkarte Müritz-Nationalpark ansehen
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Natur pur – vielleicht ein bisschen zu pur

Nach etwa zwei Stunden erreichten wir den Priesterbäker See. Eine kleine Plattform mit Bänken lud zum Verweilen ein. Also setzten wir uns und schauten erwartungsvoll auf den See.

Leider gab es dort nicht allzu viel zu sehen. Ein paar Seerosen – das war’s.

Aber gut, wir waren ja wegen der Natur hier. Nach einer kurzen Pause wanderten wir weiter.

Etwa eine halbe Stunde später ließen wir den Hofsee rechts liegen. Und langsam machte sich bei uns eine gewisse Ernüchterung breit.

Denn irgendwie passierte … gar nichts.

Kein Hase hoppelte über den Weg. Kein Reh brach plötzlich aus dem Gebüsch. Kein Fuchs ließ sich blicken. Kein Vogel flatterte aufgeregt vor uns davon – geschweige denn, dass einer sang.

Nichts.

Nur Wald. Stille. Und sehr gute Luft.

Zugegeben: Eigentlich genau das, was man von einem Nationalpark erwarten darf. Aber ein kleines bisschen mehr Action hätten wir uns schon gewünscht.

Der Weg führt zunächst durch einen lichten Kiefernwald – ruhig, schattig und wunderbar angenehm zu laufen. Noch waren wir gespannt, was uns unterwegs begegnen würde.
Der Weg führt zunächst durch einen lichten Kiefernwald – ruhig, schattig und wunderbar angenehm zu laufen. Noch waren wir gespannt, was uns unterwegs begegnen würde.
Am Priesterbäker See machten wir Pause. Schilf, Wasser und viel Ruhe – landschaftlich ist der Priesterbäker See wunderschön. Nur mit tierischen Begegnungen hielt er sich an diesem Tag ausgesprochen zurück.
Am Priesterbäker See machten wir Pause. Schilf, Wasser und viel Ruhe – landschaftlich ist der Priesterbäker See wunderschön. Nur mit tierischen Begegnungen hielt er sich an diesem Tag ausgesprochen zurück.
Der Priesterbäker See gehört zur Kernzone des Müritz-Nationalparks. Rund um das Gewässer prägen Feuchtflächen, Schilf und Wald die Landschaft.
Der Priesterbäker See gehört zur Kernzone des Müritz-Nationalparks. Rund um das Gewässer prägen Feuchtflächen, Schilf und Wald die Landschaft.
Eine kleine Aussichtsplattform direkt am Wasser lädt zum Sitzen und Beobachten ein. Wir saßen eine ganze Weile dort – nur leider wollte sich außer ein paar Seerosen niemand zeigen.
Eine kleine Aussichtsplattform direkt am Wasser lädt zum Sitzen und Beobachten ein. Wir saßen eine ganze Weile dort – nur leider wollte sich außer ein paar Seerosen niemand zeigen.
Mitten im Nationalpark liegt die Biologische Station „Fauler Ort“ der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sie dient Studierenden und Forschenden als Ausgangspunkt für Exkursionen, Praktika und ökologische Forschungsarbeiten.
Mitten im Nationalpark liegt die Biologische Station „Fauler Ort“ der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sie dient Studierenden und Forschenden als Ausgangspunkt für Exkursionen, Praktika und ökologische Forschungsarbeiten.
Je weiter wir gingen, desto ursprünglicher wirkte der Wald: feuchter Boden, Totholz, Farne und dichtes Grün. Natur pur – diesmal wirklich ganz ohne Showprogramm.
Je weiter wir gingen, desto ursprünglicher wirkte der Wald: feuchter Boden, Totholz, Farne und dichtes Grün. Natur pur – diesmal wirklich ganz ohne Showprogramm.
Danach wieder: Wald, Stille und sehr gute Luft. Eigentlich genau das, was man von einem Nationalpark erwarten darf – nur ein kleines bisschen mehr „wildes Leben“ hätten wir uns schon gewünscht.
Danach wieder: Wald, Stille und sehr gute Luft. Eigentlich genau das, was man von einem Nationalpark erwarten darf – nur ein kleines bisschen mehr „wildes Leben“ hätten wir uns schon gewünscht.

Vom Nationalpark zum „Volltreffer“

Wieder am Auto angekommen, war es inzwischen etwa 13.30 Uhr. Eigentlich hatten wir noch vor, zum Müritzhof zu fahren. Doch ein Blick auf die Fahrzeit machte uns schnell einen Strich durch die Rechnung: 1 Stunde und 10 Minuten hätten wir gebraucht. Wir hätten zunächst wieder zurück, dann Richtung Waren und anschließend noch einmal nach Süden fahren müssen.

Nach der Wanderung hatten wir auf eine ausgedehnte Autofahrt überhaupt keine Lust.

Und dann kam ich auf einen – wie ich zunächst fand – glorreichen Gedanken.

