Mecklenburgische Seenplatte – Urlaub in Röbel an der Müritz.
Mecklenburgische Seenplatte: Vier Tage Röbel an der Müritz – mit viel Wasser, Fischbrötchen, kleinen Umwegen und ziemlich vielen schönen Momenten. Wir bummeln durch die Altstadt, besuchen den Bärenwald, wandern im Müritz-Nationalpark, scheitern halbwegs würdevoll an einer Fahrradtour nach Mirow und stellen fest, dass man für einen gelungenen Kurzurlaub gar nicht viel braucht: gutes Essen, ein bisschen Natur, ein paar Überraschungen – und am Abend ein Glas Spritzer im Garten.
Reisezeitraum: 05.08. bis 10.08.2026
Das Hotel: Ferienresidenz Müritzpark
Text: Petra
Bildtexte: Harald
Fotos: Petra und Harald
Gebucht bei: Secret Escapes
Das erwartet Dich unter anderem in diesem Bericht:
Auf dem Weg nach Röbel an der Müritz
Stau statt Seebrise
Endlich war es so weit: Unsere lange gebuchte Reise an die Müritz konnte beginnen. Gebucht hatten wir – wie schon öfter – über Secret Escapes. Irgendwie schaffen die es immer wieder, uns mit ihren Angeboten zu verführen. 🙂
Um die Anreise etwas entspannter zu gestalten, quartierten wir uns kurzerhand als Übernachtungsgäste bei unserem Großen in Sachsen ein. So sparten wir uns am nächsten Tag fast zwei Stunden Fahrzeit – ein Plan, der zunächst hervorragend aufging.
Zwischen 9.00 und 9.30 Uhr machten wir uns auf den Weg. Bis Leipzig lief alles wie am Schnürchen. Doch dann: Stau. Da sich in etwa 300 Metern eine Ausfahrt befand, fassten wir einen spontanen Entschluss und verließen die Autobahn. Leider hatten gefühlt sämtliche anderen Autofahrer dieselbe brillante Idee. Also rollten wir im gemütlichen Kolonnentempo bis zur nächsten Auffahrt und fuhren dort wieder auf die Autobahn.
Etwa 60 Kilometer später wurde es erneut spannend. Ein Polizeiwagen überholte uns, setzte sich an die Spitze des Verkehrs und fuhr mit konstanten 70 km/h voraus. In diesem Moment wusste ich endlich, wie sich Formel-1-Fahrer hinter dem Safety Car fühlen müssen. Den Grund für die Aktion konnten wir allerdings nicht erkennen. Zwei Ausfahrten später verließ das Polizeiauto die Autobahn wieder – und wir durften endlich weiterfahren.
Wer jetzt denkt, das Abenteuer sei beendet, irrt gewaltig. Zwei weitere Staus warteten noch geduldig auf uns. Aus geplanten vier Stunden wurden schließlich sechs. Immerhin konnten wir unterwegs gleich fünf Bundesländer abhaken: Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und schließlich Mecklenburg-Vorpommern, indem wir uns gerade befanden.
Das nächste Mal vielleicht mit Zug und Mietwagen.
Wir haben durchaus auch überlegt, mit dem Zug zu fahren. Da wir aber mal wieder einen schönen „Elektro-Roadtripp“ und Zwischenstation bei unserem Sohn machen wollten, haben wir uns fürs Auto entschieden. Beim nächsten Mal nehmen wir vielleicht den Zug. Da man rund um die Müritz aber auf jeden Fall beweglich sein sollte, wäre unser Plan: Mit dem Zug bis Waren und dort einen Mietwagen übernehmen.
Gerade wenn man nur wenige Tage Zeit hat und Ziele wie Röbel, Mirow, den Bärenwald oder verschiedene Ecken des Müritz-Nationalparks besuchen möchte, spart das einiges an Zeit und macht die Planung deutlich entspannter.
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Endlich angekommen
Als wir endlich Röbel erreichten, war die Erleichterung groß. Unsere Suite in der Ferienresidenz Müritzpark entschädigte sofort für die nervenaufreibende Anreise.
Erste Eindrücke und das ersehnte Fischbrötchen
An der Rezeption bekamen wir unsere Schlüssel, die Gästekarten – mit denen man hier und da ein paar Euro sparen kann – sowie einen Stadtplan von Röbel. Das Gepäck stellten wir nur schnell in der Suite ab, bestaunten kurz unser neues Urlaubsdomizil g, das wirklich schön ist. Und: Der Parkplatz lag direkt vor unserem Fenster. Bequemer geht’s kaum. und machten uns dann mit dem Stadtplan bewaffnet auf den Weg zum Hafen. Unser Ziel war glasklar: Der Hunger verlangte nach einem Fischbrötchen.
Vorbei an der MüritzTherme und dem Mönchteich erreichten wir die Binnenmüritz. Dort entdeckten wir sofort den „Fischkutter“. Doch dann der Schreck: Die Auslage war leer!
Etwas zaghaft fragte ich: „Haben Sie keine Fischbrötchen mehr?“ Habe extra „Brötchen“ gesagt, damit sie mich auch versteht.