Wir waren vor einigen Jahren schon einmal im Schloss Fleesensee gewesen – natürlich ebenfalls mit einem schönen Angebot von Secret Escapes. Damals waren für einen Tag Fahrräder includiert gewesen . Da wir nur Frühstück gebucht hatten, waren wir zum Golfplatz gefahren, um dort etwas zu essen. Das Restaurant wurde damals von jungen Leuten betrieben, und wir erinnerten uns beide daran, dass das Essen richtig lecker und dazu noch erstaunlich günstig gewesen war.

Nur an den Namen konnten wir uns beim besten Willen nicht mehr erinnern.

Inzwischen läuft das Ganze unter dem Namen „Volltreffer“.

Na, wenn das mal kein gutes Zeichen war!

Ein Teller voller Vorfreude

Etwa 25 Minuten später waren wir da. Harald bestellte sich einen Burger, während ich mich für eine gemischte Platte entschied: frittierte Blumenkohlröschen, Champignons, Emmentaler, Zwiebelringe und Hähnchen. Dazu gab es drei verschiedene Soßen.

Wir mussten ein bisschen warten, aber wir hatten schließlich Zeit. Und Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.

Dann kam unser Essen.

Meine Platte sah zunächst wirklich fantastisch aus. Alles war appetitlich auf einem Holzteller angerichtet. Dazu lagen hauchdünne Kartoffelchips auf dem Teller.

Allerdings war da etwas, das mich irritierte.

Ein eigenartiger Geruch stieg mir in die Nase.

Ich nahm einen Chip und probierte vorsichtig.

Und plötzlich war klar: Die Chips schmeckten genauso, wie sie rochen.

Alt. Und scheußlich.

Meine gute Laune verabschiedete sich augenblicklich und machte einem leichten Anflug von Ärger Platz.

Jetzt war Schluss mit der Höflichkeit

Bis zu diesem Moment hatten wir im Urlaub noch nie etwas gesagt, wenn wir mit dem Essen nicht hundertprozentig zufrieden waren. Man kann ja nicht jedes Mal ein Drama daraus machen.

Aber diesmal war ich wirklich enttäuscht.

Als die Servicekraft später fragte: „Hat es geschmeckt?“, antwortete ich ausnahmsweise einmal ganz ehrlich.

„Die Chips waren leider alt und schmeckten scheußlich.“

Das war der Servicekraft sichtlich unangenehm. Sie konnte schließlich nichts dafür und hatte die Chips ja nicht selbst hergestellt.

Wir bezahlten und machten uns anschließend auf den Weg zurück nach Röbel.

Mein „glorreicher“ Gedanke hatte also leider keinen Volltreffer gelandet. Und hier konnte man wirklich nicht sagen “Nomen est Omen.“

Kleine Entschädigung muss sein

Auf dem Rückweg kauften wir noch Räucherfisch für zu Hause. Und nach dem kleinen kulinarischen Reinfall brauchten wir natürlich noch eine angemessene Entschädigung.

Also gönnten wir uns kurzerhand ein großes Stück Kuchen – für zwei.

Und wir genossen es.

Abendspaziergang am Dambecker See

Am Abend wollten wir noch einmal los, um für’s Auto ein wenig Strom nachzuladen. Wir hätten auch einfach unterwegs während eines Ausflugs oder auf dem Heimweg laden können – aber uns lockte die Natur. Während unser Fahrzeug an der Ladesäule seine Energie tankte, nutzten wir die Zeit für einen kleinen Spaziergang – 20 Minuten nur – aber sehr schön.

Direkt gegenüber der Ladesäule lag der Dambecker See. Wir gingen durch eine kleine Parkanlage und entdeckten dort die Überreste eines ehemaligen Hünengrabes. Die großen Findlinge lagen verstreut auf der Erde und waren teilweise schon von Moos überzogen Ein etwas trauriger Anblick, wenn man bedenkt, wie viele Jahrtausende diese Steine vermutlich schon hinter sich haben.

Anschließend führte uns ein Wiesenweg weiter. Dabei kamen wir an einem Haus vorbei, das zur Hälfte von Efeu bedeckt war. Es sah fast ein bisschen verwunschen aus – fehlte eigentlich nur noch Rapunzel am Fenster.

Schließlich erreichten wir den Dambecker See. Er liegt wunderschön zwischen Wald und Wiesen. Hier und da gibt es einen kleinen Badestrand und sogar einen Bootsverleih. Alles wirkte ruhig und friedlich – genau richtig für einen Abendspaziergang.

Der Dambecker See lag direkt gegenüber unserer Ladesäule – also nutzten wir die Ladepause einfach für einen kleinen Abendspaziergang. Eine ziemlich angenehme Art, Wartezeit zu überbrücken.
Der Dambecker See lag direkt gegenüber unserer Ladesäule – also nutzten wir die Ladepause einfach für einen kleinen Abendspaziergang. Eine ziemlich angenehme Art, Wartezeit zu überbrücken.
Schon nach wenigen Minuten wurde es erstaunlich idyllisch: Wiesen, alte Bäume – und im Hintergrund ein Haus, das sich die Natur langsam zurückzuerobern scheint.
Schon nach wenigen Minuten wurde es erstaunlich idyllisch: Wiesen, alte Bäume – und im Hintergrund ein Haus, das sich die Natur langsam zurückzuerobern scheint.
Ein schmaler Wiesenweg führte uns weiter durch das üppige Grün. Kein spektakuläres Ausflugsziel – aber genau richtig für einen ruhigen Spaziergang am Abend.
Ein schmaler Wiesenweg führte uns weiter durch das üppige Grün. Kein spektakuläres Ausflugsziel – aber genau richtig für einen ruhigen Spaziergang am Abend.
Dann lag der Dambecker See vor uns: stilles Wasser, Wald am gegenüberliegenden Ufer und ein paar kleine Boote. Viel mehr brauchten wir an diesem Abend eigentlich nicht.
Dann lag der Dambecker See vor uns: stilles Wasser, Wald am gegenüberliegenden Ufer und ein paar kleine Boote. Viel mehr brauchten wir an diesem Abend eigentlich nicht.
Am kleinen Bootsplatz wurde die Stimmung noch ein bisschen norddeutscher: einfache Ruderboote, Schilf und Wasser.
Am kleinen Bootsplatz wurde die Stimmung noch ein bisschen norddeutscher: einfache Ruderboote, Schilf und Wasser.
Das halb von Efeu überwucherte alte Gebäude hatte es uns besonders angetan. Ein bisschen verwunschen sah es schon aus – eigentlich fehlte nur noch Rapunzel am Fenster.
Das halb von Efeu überwucherte alte Gebäude hatte es uns besonders angetan. Ein bisschen verwunschen sah es schon aus – eigentlich fehlte nur noch Rapunzel am Fenster.
Unter den Bäumen entdeckten wir schließlich die großen, moosbewachsenen Findlinge eines ehemaligen Großsteingrabes. Viel ist davon heute nicht mehr erhalten – aber die Steine erinnern noch immer daran, wie lange Menschen diese Landschaft schon besiedeln.
Unter den Bäumen entdeckten wir schließlich die großen, moosbewachsenen Findlinge eines ehemaligen Großsteingrabes. Viel ist davon heute nicht mehr erhalten – aber die Steine erinnern noch immer daran, wie lange Menschen diese Landschaft schon besiedeln.

Feierabend für Mensch und Auto

Langsam wurde es allerdings Zeit, wieder zu unserem Auto zurückzukehren. Schließlich hatte es inzwischen seine Energiereserven aufgefüllt und wartete bereits auf uns.

Zurück in unserer Suite gönnten wir uns noch ein kleines Gute-Nacht-Getränk. Danach war der Tag endgültig gelaufen – wir fielen todmüde ins Bett und waren vermutlich schneller im Land der Träume, als wir „Gute Nacht“ sagen konnten.

Mit dem Fahrrad nach Mirow … oder auch nicht

Auf Rädern in Richtung Mirow

Nach einer erholsamen Nacht und einem leckeren Frühstück beschlossen wir, heute nach Mirow zu fahren. Und zwar mit dem Fahrrad.

Radhelme und Handschuhe hatten wir natürlich dabei. Was wir leider vergessen hatten: die Radlerhosen.

Ein kleiner, aber nicht ganz unwichtiger Fehler, wie sich später noch herausstellen sollte. 😉

Also ließen wir uns zwei Fahrräder geben und machten uns voller Tatendrang auf den Weg.

Zu Hause hatte ich mir die Route bereits herausgeschrieben. Auf dem Papier sah alles ganz einfach aus. In der Realität hatte die Strecke allerdings beschlossen, ein Eigenleben zu entwickeln.

Wir folgten zunächst brav dem ausgeschilderten Radweg. Der führte uns allerdings irgendwann auf die Landstraße. Also drehten wir um. Die nächste Abzweigung sah nach einer Weile aus, als wären wir auf dem Rundweg gekommen. Wieder zurück, bis wir durch kommod feststellten, das wir doch richtig gewesen wären.

Radfahren mit Bergwertung

Also wieder umdrehen und erneut los.

Schließlich führte der Weg tatsächlich an der Müritz entlang. Wunderschön – aber auch überraschend hügelig. Gefühlt ging es ständig bergauf und bergab. Und dabei dachte ich an eine entspannte Radtour.

Irgendwann hatte ich allerdings die Nase voll. Genauer gesagt: Mein Allerwertester Der Fahrradsattel und ich waren einfach nicht kompatibel. Und da wir die Radlerhosen zu Hause gelassen hatten, sagte ich einfach: Mag nicht mehr – und wir drehten um.