Die Antwort zauberte mir sofort wieder ein Lächeln ins Gesicht:
„Wir machen alle frisch. Schauen Sie sich einfach die Bilder an und sagen mir, welches sie möchten.“
Na, das klang doch viel besser als ein Fischbrötchen, das schon seit Stunden auf seinen großen Auftritt wartete.
Wir entschieden uns beide für den Kräuter-Müritzer – ein Hechtfilet mit Kräutern im knusprigen Brötchen. Es war unglaublich lecker. Aber leider war ich danach erst einmal pappsatt.
Abkühlung mit Hindernissen
Während Harald zurückging, um das Auto zu holen, kaufte ich bei Aldi ein. Getränke, Wein und Wasser, etwas Obst und ein paar Knabbereien – schließlich muss man für den kleinen Urlaubsgelüstezwischendurch gerüstet sein.
Da ich inzwischen ordentlich verschwitzt war, wollte ich unbedingt noch in der Müritz baden. Also holten wir unsere Badesachen und fuhren zum Strandbad.
Die Abkühlung war herrlich – allerdings nur von kurzer Dauer. Am Himmel zogen bedrohlich schwarze Wolken auf, die uns unmissverständlich signalisierten, dass unser Badevergnügen besser ein Ende finden sollte. Also machten wir uns lieber rechtzeitig auf den Rückweg.
Ausgeschlafen in den neuen Urlaubstag
Wieder in unserer Unterkunft merkten wir erst, wie anstrengend die Anreise gewesen war. Ich nahm zwar noch mein Buch zur Hand, doch nach wenigen Seiten fielen mir die Augen zu. Harald ging es nicht besser. So schliefen wir beide tief und fest und wachten am nächsten Morgen wunderbar erholt auf.
Heute stand zunächst die Besichtigung von Röbel auf dem Programm. Für den Nachmittag hatten wir noch den Bärenwald in Stuer eingeplant. Aber wie immer galt: Erst einmal frühstücken!
Der Frühstücksraum befand sich in einem separaten Gebäude. Also spazierten wir zunächst durch den liebevoll angelegten Garten, in dem gemütliche Liegen zum Entspannen einluden. Wer wollte, konnte auch auf der Terrasse frühstücken. Ein kleiner Zweiertisch wartete bereits auf uns und wurde sofort eingedeckt.
Währenddessen inspizierten wir das Frühstücksbuffet – und das konnte sich wirklich sehen lassen: hart und weich gekochte Eier, Rührei, Bratwürstchen, verschiedene Wurst- und Käsesorten, frischer Obstsalat, Joghurt, frisches Obst, Cerealien, unterschiedliche Brötchen, drei verschiedene Milchsorten – sogar Hafermilch –, sechs Marmeladensorten, drei Säfte sowie stilles und sprudelndes Wasser. Dazu gab es noch süße Teilchen, und den Kaffee servierte man ganz entspannt in der Kanne.
Kurz gesagt: Es blieb kein Frühstückswunsch offen. Da mussten wir natürlich kräftig zugreifen – schließlich brauchten wir genügend Energie für unseren Stadtbummel. Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg in die historische Altstadt von Röbel.
Röbel ist ein staatlich anerkannter Erholungsort am westlichen Ufer der Müritz. Schon von weitem begrüßen die beiden frühgotischen Kirchtürme die Besucher und prägen das Stadtbild.
Für die Reiseplanung: Mecklenburgische Seenplatte
Wer nicht nur Röbel, sondern auch die Umgebung rund um die Müritz erkunden möchte, findet in einem Reiseführer viele zusätzliche Ideen für Ausflüge, Orte und Sehenswürdigkeiten.
Wir schauen vor Reisen gerne schon einmal nach, was sich rund um unser eigentliches Ziel noch entdecken lässt – schließlich entstehen gerade daraus manchmal die schönsten spontanen Abstecher. Und Petras Recherchen zum Reiseziel sind eh legendär. Ohne die wären unsere Reisen lang nicht so erlebnisreich.
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Ein Spaziergang durch Röbel und ein bäriger Nachmittag
Bummel durch Röbels Altstadt
Entlang der wunderschönen, lang gezogenen Uferpromenade reiht sich eine Anlegestelle an die nächste. Hier starten die Fahrgastschiffe zu ihren Rundfahrten, und natürlich gibt es auch den bekannten Fisch-Kutter mit seinen leckeren Fischbrötchen. Da wir diese Köstlichkeit bereits am Vortag getestet hatten, konnten wir heute ganz entspannt weiterziehen.
Die historische Altstadt mit ihren liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern lädt zum Bummeln ein. Kleine Geschäfte, gemütliche Restaurants und einladende Eisdielen wechseln sich ab – genau nach meinem Geschmack.
Auf dem Wochenmarkt hatte ich dann auch noch Glück und fand zwei Pullover zum absoluten Schnäppchenpreis. Da musste ich natürlich zugreifen.
Die alte Windmühle auf dem Burgberg
Anschließend ging es hinauf auf den Burgberg zur restaurierten Windmühle.
Der letzte Müller, Bonneval, stellte den Mahlbetrieb 1928 ein und verkaufte anschließend die technische Ausstattung der Mühle. Eigentlich war das Gebäude schon zum Abriss freigegeben. Zum Glück kam es anders: Von 1930 bis 1990 diente die Mühle als Jugendherberge.
Anfangs gab es vier Schlafräume mit insgesamt 30 Betten. Wegen der großen Beliebtheit wurden später zwei weitere Schlafräume mit 20 Betten sowie ein Fernseh- und Sportraum angebaut. Auch einfache Sanitäranlagen entstanden. Viele Jahre führten die Eheleute Suderow die Jugendherberge, die ab 1952 den Namen „Philipp Müller“ trug.
Im Inneren der Mühle erwartete uns eine kleine Bilderausstellung. Je höher wir die Stockwerke erklommen, desto gemütlicher wurde die Atmosphäre. Im dritten Stock entdeckten wir ein altes Schulpult (siehe Foto), und direkt unter dem Dach befand sich ein liebevoll eingerichteter Leseraum (siehe Foto). Er lud ein, sich mit einem guten Buch niederzulassen.
Zwei Kirchen und ein kleines Rätsel
Natürlich besichtigten wir auch beide Kirchen. Kirchen üben auf mich eine besondere Faszination aus – vor allem dann, wenn sie so ruhig und leer sind, dass man die besondere Atmosphäre richtig genießen kann.
In der Nikolaikirche wurden wir auf den freigelegten Kopf einer spätgotischen Wandmalerei aufmerksam gemacht, der sich in etwa zwölf Metern Höhe befindet (siehe Foto). Außerdem entdeckten wir in allen vier Säulen kreisrunde Öffnungen mit einem Durchmesser von etwa 35 Zentimetern. Man vermutet, dass sie einst der Luftzirkulation dienten.
Das liebevoll eingerichtete Hofcafé
Unsere Mittagspause verbrachten wir im Hofcafé am Ziegenmarkt. Das Café ist mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Wir gönnten uns einen Toast mit Ziegenkäse und Krautsalat. Und auch dem selbst gebackenen Zwetschgenkuchen konnten wir nicht widerstehen. Besonders positiv überrascht haben mich die Preise. Ganz ehrlich: Zu Hause zahle ich oft mehr. Was man wissen muss: Das Café öffnete erst um 12.30 Uhr.
Eine Gurkenempfehlung zum Schluss
Langsam machten wir uns wieder auf den Rückweg zur Residenz. Vorher legten wir allerdings noch einen kurzen Stopp am Wochenmarkt ein. Ein freundlicher Mann, den wir in der Windmühle kennengelernt hatten, hatte uns den Stand eines polnischen Händlers wärmstens empfohlen.
Also kauften wir ein Glas eingelegte Gurken. Jetzt sind wir natürlich gespannt, ob sie tatsächlich so gut schmecken, wie er versprochen hat..
Zu Besuch im Bärenwald
Nach einem kühlen Getränk und einem kurzen Blick auf Googles Wegbeschreibung machten wir uns auf den Weg zum Bärenwald in Stuer.
Dort angekommen fiel uns sofort auf: Die Parkplätze sind kostenlos. Das gibt schon mal Pluspunkte.
Der Eintritt kostet 12 Euro pro Person. Im ersten Moment fand ich das nicht gerade günstig. Doch sobald man erfährt, was die Organisation Vier Pfoten hier geschaffen hat, sieht man den Preis mit ganz anderen Augen.
Vier Pfoten ist eine internationale Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien. Sie rettet Tiere aus schlechter Haltung und setzt sich weltweit für ihren Schutz ein. Ihre Vision ist eine Welt, in der Tieren mit Mitgefühl und Verständnis begegnet wird. Eigentlich sollte das selbstverständlich sein.
Die Geschichten der Bären, die hier ein neues Zuhause gefunden haben, gingen uns sehr nahe. Was manche von ihnen zuvor erleiden mussten, ist kaum vorstellbar. Einer der Bären war sogar invalid– ihm fehlte die rechte Pranke.
Die großzügigen Gehege sind wunderschön in die natürliche Landschaft eingebettet. Hohe, stromgesicherte Zäune sorgen für die Sicherheit der Besucher, ohne den Eindruck eines klassischen Zoos zu vermitteln.
Es gibt eine kleine und eine große Runde. Natürlich entschieden wir uns für die große – schließlich wollten wir möglichst viele Bären entdecken. Entlang des Weges informieren zahlreiche Schautafeln über die Tiere und ihre Schicksale. Einige Informationen sind sogar als Quiz gestaltet. Die Wege führen mal durch sonnige Abschnitte, mal angenehm durch den Schatten, sodass sich der Rundgang auch an warmen Tagen gut laufen lässt.
Fisch geht einfach immer
Nach knapp zwei Stunden meldete sich langsam der Hunger. Und worauf hatten wir Lust? Natürlich auf Fisch.