Los geht’s Richtung Mirow: Anfangs führte der Weg noch ganz entspannt am Wasser entlang – und wir waren überzeugt, dass das eine gemütliche Radtour werden würde.
Los geht’s Richtung Mirow: Anfangs führte der Weg noch ganz entspannt am Wasser entlang – und wir waren überzeugt, dass das eine gemütliche Radtour werden würde.
Immer wieder öffnete sich der Blick auf kleine Wasserarme und Bootshäuser. Genau für solche Momente lohnt sich die Strecke entlang der Müritz.
Immer wieder öffnete sich der Blick auf kleine Wasserarme und Bootshäuser. Genau für solche Momente lohnt sich die Strecke entlang der Müritz.
Die Bootshäuser spiegelten sich fast perfekt im stillen Wasser. So darf eine Radtour gerne anfangen.
Die Bootshäuser spiegelten sich fast perfekt im stillen Wasser. So darf eine Radtour gerne anfangen.
Zwischendurch wurde es ländlicher: Felder, viel Himmel und ein Radweg, der zunächst ganz harmlos aussah.
Zwischendurch wurde es ländlicher: Felder, viel Himmel und ein Radweg, der zunächst ganz harmlos aussah.
Auf der anderen Seite der Müritz tauchte immer wieder der markante Kirchturm von Röbel auf – ein schöner Orientierungspunkt unterwegs.
Auf der anderen Seite der Müritz tauchte immer wieder der markante Kirchturm von Röbel auf – ein schöner Orientierungspunkt unterwegs.
Die Müritz zeigte sich an diesem Tag von ihrer Postkarten-Seite: blaues Wasser, Schilf und ein weiter Blick bis hinüber nach Röbel.
Die Müritz zeigte sich an diesem Tag von ihrer Postkarten-Seite: blaues Wasser, Schilf und ein weiter Blick bis hinüber nach Röbel.
Eigentlich herrliche Bedingungen zum Radfahren. Eigentlich. Denn irgendwann merkten wir, dass die Strecke deutlich hügeliger war als erwartet.
Eigentlich herrliche Bedingungen zum Radfahren. Eigentlich. Denn irgendwann merkten wir, dass die Strecke deutlich hügeliger war als erwartet.
Die ehemalige Synagoge von Röbel ist ein stiller, aber bemerkenswerter Ort: Der 1831 errichtete Fachwerkbau gehört zu den wenigen erhaltenen Synagogen dieser Art in Mecklenburg. Gleich nebenan erinnert der Engelsche Hof an die jüdische Geschichte der Stadt und der Region.

Ein Stück jüdische Geschichte

Auf dem Rückweg machten wir noch Halt an der ehemaligen Synagoge, die 1831 erbaut wurde. Sie gehört zu den wenigen erhaltenen Fachwerksynagogen Mecklenburgs.

Im angrenzenden Engelschen Hof befindet sich eine Dauerausstellung zur regionalen jüdischen Geschichte. Auch der Grabstein von Benjamin Engel ist dort zu sehen. Er gründete 1870 für die Bürger seiner Stadt eine karitative Stiftung.

Ein interessanter und zugleich nachdenklich stimmender Zwischenstopp auf unserer kleinen Fahrradtour.

Plan B: Mirow mit dem Auto

Zurück im Hotel konnten wir immerhin auf fast 16 Kilometer Fahrradstrecke zurückblicken. Für eine Fahrt, die eigentlich nach Mirow führen sollte, hatten wir damit zwar ordentlich Strecke gemacht – nur Mirow hätten wir noch lange nicht erreicht.

Also nahmen wir den Autoschlüssel und beschlossen, die Strecke ganz klassisch auf vier Rädern zurückzulegen.

Mirow – klein, beschaulich und hoffnungslos überfüllt

Nach ungefähr 20 Minuten erreichten wir Mirow. „Ein kleines, beschauliches Städtchen“, dachte ich zunächst. Genau das Richtige für einen gemütlichen Nachmittag.

Auf unserem Besichtigungsprogramm stand einiges: die Schlossinsel, die Liebesinsel, das Schloss, das 3-Königinnen-Palais und die Johanniterkirche. Wir hatten also einiges vor.

Doch bevor wir überhaupt mit dem Besichtigen beginnen konnten, hatten wir  ein ganz anderes Problem : Wo zum Teufel sollten wir unser Auto abstellen?

Der erste Parkplatz – voll.

Der zweite – ebenfalls voll.

Also weiter zum dritten Parkplatz. Und auch hier: kein einziges Plätzchen für uns.

Inzwischen war unsere Begeisterung für das beschauliche Mirow deutlich gesunken. Ein anderer, ebenso frustrierter Autofahrer stand ziemlich niedergeschlagen herum und quengelte tatsächlich wie ein kleines Kind:

„Ich will nach Hause!“

Ich konnte ihn gut verstehen. Mir ging es nämlich kaum besser.

Als ich schon sagen wollte: „Komm, wir fahren wieder“, fiel mir plötzlich ein, dass ich unterwegs noch ein Parkplatzschild gesehen hatte.