Also steuerten wir den Imbiss an – und wurden positiv überrascht. Eine Bismarcksemmel kostete 4,80 Euro, ebenso eine Räucherfischsülze im Brötchen. Beide waren großzügig belegt und wirklich preiswert und ausgesprochen lecker. Nur beim Getränkeangebot wurden wir nicht fündig. Zum Glück hatten wir noch ausreichend Mineralwasser dabei.
Der gemütliche Ausklang
Eigentlich wollten wir den Tag anschließend noch in der Müritz-Therme ausklingen lassen.
Doch kaum waren wir wieder in unserer Unterkunft, überfiel uns eine akute Lustlosigkeit. Ihr wisst schon, diese angenehme Art von Trägheit, bei der man sich fragt, warum man überhaupt noch einmal aufstehen soll.
Also nahmen wir stattdessen im Garten Platz, gönnten uns einen Spritzer und genossen einfach das süße Nichtstun. Mit dem einen oder anderen Glas und ganz ohne schlechtes Gewissen ließen wir den Abend gemütlich ausklingen, bis Morpheus uns schließlich freundlich in seine Arme schloss.
Auf der Suche nach dem wilden Leben
Natur pur – vielleicht ein bisschen zu pur
Nach dem Frühstück hieß es heute: Wanderschuhe an und auf in den Müritzer Nationalpark. Er erstreckt sich über rund 32.000 Hektar – eine Menge Platz also für Natur, Tiere und hoffentlich auch für uns.
Wir fuhren bis Boek und stellten dort unser Auto auf dem Parkplatz ab. Nach ein paar hundert Metern endete die Straße und der Nationalpark begann.
Bevor wir uns allerdings ins wilde Naturerlebnis stürzten, machten wir noch einen kurzen Abstecher zur Boeker Kirche. Sie ist klein und schlicht gehalten. Auf den Kirchenbänken lagen verschiedene bunte Kissen, die dem Gotteshaus eine gemütliche, fast schon familiäre Atmosphäre verliehen. Man fühlte sich eher willkommen als ehrfürchtig – und genau das gefiel mir.
Nach wenigen Minuten verließen wir die kleine Kirche wieder und machten uns auf den Weg. Etwa 600 Meter weiter begann dann offiziell unser Naturabenteuer.
Rundweg „Fauler Ort“
Wir entschieden uns für den 7,5 Kilometer langen Rundweg „Fauler Ort“. Der Name klingt ja schon einmal vielversprechend – zumindest für Menschen, die im Urlaub gerne mal faul sind. 😉
Tatsächlich handelt es sich bei „Fauler Ort“ um einen volkstümlichen Begriff. Er bezieht sich auf die nahe gelegenen Seen, bei denen es sich um Verlandungsseen handelt. Diese „faulen“ sprichwörtlich vor sich hin.
Nach 1945 wurde das Gebiet im Zuge der Bodenreform einem Forstbetrieb zugesprochen. Wir wanderten zunächst durch einen angepflanzten Kiefernwald mit hohen, geradlinig in den Himmel ragenden Bäumen. Unter ihrem Schutz haben sich inzwischen verschiedene Laubbäume wie Birken und Eichen entwickelt.
Gut vorbereitet in den Müritz-Nationalpark
Wir haben uns bei der Wahl unserer Wanderung vor Ort an den öffentlichen Informationstafeln orientiert und uns schließlich für den Rundweg „Fauler Ort“ entschieden. Der war durchaus schön – entsprach aber nicht ganz dem, was wir uns von unserer Tour durch den Nationalpark erhofft hatten.
Hätten wir diese Wanderkarte schon vorher gehabt, hätten wir die verschiedenen Wege und Startpunkte besser miteinander vergleichen können. Vermutlich hätten wir uns dann für eine andere Route entschieden, die noch besser zu unseren Erwartungen gepasst hätte.
Für die Planung zu Hause – und natürlich auch unterwegs – finden wir so eine klassische Wanderkarte deshalb ausgesprochen praktisch.
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Natur pur – vielleicht ein bisschen zu pur
Nach etwa zwei Stunden erreichten wir den Priesterbäker See. Eine kleine Plattform mit Bänken lud zum Verweilen ein. Also setzten wir uns und schauten erwartungsvoll auf den See.
Leider gab es dort nicht allzu viel zu sehen. Ein paar Seerosen – das war’s.
Aber gut, wir waren ja wegen der Natur hier. Nach einer kurzen Pause wanderten wir weiter.
Etwa eine halbe Stunde später ließen wir den Hofsee rechts liegen. Und langsam machte sich bei uns eine gewisse Ernüchterung breit.
Denn irgendwie passierte … gar nichts.
Kein Hase hoppelte über den Weg. Kein Reh brach plötzlich aus dem Gebüsch. Kein Fuchs ließ sich blicken. Kein Vogel flatterte aufgeregt vor uns davon – geschweige denn, dass einer sang.
Nichts.
Nur Wald. Stille. Und sehr gute Luft.
Zugegeben: Eigentlich genau das, was man von einem Nationalpark erwarten darf. Aber ein kleines bisschen mehr Action hätten wir uns schon gewünscht.