Das war unsere Rettung!

Also wenden und los. Wir folgten dem Schild und landeten schließlich auf einem Trödelmarkt. Dort fanden wir tatsächlich noch eine kleine Lücke zwischen zwei anderen Autos.

Kunst, Handwerk und die Erklärung für das Verkehrschaos

Nachdem wir unser Auto endlich abgestellt hatten, schlenderten wir zunächst noch ein wenig über den Trödelmarkt. Doch irgendwie sprang uns nichts an. Richtung Schloss entdeckten wir einen Schotterweg, den wir kurzentschlossen nahmen. Schon nach kurzer Zeit standen wir vor dem markanten Torhaus

Und plötzlich wussten wir auch, warum in Mirow die Hölle los war!

An diesem Wochenende fand das Jubiläum des traditionellen Kunsthandwerkermarktes „Kunst am Schloss“ statt. Mehr als 80 Künstler und Handwerker präsentierten dort ihre Werke. Glas, Ton, Holz und Metall – für jeden Geschmack war etwas dabei.

Natürlich durfte auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. An zahlreichen Ständen lockten kulinarische Köstlichkeiten: französische Salami, verschiedene Käsesorten und Schinken, Gewürze und vieles mehr. Wer eher auf Süßes stand, konnte sich bei Kaffee und Kuchen stärken. Was wir später auch probierten und aus einem Stück Kuchen wurden zwei. Absolut lecker.

Des Rätsels Lösung: der Kunst- und Handwerkermarkt. Daher also die vielen Leute – und vor allem die vielen Autos.
Des Rätsels Lösung: der Kunst- und Handwerkermarkt. Daher also die vielen Leute – und vor allem die vielen Autos.
Das Angebot und die Stände machten durchaus einen attraktiven Eindruck. Für das Gewühl fühlten wir uns allerdings noch nicht bereit und besichtigten deshalb zuerst die Kirche. Kühle Stille – sehr schön. :-)
Das Angebot und die Stände machten durchaus einen attraktiven Eindruck. Für das Gewühl fühlten wir uns allerdings noch nicht bereit und besichtigten deshalb zuerst die Kirche. Kühle Stille – sehr schön. :-)

Hoch hinaus in der Johanniterkirche

Da uns die Menschenmenge rund um den Kunsthandwerkermarkt doch ein bisschen zu viel war, beschlossen wir, erst einmal die Johanniterkirche zu besichtigen. Ein ruhigerer Ort, bevor wir uns wieder ins Getümmel stürzen würden.

Für die Besteigung des Kirchturms wurde für uns beide ein Obolus von 7 Euro verlangt. Die freundliche Dame an der Kasse erzählte uns zunächst einiges über die Kirche und versorgte uns anschließend mit einem Audio-Guide.

Dann ging es los: 146 Stufen lagen vor uns.

Der Turm hat insgesamt zehn Ebenen, auf denen immer wieder Bänke zum kurzen Verschnaufen stehen. Sehr vorausschauend. Bis hinauf zum Rundgang unter der Turmspitze gab es einiges zu entdecken. Zwei Ebenen informierten über die Geschichte der Johanniter, auf einer anderen befand sich eine kleine Bibliothek und eine weitere beherbergte eine Bilderausstellung.

Sogar die vier Glocken konnten wir aus der Nähe bewundern.