Vom Nationalpark zum „Volltreffer“
Wieder am Auto angekommen, war es inzwischen etwa 13.30 Uhr. Eigentlich hatten wir noch vor, zum Müritzhof zu fahren. Doch ein Blick auf die Fahrzeit machte uns schnell einen Strich durch die Rechnung: 1 Stunde und 10 Minuten hätten wir gebraucht. Wir hätten zunächst wieder zurück, dann Richtung Waren und anschließend noch einmal nach Süden fahren müssen.
Nach der Wanderung hatten wir auf eine ausgedehnte Autofahrt überhaupt keine Lust.
Und dann kam ich auf einen – wie ich zunächst fand – glorreichen Gedanken.
Wir waren vor einigen Jahren schon einmal im Schloss Fleesensee gewesen – natürlich ebenfalls mit einem schönen Angebot von Secret Escapes. Damals waren für einen Tag Fahrräder includiert gewesen . Da wir nur Frühstück gebucht hatten, waren wir zum Golfplatz gefahren, um dort etwas zu essen. Das Restaurant wurde damals von jungen Leuten betrieben, und wir erinnerten uns beide daran, dass das Essen richtig lecker und dazu noch erstaunlich günstig gewesen war.
Nur an den Namen konnten wir uns beim besten Willen nicht mehr erinnern.
Inzwischen läuft das Ganze unter dem Namen „Volltreffer“.
Na, wenn das mal kein gutes Zeichen war!
Ein Teller voller Vorfreude
Etwa 25 Minuten später waren wir da. Harald bestellte sich einen Burger, während ich mich für eine gemischte Platte entschied: frittierte Blumenkohlröschen, Champignons, Emmentaler, Zwiebelringe und Hähnchen. Dazu gab es drei verschiedene Soßen.
Wir mussten ein bisschen warten, aber wir hatten schließlich Zeit. Und Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.
Dann kam unser Essen.
Meine Platte sah zunächst wirklich fantastisch aus. Alles war appetitlich auf einem Holzteller angerichtet. Dazu lagen hauchdünne Kartoffelchips auf dem Teller.
Allerdings war da etwas, das mich irritierte.
Ein eigenartiger Geruch stieg mir in die Nase.
Ich nahm einen Chip und probierte vorsichtig.
Und plötzlich war klar: Die Chips schmeckten genauso, wie sie rochen.
Alt. Und scheußlich.
Meine gute Laune verabschiedete sich augenblicklich und machte einem leichten Anflug von Ärger Platz.
Jetzt war Schluss mit der Höflichkeit
Bis zu diesem Moment hatten wir im Urlaub noch nie etwas gesagt, wenn wir mit dem Essen nicht hundertprozentig zufrieden waren. Man kann ja nicht jedes Mal ein Drama daraus machen.
Aber diesmal war ich wirklich enttäuscht.
Als die Servicekraft später fragte: „Hat es geschmeckt?“, antwortete ich ausnahmsweise einmal ganz ehrlich.
„Die Chips waren leider alt und schmeckten scheußlich.“
Das war der Servicekraft sichtlich unangenehm. Sie konnte schließlich nichts dafür und hatte die Chips ja nicht selbst hergestellt.
Wir bezahlten und machten uns anschließend auf den Weg zurück nach Röbel.
Mein „glorreicher“ Gedanke hatte also leider keinen Volltreffer gelandet. Und hier konnte man wirklich nicht sagen “Nomen est Omen.“
Kleine Entschädigung muss sein
Auf dem Rückweg kauften wir noch Räucherfisch für zu Hause. Und nach dem kleinen kulinarischen Reinfall brauchten wir natürlich noch eine angemessene Entschädigung.
Also gönnten wir uns kurzerhand ein großes Stück Kuchen – für zwei.
Und wir genossen es.
Abendspaziergang am Dambecker See
Am Abend wollten wir noch einmal los, um für’s Auto ein wenig Strom nachzuladen. Wir hätten auch einfach unterwegs während eines Ausflugs oder auf dem Heimweg laden können – aber uns lockte die Natur. Während unser Fahrzeug an der Ladesäule seine Energie tankte, nutzten wir die Zeit für einen kleinen Spaziergang – 20 Minuten nur – aber sehr schön.
Direkt gegenüber der Ladesäule lag der Dambecker See. Wir gingen durch eine kleine Parkanlage und entdeckten dort die Überreste eines ehemaligen Hünengrabes. Die großen Findlinge lagen verstreut auf der Erde und waren teilweise schon von Moos überzogen Ein etwas trauriger Anblick, wenn man bedenkt, wie viele Jahrtausende diese Steine vermutlich schon hinter sich haben.
Anschließend führte uns ein Wiesenweg weiter. Dabei kamen wir an einem Haus vorbei, das zur Hälfte von Efeu bedeckt war. Es sah fast ein bisschen verwunschen aus – fehlte eigentlich nur noch Rapunzel am Fenster.
Schließlich erreichten wir den Dambecker See. Er liegt wunderschön zwischen Wald und Wiesen. Hier und da gibt es einen kleinen Badestrand und sogar einen Bootsverleih. Alles wirkte ruhig und friedlich – genau richtig für einen Abendspaziergang.
Feierabend für Mensch und Auto
Langsam wurde es allerdings Zeit, wieder zu unserem Auto zurückzukehren. Schließlich hatte es inzwischen seine Energiereserven aufgefüllt und wartete bereits auf uns.
Zurück in unserer Suite gönnten wir uns noch ein kleines Gute-Nacht-Getränk. Danach war der Tag endgültig gelaufen – wir fielen todmüde ins Bett und waren vermutlich schneller im Land der Träume, als wir „Gute Nacht“ sagen konnten.
Mit dem Fahrrad nach Mirow … oder auch nicht
Auf Rädern in Richtung Mirow
Nach einer erholsamen Nacht und einem leckeren Frühstück beschlossen wir, heute nach Mirow zu fahren. Und zwar mit dem Fahrrad.
Radhelme und Handschuhe hatten wir natürlich dabei. Was wir leider vergessen hatten: die Radlerhosen.
Ein kleiner, aber nicht ganz unwichtiger Fehler, wie sich später noch herausstellen sollte. 😉
Also ließen wir uns zwei Fahrräder geben und machten uns voller Tatendrang auf den Weg.
Zu Hause hatte ich mir die Route bereits herausgeschrieben. Auf dem Papier sah alles ganz einfach aus. In der Realität hatte die Strecke allerdings beschlossen, ein Eigenleben zu entwickeln.
Wir folgten zunächst brav dem ausgeschilderten Radweg. Der führte uns allerdings irgendwann auf die Landstraße. Also drehten wir um. Die nächste Abzweigung sah nach einer Weile aus, als wären wir auf dem Rundweg gekommen. Wieder zurück, bis wir durch kommod feststellten, das wir doch richtig gewesen wären.
Radfahren mit Bergwertung
Also wieder umdrehen und erneut los.
Schließlich führte der Weg tatsächlich an der Müritz entlang. Wunderschön – aber auch überraschend hügelig. Gefühlt ging es ständig bergauf und bergab. Und dabei dachte ich an eine entspannte Radtour.
Irgendwann hatte ich allerdings die Nase voll. Genauer gesagt: Mein Allerwertester Der Fahrradsattel und ich waren einfach nicht kompatibel. Und da wir die Radlerhosen zu Hause gelassen hatten, sagte ich einfach: Mag nicht mehr – und wir drehten um.
Ein Stück jüdische Geschichte
Auf dem Rückweg machten wir noch Halt an der ehemaligen Synagoge, die 1831 erbaut wurde. Sie gehört zu den wenigen erhaltenen Fachwerksynagogen Mecklenburgs.
Im angrenzenden Engelschen Hof befindet sich eine Dauerausstellung zur regionalen jüdischen Geschichte. Auch der Grabstein von Benjamin Engel ist dort zu sehen. Er gründete 1870 für die Bürger seiner Stadt eine karitative Stiftung.
Ein interessanter und zugleich nachdenklich stimmender Zwischenstopp auf unserer kleinen Fahrradtour.
Plan B: Mirow mit dem Auto
Zurück im Hotel konnten wir immerhin auf fast 16 Kilometer Fahrradstrecke zurückblicken. Für eine Fahrt, die eigentlich nach Mirow führen sollte, hatten wir damit zwar ordentlich Strecke gemacht – nur Mirow hätten wir noch lange nicht erreicht.
Also nahmen wir den Autoschlüssel und beschlossen, die Strecke ganz klassisch auf vier Rädern zurückzulegen.
Mirow – klein, beschaulich und hoffnungslos überfüllt
Nach ungefähr 20 Minuten erreichten wir Mirow. „Ein kleines, beschauliches Städtchen“, dachte ich zunächst. Genau das Richtige für einen gemütlichen Nachmittag.
Auf unserem Besichtigungsprogramm stand einiges: die Schlossinsel, die Liebesinsel, das Schloss, das 3-Königinnen-Palais und die Johanniterkirche. Wir hatten also einiges vor.
Doch bevor wir überhaupt mit dem Besichtigen beginnen konnten, hatten wir ein ganz anderes Problem : Wo zum Teufel sollten wir unser Auto abstellen?
Der erste Parkplatz – voll.
Der zweite – ebenfalls voll.
Also weiter zum dritten Parkplatz. Und auch hier: kein einziges Plätzchen für uns.
Inzwischen war unsere Begeisterung für das beschauliche Mirow deutlich gesunken. Ein anderer, ebenso frustrierter Autofahrer stand ziemlich niedergeschlagen herum und quengelte tatsächlich wie ein kleines Kind:
„Ich will nach Hause!“
Ich konnte ihn gut verstehen. Mir ging es nämlich kaum besser.
Als ich schon sagen wollte: „Komm, wir fahren wieder“, fiel mir plötzlich ein, dass ich unterwegs noch ein Parkplatzschild gesehen hatte.
Das war unsere Rettung!
Also wenden und los. Wir folgten dem Schild und landeten schließlich auf einem Trödelmarkt. Dort fanden wir tatsächlich noch eine kleine Lücke zwischen zwei anderen Autos.