Die Johanniterkirche in Mirow – unser Zufluchtsort vor dem Trubel des Kunst- und Handwerkermarktes. Und zugleich der Ausgangspunkt für 146 Stufen nach oben.
Die Johanniterkirche in Mirow – unser Zufluchtsort vor dem Trubel des Kunst- und Handwerkermarktes. Und zugleich der Ausgangspunkt für 146 Stufen nach oben.
Noch einmal ein Blick ins helle Kirchenschiff, bevor es in den Turm ging. Von oben bekommt man einen besonders schönen Eindruck vom schlichten, langgestreckten Innenraum.
Noch einmal ein Blick ins helle Kirchenschiff, bevor es in den Turm ging. Von oben bekommt man einen besonders schönen Eindruck vom schlichten, langgestreckten Innenraum.
Schon auf den ersten Ebenen wird klar: Der Turm ist mehr als nur ein Aussichtspunkt. Kleine Ausstellungen begleiten den Aufstieg und erzählen unter anderem von der Geschichte der Kirche und der Region.
Schon auf den ersten Ebenen wird klar: Der Turm ist mehr als nur ein Aussichtspunkt. Kleine Ausstellungen begleiten den Aufstieg und erzählen unter anderem von der Geschichte der Kirche und der Region.
Eine überraschende Entdeckung unterwegs: Im Turm gibt es tatsächlich eine kleine Bibliothek. Wer mag, kann hier zwischen den Bücherregalen stöbern – und zwischendurch gleich noch ein wenig verschnaufen.
Eine überraschende Entdeckung unterwegs: Im Turm gibt es tatsächlich eine kleine Bibliothek. Wer mag, kann hier zwischen den Bücherregalen stöbern – und zwischendurch gleich noch ein wenig verschnaufen.
Über eine enge Wendeltreppe ging es weiter nach oben. Auch hier begleiten Ausstellungstafeln den Weg – und die Bänke zum kurzen Ausruhen kamen uns zunehmend sinnvoll vor. ;-)
Über eine enge Wendeltreppe ging es weiter nach oben. Auch hier begleiten Ausstellungstafeln den Weg – und die Bänke zum kurzen Ausruhen kamen uns zunehmend sinnvoll vor. ;-)
ann standen wir tatsächlich mitten zwischen den Glocken. Die große Glocke links stammt laut Infotafel aus dem Jahr 2003 und hat einen Durchmesser von gut einem Meter. So nah kommt man Kirchenglocken eher selten.
ann standen wir tatsächlich mitten zwischen den Glocken. Die große Glocke links stammt laut Infotafel aus dem Jahr 2003 und hat einen Durchmesser von gut einem Meter. So nah kommt man Kirchenglocken eher selten.
Noch einmal der Blick von oben auf das Glockengeschoss: Insgesamt vier Glocken hängen hier im Turm. Spätestens an dieser Stelle merkt man, dass sich der Aufstieg nicht nur wegen der späteren Aussicht lohnt.
Noch einmal der Blick von oben auf das Glockengeschoss: Insgesamt vier Glocken hängen hier im Turm. Spätestens an dieser Stelle merkt man, dass sich der Aufstieg nicht nur wegen der späteren Aussicht lohnt.

Der Blick über Mirow

Oben angekommen, erwartete uns eine wunderschöne Aussicht. Weit über das Land konnten wir schauen, dazu über den Mirower See und Kanal. Die 146 Stufen hatte sich definitiv gelohnt.

Auch tierische Bewohner hat der Kirchturm: Turmfalken brüten hier und können sogar über eine Webcam beobachtet werden. So etwas finde ich immer schön – Kirche und Natur unter einem Dach.

Oben angekommen: Der Blick schweift weit über den Mirower See und die grüne Landschaft rund um die Stadt. Spätestens hier waren die 146 Stufen vergessen.
Oben angekommen: Der Blick schweift weit über den Mirower See und die grüne Landschaft rund um die Stadt. Spätestens hier waren die 146 Stufen vergessen.
Noch einmal der Blick über den See – mit Booten, Uferhäusern und viel Grün. Mirow wirkt von oben fast ein bisschen wie aus der Modellbahn.
Noch einmal der Blick über den See – mit Booten, Uferhäusern und viel Grün. Mirow wirkt von oben fast ein bisschen wie aus der Modellbahn.
Am gegenüberliegenden Ufer reihen sich kleine Bootshäuser direkt am Wasser. Von oben sieht man erst richtig, wie eng Stadt, See und Natur hier miteinander verbunden sind.
Am gegenüberliegenden Ufer reihen sich kleine Bootshäuser direkt am Wasser. Von oben sieht man erst richtig, wie eng Stadt, See und Natur hier miteinander verbunden sind.
Auch über die Dächer von Mirow reicht der Blick weit hinaus. Der Turm ist eben nicht nur wegen seiner Ausstellungen spannend – die Aussicht ist mindestens genauso lohnend.
Auch über die Dächer von Mirow reicht der Blick weit hinaus. Der Turm ist eben nicht nur wegen seiner Ausstellungen spannend – die Aussicht ist mindestens genauso lohnend.
Direkt unter uns lag der Schlosspark mit dem Kunst- und Handwerkermarkt. Von oben wirkte das Gedränge gleich deutlich entspannter.
Direkt unter uns lag der Schlosspark mit dem Kunst- und Handwerkermarkt. Von oben wirkte das Gedränge gleich deutlich entspannter.
Noch einmal der Blick hinunter auf Schlosspark und See – eingerahmt von viel Grün und einem erstaunlich weiten Himmel. Genau für solche Aussichten steigt man 146 Stufen hinauf.
Noch einmal der Blick hinunter auf Schlosspark und See – eingerahmt von viel Grün und einem erstaunlich weiten Himmel. Genau für solche Aussichten steigt man 146 Stufen hinauf.

Ein Stück Kirchengeschichte

Die Johanniterkirche wurde als Backsteinbau im gotischen Stil errichtet. Sie besteht aus dem schmaleren östlichen Teil, dem Chor beziehungsweise Altarraum, und dem westlich angebauten, etwa drei Meter breiteren Kirchenschiff.

Im Inneren wird der Altarraum vom hohen Barockaltar beherrscht. Auch die Decke des Kirchenraums wurde im barocken Stil als Voutendecke gestaltet.

Seitlich der Kirche befindet sich die Fürstengruft. Sie ist die Erbbegräbnisstätte der Strelitzer Fürsten – mit einer Ausnahme: der letzte Großherzog Adolf Friedrich VI. fand seine letzte Ruhestätte nicht hier, sondern auf der sogenannten Liebesinsel.