Kunst, Handwerk und die Erklärung für das Verkehrschaos
Nachdem wir unser Auto endlich abgestellt hatten, schlenderten wir zunächst noch ein wenig über den Trödelmarkt. Doch irgendwie sprang uns nichts an. Richtung Schloss entdeckten wir einen Schotterweg, den wir kurzentschlossen nahmen. Schon nach kurzer Zeit standen wir vor dem markanten Torhaus
Und plötzlich wussten wir auch, warum in Mirow die Hölle los war!
An diesem Wochenende fand das Jubiläum des traditionellen Kunsthandwerkermarktes „Kunst am Schloss“ statt. Mehr als 80 Künstler und Handwerker präsentierten dort ihre Werke. Glas, Ton, Holz und Metall – für jeden Geschmack war etwas dabei.
Natürlich durfte auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. An zahlreichen Ständen lockten kulinarische Köstlichkeiten: französische Salami, verschiedene Käsesorten und Schinken, Gewürze und vieles mehr. Wer eher auf Süßes stand, konnte sich bei Kaffee und Kuchen stärken. Was wir später auch probierten und aus einem Stück Kuchen wurden zwei. Absolut lecker.
Hoch hinaus in der Johanniterkirche
Da uns die Menschenmenge rund um den Kunsthandwerkermarkt doch ein bisschen zu viel war, beschlossen wir, erst einmal die Johanniterkirche zu besichtigen. Ein ruhigerer Ort, bevor wir uns wieder ins Getümmel stürzen würden.
Für die Besteigung des Kirchturms wurde für uns beide ein Obolus von 7 Euro verlangt. Die freundliche Dame an der Kasse erzählte uns zunächst einiges über die Kirche und versorgte uns anschließend mit einem Audio-Guide.
Dann ging es los: 146 Stufen lagen vor uns.
Der Turm hat insgesamt zehn Ebenen, auf denen immer wieder Bänke zum kurzen Verschnaufen stehen. Sehr vorausschauend. Bis hinauf zum Rundgang unter der Turmspitze gab es einiges zu entdecken. Zwei Ebenen informierten über die Geschichte der Johanniter, auf einer anderen befand sich eine kleine Bibliothek und eine weitere beherbergte eine Bilderausstellung.
Sogar die vier Glocken konnten wir aus der Nähe bewundern.
Der Blick über Mirow
Oben angekommen, erwartete uns eine wunderschöne Aussicht. Weit über das Land konnten wir schauen, dazu über den Mirower See und Kanal. Die 146 Stufen hatte sich definitiv gelohnt.
Auch tierische Bewohner hat der Kirchturm: Turmfalken brüten hier und können sogar über eine Webcam beobachtet werden. So etwas finde ich immer schön – Kirche und Natur unter einem Dach.
Ein Stück Kirchengeschichte
Die Johanniterkirche wurde als Backsteinbau im gotischen Stil errichtet. Sie besteht aus dem schmaleren östlichen Teil, dem Chor beziehungsweise Altarraum, und dem westlich angebauten, etwa drei Meter breiteren Kirchenschiff.
Im Inneren wird der Altarraum vom hohen Barockaltar beherrscht. Auch die Decke des Kirchenraums wurde im barocken Stil als Voutendecke gestaltet.
Seitlich der Kirche befindet sich die Fürstengruft. Sie ist die Erbbegräbnisstätte der Strelitzer Fürsten – mit einer Ausnahme: der letzte Großherzog Adolf Friedrich VI. fand seine letzte Ruhestätte nicht hier, sondern auf der sogenannten Liebesinsel.
Auf königlichen Spuren
Als Nächstes schlenderten wir zum Mirower Rokoko-Schloss. Direkt gegenüber befindet sich das 3-Königinnen-Palais, das im historischen Kavalierhaus untergebracht ist.
Dort erwartete uns eine interaktive Ausstellung, die sich mit drei bemerkenswerten Frauen aus dem Hause Mecklenburg-Strelitz beschäftigt. Und wie der Name des Palais schon verrät: Es geht um drei Prinzessinnen, die es allesamt bis auf einen Königsthron geschafft haben..
Drei Königreiche
Da wäre zunächst Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz. Sie heiratete Georg III. und wurde damit Königin von Großbritannien..
Luise von Mecklenburg-Strelitz wurde durch ihre Ehe mit Friedrich Wilhelm III. Königin von Preußen. Sie gilt bis heute als eine der bekanntesten und beliebtesten Königinnen Preußens.
Und dann war da noch Friederike von Mecklenburg-Strelitz. Nach mehreren Ehen wurde sie schließlich als Gemahlin von Ernst August I. Königin von Hannover.
Ein Besuch auf der Liebesinsel
Nach so viel Royalem zog es uns nun auf die Liebesinsel. Schon der Name klingt irgendwie romantisch – doch die Geschichte, die sich hier verbirgt, ist alles andere als fröhlich.
Eine kleine Brücke mit schmiedeeisernem Geländer verbindet die Insel mit dem Festland. Und genau hier befindet sich die letzte Ruhestätte des letzten regierenden Großherzogs von Mecklenburg-Strelitz, Adolf Friedrich VI.
Sein Grabmal ist ungewöhnlich und gibt bis heute Rätsel auf: Eine abgebrochene Säule, um die sich eine Schlange windet. Die abgebrochene Säule steht symbolisch für seinen frühen Tod. Er nahm sich am 23. Februar 1918 im Alter von nur 35 Jahren das Leben.
Die Schlange kann für Versuchung, aber auch für Schicksal stehen. Vielleicht ist genau deshalb dieses Grabmal so geheimnisvoll.
Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, warum der junge Großherzog diesen Schritt wählte. Eine mögliche Erklärung ist seine unglückliche Liebe zu Fürstin Daisy von Pleß, die auch als „englische Fürstin“ bekannt wurde.
Ob die Liebe tatsächlich der Grund für seinen Freitod war, bleibt offen. Eine traurige Geschichte – und ein bemerkenswerter Kontrast zu dem bunten und fröhlichen Treiben draußen auf dem Kunsthandwerkermarkt.
Noch einmal zum Fischkutter
Da es inzwischen immer heißer wurde, beschlossen wir, langsam zum Auto zurückzukehren. Wir schlenderten in Richtung Torhaus und kamen dabei an wunderschön blühenden Rabatten und einem musizierenden Trio vorbei. Die drei machten ihre Sache wirklich gut.
Kaum angekommen, sprang mir die Fischsuppe ins Auge, während Harald sich für ein Bismarkbrötchen entschied. Dazu natürlich ein großes, schön kaltes Bier. Was braucht man mehr?
Wenig später saßen wir ganz entspannt auf dem Kutter und genossen unser Essen. Und was soll ich sagen: Es schmeckte wieder hervorragend.
Mit einem leisen „Schade, das war’s“ verließen wir schließlich den Kutter und machten uns auf den Rückweg zum Hotel.
Ein bisschen planschen muss sein
Wir hatten schließlich noch eine Tageskarte für die Müritz-Therme. Also Badesachen gepackt und los.
Da es bereits nach 18.00 Uhr war und draußen herrliches Wetter herrschte, war es angenehm leer. Perfekt!
Zum Schwimmen hatten wir allerdings keine große Lust. Also ließen wir uns gemütlich durch den Wildwasserkanal treiben, hängten uns an die Massagedüsen und plantschten einfach munter vor uns hin. Nach zwei Stunden waren wir der Meinung: Das reicht jetzt aber auch.
Unser letzter Abend in Röbel
Zurück im Hotel hätten wir eigentlich langsam mit dem Kofferpacken beginnen können.
Aber mal ehrlich: Wer packt bei so schönem Wetter freiwillig Koffer?
Also verschoben wir die unangenehme Aufgabe kurzerhand auf später, setzten uns stattdessen mit einem Glas Spritzer in den Garten und ließen unseren Kurzurlaub Revue passieren.
Wir blickten auf schöne Tage zurück: auf die Müritz, Röbel und Mirow, auf Fischbrötchen und Räucherfisch, Bären und Kirchen, auf Wanderungen, Fahrradtouren und kleine Irrwege – und natürlich auf jede Menge gutes Essen.
Und genau so sollte ein Urlaub enden: mit einem Glas Spritzer in der Hand, müden Füßen und dem angenehmen Gefühl, wieder einmal eine schöne gemeinsame Zeit erlebt zu haben.
Fazit – ein echter Glücksgriff
Damit wäre eigentlich schon fast alles gesagt. Aber eines möchte ich noch unbedingt erwähnen: Die Ferienresidenz Müritzpark war für uns wirklich ein Glücksgriff.
Das Personal war sowohl an der Rezeption als auch im Frühstückssaal ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Das Frühstück war vielseitig und lecker.
Auch die Fahrräder waren durchaus in Ordnung. Nur an eine Sache sollte man unbedingt denken: Radlerhose einpacken! Der Sattel verzeiht nichts. 😉
Besonders praktisch fanden wir die Lage der Ferienresidenz. Vom Hotel aus gelangte man durch einen kleinen Park direkt in den Ort und war somit schnell an der Uferpromenade und am Hafen.
Vertrauen statt Minibar-Abrechnung
Und dann gab es da noch etwas, das man heutzutage nur noch selten findet: einen Vertrauensschrank.
Dort konnte man sich Getränke und kleine Snacks nehmen und trug alles ganz einfach mit Zimmernummer auf einer Liste ein. Ich fand das richtig sympathisch. Ein kleines Stück Vertrauen, das im Urlaub einfach gutgetan hat.
Alles in allem können wir die Ferienresidenz Müritzpark wirklich empfehlen. Wir haben uns dort sehr wohlgefühlt und würden jederzeit wiederkommen.
Viele (aber nicht alle) unserer Fotos machen wir mit der EOS R10 von Canon. Wir verwenden Sie im Moment mit dem mitgelieferten RF-S 18-45mm F4.5-6.3 is STM Zoomobjektiv.
Und wir lernen die Möglichkeiten dieser tollen Kamera gerade erst kennen.
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Petra und Harald Graf