Von außen lässt sich der Aufbau der Johanniterkirche gut erkennen: der schmalere Chor und das breitere Kirchenschiff. Direkt daneben befindet sich die Fürstengruft – Ruhestätte der Strelitzer Fürsten und damit noch einmal ein ganz eigenes Stück Mirower Geschichte.

Auf königlichen Spuren

Als Nächstes schlenderten wir zum Mirower Rokoko-Schloss. Direkt gegenüber befindet sich das 3-Königinnen-Palais, das im historischen Kavalierhaus untergebracht ist.

Dort erwartete uns eine interaktive Ausstellung, die sich mit drei bemerkenswerten Frauen aus dem Hause Mecklenburg-Strelitz beschäftigt. Und wie der Name des Palais schon verrät: Es geht um drei Prinzessinnen, die es allesamt bis auf einen Königsthron geschafft haben..

Drei Königreiche

Da wäre zunächst Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz. Sie heiratete Georg III. und wurde damit Königin von Großbritannien..

Luise von Mecklenburg-Strelitz wurde durch ihre Ehe mit Friedrich Wilhelm III. Königin von Preußen. Sie gilt bis heute als eine der bekanntesten und beliebtesten Königinnen Preußens.

Und dann war da noch Friederike von Mecklenburg-Strelitz. Nach mehreren Ehen wurde sie schließlich als Gemahlin von Ernst August I. Königin von Hannover.

Direkt am Schloss: Marktstände, Besucher und jede Menge Betrieb.
Direkt am Schloss: Marktstände, Besucher und jede Menge Betrieb.
Das Mirower Schloss mit seinem barocken Ehrenhof – heute eines der wichtigsten Zeugnisse der Residenzgeschichte von Mecklenburg-Strelitz. An diesem Tag wurde der Platz zusätzlich vom Kunst- und Handwerkermarkt belebt.
Das Mirower Schloss mit seinem barocken Ehrenhof – heute eines der wichtigsten Zeugnisse der Residenzgeschichte von Mecklenburg-Strelitz. An diesem Tag wurde der Platz zusätzlich vom Kunst- und Handwerkermarkt belebt.
Zwischen Schloss und 3-Königinnen-Palais wurde an diesem Tag gestöbert, geschaut und gefachsimpelt. Das historische Ensemble bot dafür natürlich eine ziemlich standesgemäße Kulisse.
Zwischen Schloss und 3-Königinnen-Palais wurde an diesem Tag gestöbert, geschaut und gefachsimpelt. Das historische Ensemble bot dafür natürlich eine ziemlich standesgemäße Kulisse.

Ein Besuch auf der Liebesinsel

Nach so viel Royalem zog es uns nun auf die Liebesinsel. Schon der Name klingt irgendwie romantisch – doch die Geschichte, die sich hier verbirgt, ist alles andere als fröhlich.

Eine kleine Brücke mit schmiedeeisernem Geländer verbindet die Insel mit dem Festland. Und genau hier befindet sich die letzte Ruhestätte des letzten regierenden Großherzogs von Mecklenburg-Strelitz, Adolf Friedrich VI.

Sein Grabmal ist ungewöhnlich und gibt bis heute Rätsel auf: Eine abgebrochene Säule, um die sich eine Schlange windet. Die abgebrochene Säule steht symbolisch für seinen frühen Tod. Er nahm sich am 23. Februar 1918 im Alter von nur 35 Jahren das Leben.

Die Schlange kann für Versuchung, aber auch für Schicksal stehen. Vielleicht ist genau deshalb dieses Grabmal so geheimnisvoll.

Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, warum der junge Großherzog diesen Schritt wählte. Eine mögliche Erklärung ist seine unglückliche Liebe zu Fürstin Daisy von Pleß, die auch als „englische Fürstin“ bekannt wurde.

Ob die Liebe tatsächlich der Grund für seinen Freitod war, bleibt offen. Eine traurige Geschichte – und ein bemerkenswerter Kontrast zu dem bunten und fröhlichen Treiben draußen auf dem Kunsthandwerkermarkt.

Über diese Brücke gelangt man auf die Liebesinsel.
Über diese Brücke gelangt man auf die Liebesinsel.
Von der Liebesinsel aus bietet sich noch einmal eine ganz andere Perspektive auf den Mirower See als vom Turm der Johanniterkirche.
Von der Liebesinsel aus bietet sich noch einmal eine ganz andere Perspektive auf den Mirower See als vom Turm der Johanniterkirche.

Noch einmal zum Fischkutter

Da es inzwischen immer heißer wurde, beschlossen wir, langsam zum Auto zurückzukehren. Wir schlenderten in Richtung Torhaus und kamen dabei an wunderschön blühenden Rabatten und einem musizierenden Trio vorbei. Die drei machten ihre Sache wirklich gut.

Musikalisches Rahmenprogramm: Die drei hatten durchaus ein größeres Publikum.
Musikalisches Rahmenprogramm: Die drei hatten durchaus ein größeres Publikum.
Blick zurück. Der Eindruck täuscht allerdings: Menschenleer war es keineswegs. Wir waren nur geduldig und haben auf den kurzen Moment gewartet, in dem wir das Tor ohne Besucher fotografieren konnten.
Blick zurück. Der Eindruck täuscht allerdings: Menschenleer war es keineswegs. Wir waren nur geduldig und haben auf den kurzen Moment gewartet, in dem wir das Tor ohne Besucher fotografieren konnten.

Kaum angekommen, sprang mir die Fischsuppe ins Auge, während Harald sich für ein Bismarkbrötchen entschied. Dazu natürlich ein großes, schön kaltes Bier. Was braucht man mehr?

Wenig später saßen wir ganz entspannt auf dem Kutter und genossen unser Essen. Und was soll ich sagen: Es schmeckte wieder hervorragend.

Mit einem leisen „Schade, das war’s“ verließen wir schließlich den Kutter und machten uns auf den Rückweg zum Hotel.

Ein bisschen planschen muss sein

Wir hatten schließlich noch eine Tageskarte für die Müritz-Therme. Also Badesachen gepackt und los.

Da es bereits nach 18.00 Uhr war und draußen herrliches Wetter herrschte, war es angenehm leer. Perfekt!

Zum Schwimmen hatten wir allerdings keine große Lust. Also ließen wir uns gemütlich durch den Wildwasserkanal treiben, hängten uns an die Massagedüsen und plantschten einfach munter vor uns hin. Nach zwei Stunden waren wir der Meinung: Das reicht jetzt aber auch.

Unser letzter Abend in Röbel

Zurück im Hotel hätten wir eigentlich langsam mit dem Kofferpacken beginnen können.

Aber mal ehrlich: Wer packt bei so schönem Wetter freiwillig Koffer?

Also verschoben wir die unangenehme Aufgabe kurzerhand auf später, setzten uns stattdessen mit einem Glas Spritzer in den Garten und ließen unseren Kurzurlaub Revue passieren.

Wir blickten auf schöne Tage zurück: auf die Müritz, Röbel und Mirow, auf Fischbrötchen und Räucherfisch, Bären und Kirchen, auf Wanderungen, Fahrradtouren und kleine Irrwege – und natürlich auf jede Menge gutes Essen.

Und genau so sollte ein Urlaub enden: mit einem Glas Spritzer in der Hand, müden Füßen und dem angenehmen Gefühl, wieder einmal eine schöne gemeinsame Zeit erlebt zu haben.

Fazit – ein echter Glücksgriff

Damit wäre eigentlich schon fast alles gesagt. Aber eines möchte ich noch unbedingt erwähnen: Die Ferienresidenz Müritzpark war für uns wirklich ein Glücksgriff.

Das Personal war sowohl an der Rezeption als auch im Frühstückssaal ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Das Frühstück war vielseitig und lecker.

Auch die Fahrräder waren durchaus in Ordnung. Nur an eine Sache sollte man unbedingt denken: Radlerhose einpacken! Der Sattel verzeiht nichts. 😉

Besonders praktisch fanden wir die Lage der Ferienresidenz. Vom Hotel aus gelangte man durch einen kleinen Park direkt in den Ort und war somit schnell an der Uferpromenade und am Hafen.

Vertrauen statt Minibar-Abrechnung

Und dann gab es da noch etwas, das man heutzutage nur noch selten findet: einen Vertrauensschrank.

Dort konnte man sich Getränke und kleine Snacks nehmen und trug alles ganz einfach mit Zimmernummer auf einer Liste ein. Ich fand das richtig sympathisch. Ein kleines Stück Vertrauen, das im Urlaub einfach gutgetan hat.

Alles in allem können wir die Ferienresidenz Müritzpark wirklich empfehlen. Wir haben uns dort sehr wohlgefühlt und würden jederzeit wiederkommen.

Wenn es draußen zu kühl ist, kann man es sich im Aufenthaltsraum gemütlich machen.
Wenn es draußen zu kühl ist, kann man es sich im Aufenthaltsraum gemütlich machen.
Rechts: der Vertrauenskühlschrank. Hier nimmt man sich, was man möchte, und trägt es in eine Liste ein. Abgerechnet wird am Schluss.
Rechts: der Vertrauenskühlschrank. Hier nimmt man sich, was man möchte, und trägt es in eine Liste ein. Abgerechnet wird am Schluss.

Viele (aber nicht alle) unserer Fotos machen wir mit der EOS R10 von Canon. Wir verwenden Sie im Moment mit dem mitgelieferten RF-S 18-45mm F4.5-6.3 is STM Zoomobjektiv.
Und wir lernen die Möglichkeiten dieser tollen Kamera gerade erst kennen.
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